Ein Großteil der Aussagen über den Tod Barschels beruhen auf einem Foto, das manipuliert wurde.
Dies ergibt sich aus den Akten der Staatsanwaltschaft, die mir vorliegen. Darin heißt es, ein Schweizer Gerichtsmediziner habe die Leiche in der Badewanne bewegt. Erst nachdem die Position in der Wanne verändert worden war, machte er die Fotos. Auf dem, was dieses Foto dann zeigte, bauten die statements auf, die behaupteten, es zeige die typische Position eines Menschen, der Selbstmord begangen habe; strikt nach den Anweisungen der (Schweizer) Sterbehilfe. In dieser Haltung hat aber die männliche Leiche gar nicht in der Badewanne gelegen. Die Grundannahme war falsch, die Situation, der Fundort, das Foto waren manipuliert. Damit aber fällt einer der Hauptsockel weg, auf dem sämtliche (früheren) Veröffentlichungen fußten. Von Susanne Härpfer

1997 und 1998 habe ich die Akte/metaproductions/SAT.1 Fernseh-Beiträge zum 
Thema Barschel gemacht.
Als Agent Werner Mauss gegen mich klagte, wie gegen die meisten Journalisten,
erreichte ich vor dem Haus- und Hof-Gericht ein Remis, und hätte sogar gewonnen
wenn mir damals die Unterlagen vorgelegen hätten, die mir jetzt vorliegen.

Vor diesem Hintergrund: 2007 erhielt ich den Auftrag, für Spiegel +Spiegel TV
den Tod Barschels zu recherchieren. Der allererste Schritt sollte die
Auswertung der Akten der Staatsanwaltschaft sein. Dann Telefonate und Reisen
folgen bzw. beide Rechercheschritte parallel laufen. Dazu kam es damals leider nicht. Vielleicht ändert sich dies ja jetzt, und ich bekomme Mittel, Möglichkeiten und die Veröffentlichung.
Dazu kam es leider nicht.