susanne haerpfer at sascetchewan

susanne haerpfer at sascetchewan

photographed by susanne Haerpfer in Amsterdam

 

BLITZ-KRIEG

VON WETTER-MACHERN UND WETTER-KRIEGERN

von Susanne Härpfer

Die Instrumente spielen verrückt: Das GPS-Gerät zeigt nur noch wirre Positionen, das Funkgerät ist tot. Die See senkt sich um 15 Metern. Dann rollen Meter hohe Wellen an. Das Schiff wird 30 Meter hoch geschleudert. Wassermassen branden über die Küsten Südostasiens. Seebeben setzen Energie frei, die einer 100-Gigatonnen-Bombe entsprechen. Die USA verbrauchen die gleiche Menge Energie innerhalb von sechs Monaten. Die amerikanische Atombombe, die Hiroshima zerstörte, hatte eine Sprengkraft von 12,5 Kilotonnen.

Tsunamis verwüsten Thailand, Indien, Malaysia, Indonesien.

Tausende Tote treiben durch die Straßen, Seuchen breiten sich aus. Millionen Menschen sind obdachlos. Chemiewerke werden getroffen, vergiften weite Landstriche für kommende Jahre. Die Wirtschaft liegt da nieder, die Staaten sind auf Hilfslieferungen angewiesen. Eine Naturkatastrophe. Ein Unglück, zerstörerischer als Kriege und Terroranschläge. Heute.

In Zukunft hingegen, in 20 Jahren etwa, könnte so der Krieg der Zukunft aussehen.

Denn US-Forscher träumen davon, künstlich Stürme zu erzeugen. US-Militärs wollen das Wetter machen, das sie für einen Sieg brauchen. Das Wort Blitz-Krieg bekäme so eine neue Bedeutung.

Das Wetter vernichtet mehr als heutige Waffen, schädigt Volkswirtschaften – das Wetter wäre die ultimative Bio-Waffe. Wetterkrieg wäre ein neuer Fluch der Menschheit, eine Vision wie aus den Film-Studios Hollywoods.

Doch das Wetter nimmt nicht nur, es schenkt auch Leben. Regen läßt die Wüste erblühen. Niederschlag auf Bestellung könnte aus der Sahelzone wieder eine Oase machen, eine fruchtbare Landschaft, den Hunger besiegen, Segen bringen.

Wetter aus dem Katalog könnte Ernten sichern, Waldbrände verhindern, Küsten bewahren, Arbeitsplätze schaffen. Urlaubssaison das ganze Jahr. Schnee und Sonnenschein auf Abruf. Pay per ray gewissermaßen – bezahlen pro Sonnenstrahl. Eisfabrikanten und Anorakproduzenten würden das Wetter in Auftrag geben, das ihnen Umsatzsteigerungen beschert, den Konkurrenzkampf der Konzerne in den Himmel verlegen.

Eine Utopie, gewiß.

Doch wir stehen kurz davor, daß sie zur Realität werden könnte.

Denn Wetter-Manipulation ist keine spinnerte Idee, sondern wird bereits heute praktiziert.

Bereits heute wird Regen gemacht, Hagel verhindert, Schnee erzeugt, Nebel aufgelöst und Stürme abgelenkt.

Die Technik geht zurück auf ein Verfahren, das Wissenschaftler eines Konzerns in den 40 er Jahren entwickelten, der von der Wetter-Beeinflussung profitieren sollte: „General Electric“.

photographed by Susanne Haerpfer

Flugzeuge bringen in den Wolken Silberiodid, Trockeneis- oder andere Partikel aus. Um die künstlichen Kondensationskeime lagern sich Wassermoleküle an, die Wärme gibt den Tröpfchen Auftrieb in kältere Schichten der Wolke, es wachsen weitere Tropfen, es regnet.

Hier ist es denkbar, daß noch alte Aufnahmen aus der Frühzeit des Wettermachens existieren.

Ebenso ist hier ein klassischer Wissenschaftsmagazin-Part inklusive Grafik vorstellbar; in kühler eisblauer Optik.

In China füllen Frauen Chemikalien in Granaten und schießen diese mit Flugabwehrraketen in Hagelwolken, um sie zu vertreiben. Davon existieren zumindest Fotos.

Kanonenlärm soll seit Leonardo da Vinci Wolken vertreiben.

Kanonen versprühen Trockeneiskörner in Nebelschwaden und lösen sie so auf. Forscher aus Berlin-Teltow wollen so Flughäfen schützen. Felix Elbing, Prof. Dr. Detlev Möller, Matthias Ulbricht, Dr. rer.nat. Wolfgang Wieprecht und Jürgen Hofmeister sind „weather-tec“. Erste Versuche haben sie am Flughafen Cottbus durchgeführt.

Forschungsprojekte für´s Wettermachen gibt es bereits in 28 Ländern: von Argentinien bis Uzbekistan.

Sie sind in der UN-Organisation „World Metereological Organization“ (WMO) mit Sitz in Genf zusammengeschlossen.

1954 fand die erste internationale Konferenz der Wettermacher an der ETH Zürich statt. Wettermachen je nach gusto schien möglich zu sein, in den 60 er Jahren waren Wissenschaftler geradezu euphorisch. Regen-Machen, Wolken schubsen, Nebel auflösen, Stürme wegpusten, Schnee-Treiben entfachen, Hagel verhindern, alles schien möglich. Es folgte eine Phase der Ernüchterung. Denn ob Regen ein natürliches Phänomen oder auf Wettermanipulation zurückzuführen ist, ist oft nur schwer zu beweisen. Und erst seit 1976 gibt es von der WMO überhaupt ein erstes offizielles statement zur Wetterbeeinflussung – nicht untypisch für eine UN-Organisation. Seitdem sollten wissenschaftliche Standards gelten, statt des bloßen Spaßes am Experimentieren.

photo and special effects by Susanne Haerpfer

Neben Israel und den USA zählt Thailand zu den etablierten Wettermachern. In dem Unternehmen fürs Regen-Erzeugen, das der thailändische König unterhält, arbeiten 600 Angestellte, die über ein Budget von nahezu 25 Millionen US-Dollar verfügen. 1955 hatte der König bei einer Reise in die Nordostprovinz Phuphan Mountains die verheerenden Auswirkungen der Abholzung und der folgenden Dürre gesehen. Er schickte seine Söhne nach Israel und in die USA, wo sie lernten, wie man Regen künstlich erzeugt. Jedes Jahr fliegen 30 Offiziere der thailändischen Royal Navy in der Provinz Praei Einsätze. C-47 und zwei Nomad-Flugzeuge bringen Salzpartikel, Silberiodid und andere Flocken aus. Um den Kern lagern sich Wassermoleküle an. Die dabei entstehende Kondensationswärme erzeugt einen Auftrieb, der dafür sorgt, dass die Wassertröpfchen-Cluster in die kälteren Teile der Wolke aufsteigen. Durch weitere Kondensation wachsen die Tropfen, bis sie so groß sind, dass sie als Regen aus der Wolke fallen. Rund vier Stunden nach Ausbringen der Chemikalien verdunkelt sich der Himmel, Wolken ziehen auf. In Ländern wie Mexiko und Südafrika dauert es hingegen nur eine Stunde, bis der Effekt eintritt. Eine Erklärung dafür haben die Forscher bisher nicht gefunden.

Dieser Teil würde von den optisch opulenten Reportagebildern aus Thailand leben und dem Promi-Effekt des Königs.

Denkbar wäre auch ein Porträt Tom Hendersons. Der Haudegen des Regenmachens betreibt seit 1960 bei Fresno die Atmospherics Inc., mit der er versucht, dem Wetter ein Schnippchen zu schlagen. Mit ihm bin ich bereits im Kontakt, eine Drehgenehmigung liegt bereits vor.

Ebenso möglich ist ein Porträt der „Weather Modification“, die seit Jahren in den USA und Kanada ausschwärmen, um Hagelwolken abzudrängen. Gerade ist ein Forschungspilotprojekt in Montana angelaufen, bei dem die amerikanische nationale Wetterbehörde NCAR (National Center for Atmospheric Research in Boulder, Colorado) untersuchen soll, wie erfolgreich die Firma „Weather Mod“ mit ihrer Methode ist. Heikel, denn die Wetter-Manipulateure sind sich untereinander nicht grün. Denn es geht um die Verteilung knapper Forschungsgelder bzw. Aufträge.

NCAR hat eigene Interessen, Projektleiter Prof. Roelof Bruintjes und sein Team versuchen z.B. in Dubai und Mexiko Regen zu machen. Mit den Beteiligten bin ich bereits im Kontakt.

Wie Schäden, die durch Menschenhand verursacht wurden, durch Wettermanipulation wieder gerade gebogen werden, zeigt das Beispiel der Snow Hydro in Neu South Wales. Dort fällt wieder Schnee, seitdem die Wettermacher am Werk sind. Während vorher die Klimaveränderung die Einnahmen aus dem Skitourismus zunichte gemacht hatten.

Oder aber wir würden ein Projekt in Israel porträtieren. Dort gibt es seit langem Erfahrung mit Regenmachen, um die Wüste fruchtbar zu machen. Die thailändischen Königssöhne lernten dort ihr Handwerk.

Für Peter Cordani hingegen sind Wolken der Feind. Denn er will rund um Miami Hurrikane bekämpfen. Wie das funktioniert, hat er schon mehrfach bewiesen. Für uns steigt er wieder in seine „Canabera“ und bringt vier Tonnen seines Zauberpulvers Dyno-Gel auf Nanotechnikbasis aus. So wie die Hausfrau auf lästige Flecken einfach eine Prise Fleckensalz gibt, so schütten die Experten dieses eigens entwickeltes Polymerpulver auf die Wolken. Diese Chemikalie kann 2000 mal mehr als ihr Eigengewicht aufsaugen. Die „Wunderflocken„ verwandeln sich in Gel, werden so schwerer und fallen zur Erde. Der drohende Hurrikan löst sich buchstäblich in Luft auf. Eine Drehgenehmigung liegt bereits vor. Filmmaterial früherer Aktionen, mit denen er Stürme aufgelöst hat, gibt es bei amerikanischen networks. Wir würden ihn und seine 23 Experten im Firmensitz in Riviera Beach  porträtieren. Astronauten und Testpiloten arbeiten für ihn. Wir zeigen die Entwickler der Pulvers, die Wetterbeobachtung, die Vorbereitungen, wenn ein Hurrican aufzieht. Wir begleiten den Piloten beim Flug in die Wolken und zeigen, wie sich die Wolken auflösen. Zu gerne hätte er sein Können unter Beweis gestellt, als Hurrikan Andrew heranfegte. Immerhin verursachte der Sturm in Florida Schäden in Milliarden-Höhe, und Hurrikan Mitch verwüstete 1998 Honduras. Eine Garantie hätte er nicht geben können, daß er das Unheil hätte aufhalten können

Mit zunehmendem Wissen

Eine

Gewissensfrage.

Soll Technik, die all dies heraufbeschworen hat, eingesetzt werden, um eine Katastrophe zu verhindern? Da sie ja existiert. Und wann ist endgültig Schluß damit? Ist ein Stopp der Verwüstung überhaupt noch möglich? Oder verstaerkt jedes weitere Eingreifen nur den negativen Mechanismus noch viel mehr?

Ist der Zug längst abgefahren?

Bedeutet Wettermachen die Büchse der Pandora?

Nicht rückholbare Technik?

Ein Abwärtstrend, der nicht mehr zu stoppen ist, und jeder Versuch, sich dennoch entgegen zu stellen, verstaerkt die Katastrophe nur, statt sie zu verhindern? Die Untersuchungsergebnisse der Universitaet Hamburg [Max Planck Institut] scheinen dies zu ergeben. Sie schreiben von der asymmetrischen Wirkung von Wetterbeeinflussung. Und davon, daß ein Mechanismus zwar für einen Moment verzögert, ausgesetzt werden kann – dann aber um so heftiger nachgeholt wird. Das Wetter verhält sich dann wie die Menschen, die es betrifft: der yieper nach Sturm ließe sich dann so wenig verhindern wie Drang nach Schokolade und steak. Die Erde als Kühlschrank. Im wahrsten Sinn des Wortes.

Kann, wer Stürme auflöst, sie auch erzeugen? Ja, sagt Ingenieur Louis Michaud. Er hat im US-Bundesstaat Utah einen künstlichen Wirbelsturm getestet. Die Kräfte, die ein Tornado freisetzt, will er zur Energiegewinnung nutzen. Dabei wird Luft erwärmt und verwirbelt, ein künstlicher Sturm entsteht; zunächst kontrolliert in einem gigantischen Kamin.

Doch der Mißbrauch dieser Technik ist absehbar.

Spielfilme nehmen oft die Realität vorweg. In „Schirm, Charme und Melone“ kämpfen die legendäre Emma Peel und John Steed gegen Sir August de Wynter. Der hat eine Maschine erfunden, mit der er das Wetter manipulieren kann. Er erpreßt nicht nur die britische Regierung mit verheerenden Stürmen. Alle Staaten der Welt sollen in Zukunft hohe Abgaben an ihn entrichten. Und im TV-Thriller „Storm“ ist es gleich das Militär der USA, das die Kontrolle über die Stürme übernehmen will.

Wetter und Krieg sind ein ebenso „altes Paar“ wie die Menschheit. Das Wetter hat Kriege beeinflußt. Ein Gewitter verhalf zum Sieg in der Schlacht am Teuroburger Wald. 1281 versenkte ein Taifun mongolische Schiffe, die Japan überfallen wollten. Rußlandfeldzüge scheiterten am russischen Winter. Regen führte zu Mißernten, 1,5 Millionen Iren flüchteten vor dem Hunger und wanderten aus. Die Landung der Alliierten am D-day war nur möglich, weil nach tagelangem Regen die Sicht für wenige Stunden aufklarte. Und Sonnenschein über Hiroshima brachte den Untergang – die anderen potentiellen Ziele Kokura und Nagasaki wurden durch Wolken verhüllt. Das Wetter entschied so über den Verlauf von Kriegen. Das Wissen über die Entwicklung des Wetters kann so kriegsentscheidend sein, daß es bis heute in der US Armee Wetteraufklärer gibt, die als klandestine Vorauskommandos die Wetterlage in einem Einsatzgebiet erkunden. Von der Wettervorhersage zum Wetter-Beeinflussen ist es folglich ein logischer Schritt.

Auf der kalifornischen Air Force Base „China Lake“ – mitten in der Mojave-Wüste – wurden Techniken des Wettermachens für militärische Zwecke entwickelt. Dr. Pierre Saint Amand ist der Vater des Wetterkriegs. Heute lebt der Rentner in der Nähe der Kaserne, in Ridgecrest. Er schuf das Geheim-Projekt „Popeye“. 1966 begann er in Laos mit seinen Versuchen. Ein Jahr später setzte er Silberiodid-Flocken über Vietnam ein, um den Ho-Chi-Minh-Pfad verschlammen zu lassen.

Dr. Pierre Saint Amand hat bereits zugesagt, mit uns über sein Leben, seine Erfahrungen zu reden; Interviews zu führen, sich drehen zu lassen. Auch für „China Lake“ ist eine Drehgenehmigung zu erhalten.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt, was in der Zukunft möglich sein wird. Militärs, die in den 60 er Jahren am Wetter gedreht haben, werden dies auch in Zukunft tun, zumal es neue technische Möglichkeiten gibt.

Die alten Militäranlagen sind heute Museumsstücke, „China Lake“ ist heute vor allem ein gigantisches Testgelände für Waffen- und Munitionserprobungen aller Art. 1978 verbot die UNO, Wetter als Waffe einzusetzen. Wetterbeeinflussung darf nur noch zum Nutzen der Zivilbevölkerung eingesetzt werden.

In den 90er Jahren nutzten US-Militärs eine Lücke in der UN-Charta und verschaff­ten ihren Spionagesatelliten über Korea eine bessere Sicht. Bis 2001 warb das Militär damit auf der eigenen homepage.

Während des Millennium-Silvesters war ich beispielsweise die einzige deutsche TV-Reporterin im amerikanischen Atombunker Norad in den Cheyenne Mountains; eine security clearance liegt seitdem für mich vor.

2000 verkündete die US-Regierung, sie wolle die alten Programme der Wettermanipulation wieder aufleben lassen. Zuständig dafür ist das „National Center for Athmospheric Research“ in Boulder, Colorado.

Wenn Militärs an der Wetterschraube ´rumdrehen, weckt dies bereits Ängste. Wenn aber Krieger die Macht über das Wetter erlangen, dann können auch Terroristen das Wetter als Geisel nehmen. Schon heute betreiben Staaten wie Libyen und der Iran Wetterforschung. Wir haben Angst vor der islamischen Bombe. Wie stehen wir dazu, daß diese Staaten Versuche der Wetter-Beeinflussung durchführen? Ein britischer Forscher kennt die Anfänge der libyschen Versuche; er lehrt heute Orientalistik in Großbritannien.

Der Hurrikan Katrina übertraf mit 125 Milliarden Euro Schaden die wirtschaftlichen Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 bei weitem. Noch ist eine Sturmmaschine in den Händen von Terroristen Utopie.

Doch der erimitierte Prof. Helmut Lieths aus Osnabrueck warnt. Als Experte für Agrarwissenschaft, Ökologie, Botanik hat Helmut Lieth schon in der ganzen Welt gearbeitet – Island, Hawaii, Venezuela, sogar das Kernforschungszentrum Jülich gehörten zu seinen Arbeitsplätzen. Deshalb ist er der seriöse und unverdächtige Wissenschaftler par excellence, der jedoch zugleich der schärfste und evtl. sogar einzige Kritiker der Wettermanipulation ist. Er hat bereits der Mitarbeit an unserem Filmprojekt zugestimmt. Lieth weiß, wovon er redet. Er hat am Flughafen Atterheide ein Versuchsprojekt, um Nebel aufzulösen. Dort steht eine Antenne, die aussieht wie ein überdimensionaler Wäscheständer. Haarfeine Drahte sind über das Gerüst gespannt, in ihnen pulst der Strom; ein russisches Patent.  Immerhin sollen in Rußland bis heute Wettermacher vor wichtigen Paraden für „Zarenwetter“ sorgen. Lieth äußert sich sehr dezidiert über die Möglichkeiten der Wetterkriegführung und würde sich sogar mit dem statement exponieren, dass er in der Tat so manche Wetterkatastrophe in Wahrheit für das Resultat hält von Militärintervention, von Wetterkriegführung. Dafür würde er Beispiele bringen.

Dies ist keine Spökenkiekerei, keine Esoterik. Immerhin wollen Wissenschaftler des ehrwürdigen Massachusetts Institute of Technology Hurrikane durch Mikrowellen-Beschuß zu zerstören. (Beim MIT gilt es anzufragen, ob die Forscher eine Simulation eines solchen Mikrowelleneinsatzes haben.)

Die Zukunft hat schon begonnen.

BAY OF RIO  – photographed by Susanne Haerpfer

MEHR ZU DEM THEMA ERGIBT EIN EIGENES BUCH ÜBER WETTERBEEINFLUSSUNG – WIE VON MIR VORGESCHLAGEN; sukkzessive seit 2000.

Written by Susanne Haerpfer;

2001 war ich auf dem Weg in die USA, um Luftwaffenstützpunkte und andere Orte der WETTER MACHER zu besuchen. Ich hatte die security clearance des Pentagon dafür. Denn zuvor habe ich während des Millennium-Silvesters für Akte/SAT.1 im Atombunker „Norad“ der Vereinigten Staaten in den Cheyenne Mountains gedreht. 2001 saß ich in einer LH- Maschine über New York, als gerade die Attentate verübt wurden, so dass wir nicht wie vorgesehen in Miami landen konnten, weil alle Grenzen der USA geschlossen wurden. Unmittelbar nach 911 war an einen Besuch der Armeestützpunkte als Deutsche nicht mehr zu denken. Dies könnte jetzt anders sein – jetzt könnte es machbar sein das Feature zu vollenden.


Astronomical Architecture photographed by Susanne Haerpfer in India

 

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SCHREIB- UND RECHERCHEPROJEKTE FÜR DIE ZUKUNFT

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Das Italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie forscht an folgenden Themen

 

– interplanetary magnetic field (IMF)

– solar physics, magnetospheric physics, ionospheric physics and geomagnetism.
– tropospheric weather

– Tectomagnetic field

–          magnetic induction

–          seismomagneticnetwork

–          ionospheric plasma behavior

 

Phoenix berichtete “In den USA glaubt man, Meerwasser mit Radiowellen brennbar machen zu können.“

Anlaß, ausführlich dem Thema nach zu gehen

 

Das Institut für Strukturmechanik in Braunschweig arbeitet an Adaptronik, Aktuatoren und Oberflächenverformung

 

Das Institut für Mikrotechnik in Braunschweig entwickelt Technik für die Wandlung akustischer Signale in Licht.

 

Über Lichttechnik und Heligraphen berichtete 3sat im Juli dieses Jahres.

 

Brandeins schrieb über Biophotonenforschung in Japan und Deutschland, und wie Ernährung, Informationsübermittlung, Verwandlung von Licht und Selbstreparatur von Zellen zusammenhängen.

 

Manche Pflanzen kommunizieren mit Tieren per Ultraschall. Dies zeigte der Sender 3sat.

 

Gestreßte Pflanzen vererben die Erinnerungen an die negativen Einflüsse über mehrere Generationen weiter, meldeten Journalisten von Wissenschaftszeitungen. Sie berufen sich auf Forscher der Universitäten Basel und Minnesota.

 

Algen als direkte Elektrizitätslieferanten werden von amerikanischen Materialforschern untersucht.

 

Regenwälder als natürliche Blitzableiter ergeben sich aus der internationalen Blitz und Wetterforschung.

 

Der Deutsche Wetterdienst bietet einen thermischen Gefahrenindex.

 

Neue Formen von Neutronenwaffen entstehen durch sogenannte Sport- und Ernährungsforschung. Sie fanden heraus: Infrarotstrahlung kann Zellen vernichten.

Also das, was immer dann bestritten wird, wenn es um die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf Menschen geht.

 

Neodym-Eisen-Bor- und Samarium-Kobalt-Dauer-Magnete für Festplatten.

 

Elektromagnete als Projektile soll die Us Navy entwickeln.

 

Gauss-gun nennt die Zeitschrift Wired das.

 

Mi der Magnetosphäre beschäftigt sich das Goddard Forschungszentrum der US-Weltraumbehörde Nasa.

 

ARTE erwähnte in einem Beitrag die Arbeit der Universität  von Californien der NASA und des US-Energieministeriums. Demnach lösen sich Magnetfelder auf. Die Anomalien nähmen zu Ein magnetischer Wechsel stehe bevor

 

– Welche Folgen haben Klimaerwärmung, Erdbeben, Verschiebung der Plattentektonik auf das gps, auf Waffensysteme, auf Elektronik auf Zeitmessung? Welche Wechselwirkungen bestehen? Welcher Mechanismus wurde angestoßen? Welche Effekte sind nicht mehr rückholbar?

 

ZDfinfo berichtete Töne erzeugen Elektrizität.

 

Zeit ist nötig, um filmisch der Frage nachzugehen was dies für unsere Welt bedeutet in der es immer lauter wird.

Kombiniert mit der Tatsache daß elektrisch aufgeladene Luft brennt

Folgerichtig müßte dies – rein physikalisch gesehen – bedeuten zu viel Krach müßte buchstäblich einen Weltenbrand entfachen.

 

Ölfirmen ermessen mit Schallkannen tiefe Bodenschichten.

 

Welche Auswirkungen haben Technologien auf die Mantelkonvektion der Erde?

 

Der Chemie-Nobelpreis ging 2000 an Wissenschaftler die elektrisch leitende Kunststoffe entwickeln.

 

The National Institute of Standards and Technology (NIST) gehört zu U.S. Department of Commerce Gemeinsam mit Forschern aus Karlsruhe untersuchen sie Metalle Kristalle und Materialien ob, wie und welche Informationen sich in ihnen speichern lassen

NEUGIERIG GEWORDEN?

Einige der Kapitelthemen verdienen es, differenziert dargestellt zu werden. Extra-Bücher widmen sich außerdem

Wetter-Krieg – Wetter-Machen Wetter-Beeinflussen

AUSBLICK – Die Zukunft des Global positioning system GPS UND GALILEO

LUFTFAHRT SECURITY

Security-Technik/security Themen & Überwachung

Sicherheit zur See – Piraterie und mehr

TECHNIK UND DER MORD AN UWE BARSCHEL Technik die zum Tod führte und  Technik, die helfen kann, ihn auf zu klären

NEUE PROJEKTE

 

–          Ultraton

–          Kavernen durch Ultraschall

–     Rekombinanz Oder weshalb „ohne Gentechnik“ nicht gleichbedeutend ist mit risikofrei

–          Directed energy

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Dieses Fernseh Konzept zum Thema Gefahren durch Tetra würde ich gern filmisch umsetzen. Investoren und Auftraggeber sind also willkommen..

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 photo – Susanne Haerpfer

VON ET, ALF UND KAMIKAZE-KAKERLAKEN ODER WISSENSCHAFT GANZ REAL

Von Susanne Haerpfer | 21.Mai 2010

Sensationen kommen oft unscheinbar daher. E = mc² macht, rein formal betrachtet, zunächst nicht sehr viel her und gehört dennoch zum Spektakulärsten, was die Menschheit als verdichtete Erkenntnis zu Papier brachte.

Ähnlich ist der Satz Frank Drakes einzustufen, den Heise jetzt zitierte: Wasserstoff strahlt im elektromagnetischen Spektrum. „Im Wissen, dass weltweit keine Funklizenzen für Frequenzen auf der Wasserstofflinie aufgrund ihrer radioastronomischen Bedeutung verteilt wurden.” (1)

Diese Feststellung aber straft der Behauptung Lügen, es gäbe keinen Elektrosmog – mit allen juristischen Konsequenzen. Wenn Wasserstoff, also der Stoff, aus dem unser Leben besteht, funkt, dann erhält Wasserstoff im Umkehrschluß auch Informationen. Damit ist aber nicht absehbar, was elektromagnetische Wellen in Pflanzen, Tieren und eben auch im Menschen anrichten.

Noch einmal, weil Drakes Satz zu bedeutsam ist: Der Weltraum wurde offenbar als wichtiger eingestuft als die menschliche Spezies. Menschen dürfen nicht auf der Frequenz funken, auf der sie selber senden, nur ohne es zu wissen. Menschen dürfen nicht funken auf der Frequenz, auf der die Moleküle bereits funken, aus denen sie gemacht sind. Damit aber haben Moleküle mehr Rechte, als der Mensch, den sie bilden. Oder überspitzt formuliert – die Außerirdischen sind besser geschützt als die Menschen.

Denn wenn es dem Menschen verboten ist, auf der Frequenz zu funken, auf der es der Wasserstoff tut, wegen der – Zitat: „radioastronomischen Bedeutung“, dann hat der Weltraum einen geschützten Status, dann haben sich die Außerirdischen eine Schutzzone geschaffen, die der Mensch bis heute nicht hat. Denn es wird gefunkt, was das Zeug hält.

Physik ist unteilbar. Wenn „wegen der radioastronomischen Bedeutung“ nicht auf der Wasserstoff-Frequenz gefunkt werden darf, dann ist diese besonders schutzwürdig und –bedürftig. Dies wiederum heißt: Elektromagnetische Wellen wirken auf Wasserstoff, auf Organismen, die daraus geformt sind.

Damit aber stört nicht nur Technik Technik, was unbestritten ist, sondern auch Technik biologische Systeme. Dies wiederum hat Auswirkungen auf Sender aller Art, vom Mobilfunk, über TV-Stationen bis zu Militäranlagen.

Vor diesem Hintergrund sind die Anlagen von HAARP zu sehen. Sie kreieren, je nach Sichtweise entweder einen Schutzgürtel um die Erde, indem elektromagnetische Felder, die Störungen aus dem All abwehren – seien es bewusste oder unbewusste. Die Wellen können aber auch als Waffe wirken.
Fragt sich nur, gegen wen sich die elektromagnetischen Wellen wenden. Oder anders gefragt: Wen verklagen die Außerirdischen?

Frank Drakes Satz hat aber noch viel weit reichende Folgen, die über das irdische System von Schadensersatz hinausreicht. Der Wissenschaftler sagt: Das Wasserstoffmolekül funkt. Dies heißt, chemische Moleküle und biologische Systeme senden Signale, und zwar selbständig und unabhängig
vom Menschlichen Einfluß. Neben dem Menschen gibt es also bereits Daseinsformen auf unserer Erde, die kommunizieren, und in den Weltraum hinein Signale senden. Es gibt also auf der Erde längst Künstliche Intelligenz (KI) und ALFs, Alien Life Forms, also Formen von Leben, das öffentlich nicht als solches gesehen und bezeichnet werden.

Weil es so bedeutsam ist, kann man es gar nicht oft genug wiederholen:

Moleküle funken.
Moleküle funken.

photographed by Susanne Haerpfer

Was heißt das für die Chemische Industrie?
Was heißt das für alle die Stoffe, neuen Materialien und Substanzen, die kreiert wurden?

Ohne abzusehen, wie diese miteinander reagieren, gar untereinander und mit anderen kommunizieren, sich zu Neuformationen verabreden? Wem das zu gewagt erscheint, der lese, was Forscher wie Stehen Rasmussen und Mc Caskill kreieren: Sie haben das erklärte Ziel, „Kreaturen nie zuvor gesehener Art zu bauen.“ (2)

Die (Welt-) Geschichte wiederholt sich – der Apfel der Erkenntnis, der zugleich Beginn ist, aber auch den Niedergang einläutet, der Schöpfungsprozeß zum Weltuntergang. Die Chemie, die zur Klimaveränderung führt und somit bewirkt, dass Inseln bereits jetzt untergehen, Länder verschwinden, Umsiedlungspläne für Tier und Mensch ausgearbeitet werden; das Arche Noah-Prinzip im modernen Gewand. (3)

Der Notfallplan, wenn der Geist nicht zurück in die Flasche will. Wir reden im Grunde über das, was im Spielfilm „Matrix“ so glitzernd dargestellt wird – der Überlebenskampf von Menschen gegen Maschinen. Die Geschichte von Hal, dem Sprachcomputer aus „Space Odyssee“ (zur Erinnerung: funkende Moleküle, sic hic), der abgeschaltet werden soll, dieses mitbekommt und vorher den Menschen ausknipst.

Die Rede ist auch von dem „piepsenden Erdtrabanten“, die Welt, die selbst ein Resonanzkörper ist, Informationen in´s Weltall sendet (vgl. auch: „Der Behördenspiegel September 2009). Elektromagnetische Wellen stören sich gegenseitig. Das ist bekannt. Diesen Effekt nutzen sogenannte Killersatelliten. Was aber, wenn es Störmanöver gibt, die nicht bewusst durch Menschen verursacht wurden? Wenn eben Wasserstoffmoleküle funken und so anderen in die Quere kommen? Oder die Frage: sind manche unerklärlichen Satellitenabstürze gar nicht so unerklärlich?

Wenn Wasserstoff funkt, dann funken auch alle andere Teile des Koordinaten-Systems, des Chemiebaukastens. Dann müsste in Chemiefabriken eine Kakophonie von Molekülen hörbar zu machen sein.

Philipp Glass, Tom Waits und 12-Ton-Musik bei Farben und Lacken. Welche Bedeutung hat das für die anderen Frequenzbänder? Gibt es quasi einen permanenten Hörsturz für kleine Moleküle?
Und was heißt das für Nanotechnik? Was bedeutet Drakes Erkenntnis für Atomkraftwerke?
Funkfrequenzen lassen Beton bersten. Dies wird genutzt, z.B. um Staudämme auf ihre Dichtigkeit zu prüfen. Wurde jemals die Katastrophe von Tschernobyl unter diesem Gesichtspunkt untersucht? Welche Rolle haben möglicherweise elektronische Steuerungssysteme gespielt, wie die von Toshiba. Welche Konsequenzen hat Funken für Atomkraft? Ganz übliches, normales Funken von anderen technischen Einrichtungen. Aber auch – vor dem Hintergrund des Drake´schen Satzes: Können sich Atome in Atomkraftwerken entschließen, sich und das containment aufzulösen? Sozusagen: „Cobra, übernehmen Sie! Nach der Info-Übermittlung zerstört sich das Band selbst binnen zwei Minuten“, so wie es bereits in der TV-Serie zu sehen war, auch wenn dies binär hervorgerufen wurde. Sozusagen: „Mission Impossible Teil IV“ .

photo by Susanne Haerpfer

Drake schildert im Grunde, dass biologische, chemische und mechanische Systeme gleichzeitig funken, also kommunizieren. Der umstrittene Gründer von Scientology, Ron Hubbard, beschrieb dies mit seinen Beobachtungen schreiender Tomaten. Weiterentwickelt würde dies bedeuten: ein E-Meter für Plantagen – Bio-feedback für Banane und Arbeiter ungleich oder „kindisch“ formuliert: à la Sesamstraße – „Bert telefoniert mit der Banane“ scheint einen sehr viel wahreren Kern zu enthalten, als Erwachsene allgemein zu akzeptieren bereit wären).

Der anerkannte Wissenschaftler Volker Arzt, der nicht als sektenhörig verunglimpft werden kann, bestätigte jüngst in einer TV-Dokumentation bei Arte, dass Pflanzen miteinander „reden“, über Duftstoffe Informationen austauschen, oder über elektrische, elektronische Signale sich warnen. (4)

Dies ist bedeutsam für die Definition von Leben. Und der Frage, in welcher Form Informationen existieren, übermittelt und gespeichert werden. Was funken denn unsere Planzen so in den Weltraum? Was übermitteln Pflanzen, die in Raumfähren Versuchen ausgesetzt werden, an ihre Artgenossen? Flapsig formuliert: Haut bloß ab, die haben auf der Erde echt gefährliche Farmen, Treibhäuser, etc. (sozusagen die Argumente von Veganern). Oder: Welche Erkenntnisse gibt es bereits aus der Weltraumforschung, die noch gar nicht ausgewertet wurden?

Können Licht, Chemie, aber auch Pflanzen als Speichermedium dienen? Können prähistorischen Pflanzen Informationen entlockt werden? Welche Informationen sind beispielsweise in den Kristallschädeln enthalten, die keine Fälschungen sind, sondern tatsächlich prähistorisch. Immerhin wurden einige auch von der Computerfirma Hewlett Packard (HP) untersucht, wenn auch unter einer anderen Fragestellung. (5)

photographed by Susanne Haerpfer

Welche neuen Kombinationen gibt es, Leben wahrzunehmen, aber auch welche Bedeutung hat dies für den Versuch, die Weltformel zu finden, den Beweis zu entdecken, daß es mehr als drei Dimensionen gibt. Welche Bedeutung hat dies für Quantenphysik und Weltraumforschung?
Oder bildlich gesprochen: kann ET per Geruch nach Hause telefonieren?
Funktioniert das „Eliza“- Prinzip tatsächlich? Also mit Tieren “reden” – oder Empathie empfinden.
Welche Bedeutung hat das berühmte Rattenexperiment für´s Überleben?
Biologen fanden ja bereits vor Jahrzehnten heraus, daß alles, was eine Ratte irgendwo auf der Welt einmal gelernt oder erlitten hat, anderen Artgenossen auf anderen Kontinenten per Gedankenübertragung mitteilt. Was bedeutet Drakes Entdeckung für die jetzigen Neuro-Experimente? Gegenstände per Gedankenkraft zu bewegen? Wie viel Eigenleben hat Materie? Immerhin sind es ja zusammengefügte Moleküle, die funken. Oder haben manche Kinder Recht, wenn sie die Schmerzen fühlen, wenn andere ihren Spielsachen weh tun.

Moleküle funken.
Moleküle funken.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Unterhalten sich kaputte Plastikpuppen und defekte Teddys? Worüber reden Autos und andere Alltagsartikel?
In Belgien entwickeln Forscher eine Kommune, in der Roboter mit Kakerlaken leben, mit ihnen reden, Teil der Gemeinschaft werden. Ganz real. Sie sollen sie unter anderem bezirzen mittels einer
Phereomon-Chemie-Funk-Verbindung. (6)

Die Forscher haben laut TV-Beitrag sogar daran gedacht, daß Kakerlaken soweit gehen könnten, sich zusammenzurotten und sich gegen ihre Schöpfer zu wenden. So wie Hal, der Computer. Dann soll der Stecker gezogen, die Batterie der Robbies gestoppt werden. Doch: was, wenn die Kakerlaken das verhindern? Einfach durch Bewegung, Energie herstellen und so ihre neuen Freunde, die Roboter, am Leben erhalten? Oder Kamikaze-Kakerlaken, die sich opfern, um die Revolution zu wagen? Ninja-Turtles sozusagen.

Im Spielfilm Nr 5 lebt, frißt der kleine Außerirdische jede Information, die er aus dem Fernsehen aufschnappt. Was lernen denn all die Gegenstände und Tiere, wenn sie Fernsehen und Radio hören? Welche Interaktion gibt es längst zwischen Elektronik und Tieren, ohne das Forscher dabei sind? Oder was genau hat die Forscher auf das Kakerlaken Experiment gebracht? Gibt es Phänomene (à la Rupert Sheldrake z.B.), die unerklärlich sind, und in Belgien wagt man es, dem nachzugehen, “kontrolliert” gewissermaßen, während im Freiland dieses längst unkontrolliert, ohne Beobachtung vom Menschen geschieht. Lernen gar nicht die Roboter mit den Kakerlaken zu leben, sondern die Menschen, wie sie mit den klugen Robotern und Kakerlaken auskommen können? Nachhilfeunterricht für den blöden Menschen sozusagen? Das Undenkbare denken.

Welche andere Form von Denken, von Geistesblitz gibt es? Was steckt hinter dem menschlichen Versuch, das Unfaßbare in Worte zu kleiden? Wir reden von Erleuchtung, wenn wir Erkennen. Bereits Goethe wurde durch den „Spuk“ inspiriert. Wir sprechen vom „Sorcerer´s apprentice“, vom Zauberlehrling, der vom Besen beherrscht wird.

Welche neuen Formen, zu kommunizieren, ergibt sich aus der Erkenntnis, daß Moleküle funken? Informationsübermittlung per Molekül? “Mein Computer hat ein Eigenleben”, diesen Eindruck haben Büromenschen häufiger. Was aber, wenn vermeintliche Science fiction Autoren viel näher an der Realität wären? Wenn tatsächlich sich Moleküle selbst organisieren und bei Bedarf zu Informationen oder Gegenständen zusammenfügen und wieder lösen? Welche Kombinationen von Licht – Funk – elektromagnetischen Wellen – Terrahertz – Weltraum – biologischen Systemen – Chemie – energetischen Zuständen – physikalischen Formen und Übergängen (Eis – Gas – fester Gegenstand) sind denkbar für Kommunikation, als Speichermedium oder als Kodierungssystem.

Informationen über solche Versuche, die dann wortwörtlich als NATO cosmic eingestuft und geschützt würden; durch codes, die kombiniert wären durch einen Zeitcode, sowie durch Sprachen, die so exotisch sind wie die der “windtalker” der Navajos, die für Nachrichtendienstliche Übermittlung benutzt wurden – nur dieses Mal wortwörtlich genommen: Wind und andere energetische Zustände als Inhalt, als das Geheimnis per se, zugleich als seine Übermittlungsform. Blitze schaffen neues Leben. (2)

Bakterien und Moleküle interagieren miteinander. Offenbar hatten manche Alchemisten des Mittelalters mehr Recht, als ihnen zugestanden wurde. Laut Spiegel jedenfalls scheint es das Perpetuum mobile des Lebens tatsächlich zu geben – Bakterien sollen Gold erzeugen und vermehren können. (7)

photographed by Susanne Haerpfer

Bereits jetzt werden sogar in Deutschland Kunstwesen geschaffen aus Elektronik und Chemie. Licht, Chemie und Elektronik interagieren miteinander. Erneut ein Perpetuum mobile. Das Licht, das diese chips senden, speist zugleich ihre eigene Elektronik. So wie die Symbiose des Horrors zwischen Kakerlaken und Robotern.

Der Spiegel schrieb viel sagend in der Ausgabe 1 des neuen Jahres 2010:
“Im jüngsten Kapitel der Universumsgeschichte dann verwandelte sich das Geschwätz von Neuronen unvermittelt in Menschengeist.”

Wann geschieht das? Im Spielfilm “Der 200 Jahre Mann” mit Robin Williams ist es der Moment, in dem sich der Roboter verliebt. Das ist sympathisch. Damit wird auch die jetzige Forschung promotet. Es macht Roboter menschlich und damit liebenswert. Doch: Wann bekommt der Werbespruch “Toys ´r us” eine neue Bedeutung? Wir sind nur Spielzeug? Denkste. Dann werden wir nur noch Spielzeug sein – das sind dann wir nur noch Spielball in der Hand dessen, was einst von uns erschaffen wurde.

Quellen:
(1) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32402/1.html
(2) http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/26/26663/1.html&words=Blitze%20schaffen%20neues%20leben&T=blitze%20schaffen%20neues%20leben
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68525307.html

(3) http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-03/16458344-umstrittene-insel-im-golf-von-bengalen-im-meer-versunken-003.htm
(4) http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1077003,day=4,week=4,year=2010.html
(5) http://en.wikipedia.org/wiki/Crystal_skull
(6) http://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/sendung/107893576_wenn+kakerlaken+freunde+werden
(7) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69407394.html

http://www.radio-utopie.de/2010/05/21/von-et-alf-und-kamikaze-kakerlaken-oder-wissenschaft-ganz-real/#more-19345

photo si [e] H = Susanne Ingeborg Haerpfer

Heise/TelepolisMurphy ist überall

Susanne Härpfer 16.09.2008

Im Dienst der Kunden und der Sicherheit fackelten sie Fahrzeuge ab, zerlegten Turbinen und fahndeten nach den Bösewichtern dieser Welt: Die Arbeit des Allianz-Zentrums für Technik (AZT)

Die Allianz schickt Manager in Rente. Ausgerechnet am 11.9. dieses Jahres verkündete (1) der Versicherungskonzern einen gewaltigen Umbau. Der bisherige Vorstand Dr. Helmut Perlet werde ab kommenden Jahr das Vorstandsressort an Oliver Bäte abgeben, natürlich aus eigenem Wunsch. Als sei dies eine Pressemitteilung eines Lottospielunternehmens, wird darauf hingewiesen: „Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen.“

Nicht der einzige Manager, der gehen muss. Auch Lutz Cleemann hat es getroffen. Er war einer von zwei Geschäftsführern des Allianz-Zentrums für Technik (2) (AZT). Dies saß ganz unscheinbar inmitten von Reihenhäusern im Münchner Vorort Ismaning. Inzwischen ist es umgezogen nach Neuperlach. Auch ansonsten hat sich einiges verändert. Inzwischen gelte die klare Maxime, so ein leitender Mitarbeiter auf Anfrage, nur noch im Dienste der Interessen der Versicherung zu stehen. Das AZT ist seit Anfang des Jahres der Risikoberatung für Industriekunden angegliedert und nennt sich seitdem AZT Risk and Technology – schließlich gehört man jetzt zum internationalen Industrieversicherungsgeschäft der Allianz, der Allianz Global Corporate and Specialty unter Leitung von Hermann Jörissen.

Unter Cleemann hingegen betonte man noch die Unabhängigkeit, denn schließlich wurden seine Ghostbuster aus Ismaning immer dann gerufen, wenn eine Firma irgendwo auf der Welt ein unerklärliches technisches Problem hatte; unabhängig davon, ob sie bei der Allianz versichert war oder nicht. Die Spezialisten des AZT wollten nicht nur deshalb findig sein, damit die Versicherung nicht zu zahlen brauchte. Dies schuf Vertrauen. So entstand eine gewaltige Datenbank, in der viele Schwachstellen von Betrieben weltweit archiviert sind. Diese Daten in der Datenbank gibt es bis heute, die Struktur und die Ziele der Firma, die sie einst erhoben, haben sich geändert.

Und so kam die Datenbank zustande. Es begab sich zu der Zeit, in der James Bond, Techniktüftler Q und eine Schar weiterer Spezialisten in Ismaning werkelten. Doch nicht der Geheimdienst ihrer Majestät war ihr Arbeitgeber, sondern das Allianz-Zentrum für Technik (AZT) der gleichnamigen Versicherung. Dafür fackelten sie Fahrzeuge ab, zerlegten Turbinen und fahndeten nach den Bösewichtern dieser Welt. „Im Dienste unserer Kunden und der Sicherheit“, sagte Lutz Cleemann; zuständig für alles, was in der Industrie schief gehen kann und die Zukunft bringen wird. Sein wichtigster Mitarbeiter war Jürgen Lieske, gelernter Japanologe mit der Lizenz zum weltweiten Türen-Öffnen. Die brauchte er, denn sein Gegenspieler war der gefürchtete Mr. Murphy. Nach ihm wurde Murphys Gesetz benannt, demzufolge alles schief gehen wird, was schief gehen kann. Dieses Gesetz hing an Lieskes Bürowand.

Warum die Dinge zurückschlagen

Murphy kommt in Gestalt von raffgierigen Vorständen, skrupellosen Betriebsleitern, schludernden Handwerkern, gedankenlosen Verwaltern. Denn Geiz ist überhaupt nicht geil, sondern oftmals fahrlässig. Von den katastrophalen Konsequenzen lebten Lutz Cleemann, Jürgen Lieske und all die anderen. Denn wenn jemand am Material, der Verarbeitung, der Qualität gespart hat, rächt sich das. Heizkraftwerke explodieren, Lagerhallen brennen ab und Büros stehen unter Wasser. Und dann wurde Cleemanns Truppe gerufen. Ihre Lieblingsbücher waren „Wider die Götter“ und „Why things bite back“ – warum Dinge zurückschlagen.

Billiglampen können einen Kurzschluss verursachen, das vermeintliche Schnäppchen führt zum Wohnungsbrand und kostet so die Existenz. Billigbillig, schnellschnell – das mag zwar auf kurze Sicht Profit bringen, auf lange Sicht aber schädigt es erst die Verbraucher, dann die Versicherung und letztendlich auch die vermeintlich sparende Firma. Denn nach einem Großbrand geht die Hälfte der Unternehmen sofort Pleite und weitere 30 Prozent überleben die folgenden zwei Jahre nicht.

„Deshalb schauen wir uns an, wie die Unternehmensziele formuliert sind. Daraus können Sie schon viel über das Sicherheitsbewusstsein ableiten“, erläuterte Cleemann persönlich sein Credo. „Geht es einer Firma nur um kurzfristiges Profitdenken oder nimmt sie das Aktiengesetz ernst.“

symbol photographed by SI[e] H

Demnach können nämlich Unternehmer und Manager haftbar gemacht werden, wenn sie keine Vorsorge bzw. Frühwarnung im Rahmen des betrieblichen Risikomanagements betreiben. KonTraG heißt das Gesetz, das seit Mai 1998 in Kraft und eine der Waffen im Arsenal des AZT ist. Cleemanns Analysen klangen kritischer als die von Greenpeace und Attac zusammengenommen. Wurde er deshalb als unbequemer Mahner in Rente geschickt? Heute behaupten Mitarbeiter, die Arbeit ihres früheren Chefs sei nicht immer zielführend gewesen, was immer das nach den heutigen Vorgaben bedeuten mag. Der weißhaarige Chef entsprach zumindest dem Klischee eines altehrwürdigen Geschäftsführers von geradezu hanseatischer Vornehmheit. Nur seine flinken Augen verrieten Schalk und kämpferisches Selbstbewusstsein.

Er und sein Team hatten all den Milchmädchen und ihren Rechnungen den Krieg erklärt. Zum Wohle der Allgemeinheit. „Senkt man zum Beispiel bei rostfreiem Stahl den Chromgehalt von zwölf auf zehn Prozent, kann es sein, dass der Stahl nicht mehr korrosionsbeständig ist, und das kann teuer werden“, erzählte Johannes Stoiber, zuständig für Material- und Werkstoffprüfung. Haut es eine Gasturbine im Wert von 50 Millionen Euro durch, wurde er gerufen. Dann sammelte er Indizien, Eindrücke, Spuren, und wären sie noch so klein. Denn der Teufel steckt im Detail und seine Verbündete ist die Milchmädchenrechnung vermeintlicher Einsparungen, die teuer zu stehen kommen.

Die Forsensiker der Industrie

Oft führen kurzfristige Einsparungen von einigen tausend Euro zu einem Millionenschaden. „Wie bei dem Brand in Dresden“, erinnerte sich Jürgen Lieske. „Wir haben gravierende Mängel festgestellt, doch die Firmenleitung wollte nicht hören. Sieben Jahre später kam die Quittung: durch den Brand entstand ein Schaden von 15 Millionen Euro. Wir konnten nachweisen, dass das Feuer zu vermeiden gewesen wäre, wenn man rechtzeitig gehandelt hätte.“

Ein wenig wollten sie die Welt besser und sicherer machen. Deshalb muss manchmal etwas kaputt gemacht werden. Dafür rissen die AZTler Spielzeugpuppen die Beine aus, zersägten Schaufelräder und zerlegten Wäschetrockner. Als sie noch kleine Jungs waren, bekamen sie dafür etwas auf die Finger, dann Prämien. In der Werkstatt beugte sich Lieskes Kollege über einen verkohlten Klumpen, der mal ein Toaster war. Daneben das baugleiche Modell, im tadellosen Zustand. Bis der Mechaniker Hand an ihn legte. Schräubchen für Schräubchen sezierte er das Gerät. Dabei trug er Handschuhe wie bei einer Obduktion. So wollte er der Frage auf die Spur kommen, ob dieser Toaster gefährlich ist und falls ja, ob dies für die ganze Serie gilt. Dann müssten tausende Toaster zurückgerufen werden. „Wir sind die Forensiker der Industrie“, erläuterte Lieske. Nur manchmal veranstalten sie dabei ein Kettensägenmassaker. „Was meinen Sie, wie viele Sägeblätter wir brauchten, um das Rad einer Windenergieanlage zu zerlegen“, erinnerte sich der Kunstliebhaber, für den die Aktion einem Happening gleichkam.

Gewissermaßen der Pyromane vom Dienst ist bislang noch Christian Wittenzellner. Er fackelt schon mal Weihnachtsbäume ab, stellt Zimmerbrände nach, zündelt in Fahrzeugen. Mit diesen Brandversuchen leistet er aber nicht nur Detektivarbeit, sondern er hat auch das feuerfeste Material entwickelt, das die Allianz-Arena in München ziert.

Manchmal werden sie durch Schaden klug. Oder durch eine Maus. Die gilt inzwischen als das Maskottchen der Firma und hat, eingegossen in Plexiglas, Unvergänglichkeit erlangt. Jene Maus also knabberte an einem Stromkabel, löste so einen Kurzschluss aus, der zu einem brennenden Hochhaus führte. Die verkohlten Überreste der Maus blieben. Ebenso wie dreißig Millionen Euro Schaden. Seitdem achten Versicherer darauf, dass Kantinen weit entfernt von der eigentlichen Baustelle sind, um keine Nager anzulocken. . Die Sache mit der Maus könnte aus dem Drehbuch des Horrorfilms „Final destination“ stammen. In dem setzt stets eine Kleinigkeit eine Kettenreaktion in Gang und am Ende ist wieder ein Mensch tot.

Noch winziger und noch fataler war das korrodierte Ventil einer Kontrolleinheit für die Ölförderung. Ein Kügelchen, so klein wie bei den Geduldspielen aus dem Kaugummiautomaten, korrodierte unvorhergesehen, zerriss so die Hydraulik eines Bohrkopfs und verursachte einen Millionenschaden. „Ein Beispiel für die Binsenweisheit ‚Das Gegenteil von gut ist oftmals gut gemeint'“, grinste Johannes Stoiber und gab einen Exkurs in Materialkunde. „Die Maschinenkonstrukteure haben einen Stahl verwendet, der auf maximalen Verschleißfestigkeit ausgelegt war. So paradox dies klingen mag, das war der Fehler.“

photo by Susanne Haerpfer

Der „metal detective“ deutete auf ein Rasterelektronenmikroskop-Foto. „Bei solch einem Stahl ordnen sich die harten Kristallite zu einem Netz an, dort setzte die Korrosion an.“ Heute werden die Ventile aus einem anderen Material gefertigt und die Welt ist wieder ein klein wenig sicherer geworden.

Das Wissen um die Schwachstellen der Konzerne

Gespür für die Tücken des Alltags müssen die Mitarbeiter des AZT mitbringen, die Bonds des AZT. Jürgen Lieske wäre die Idealbesetzung für die Rolle. So wie er als Japanologe fremde Kulturen dechiffriert, versucht Zeichen zu lesen und Klarheit in der Welt der Hiragana, Katagana und Kanji zu bringen, so versuchte der Zwei-Meter-Mann hinter Firmengeheimnisse zu kommen.

Lieske öffnete sein Notebook. Auf einem Foto ist ein Dutzend Kaffeemaschinen zu sehen sowie das dazugehörige Gewirr von Kabeln in Mehrfachsteckern. Das dazugehörige Büro beschäftigt sechs Leute. „Was schlussfolgern Sie aus dem Bild?“, will Lieske wissen. Ich tippe auf einen Fall von Schleusung und Schwarzarbeit, denn offensichtlich sind mehr Leute beschäftigt, als angegeben. Lieske nennt die wahre Lösung: Diese Leute konnten sich noch nicht einmal auf eine gemeinsame Kaffeemaschine einigen, wie sieht es dann erst im Unternehmen aus? Mal abgesehen vom Brandschutz, bei den vielen Mehrfachsteckern kokelt es bald.“

Was sich wie Kaffeesatzleserei anhört, ist in Wahrheit Aufklärung in bester Bond-Manier. So wie UN-Waffeninspektoren können Jürgen Lieske und seine Kollegen in Betrieben jede Tür öffnen. Dann rümpfen sie die Nase über verbaute Sprinkleranlagen, über den weitverbreiteten Panikweitsprung (verstellte Fluchtwege), das Suchbild Feuerlöscher, die Blumenvase auf dem Firmenrechner oder die Friteuse im Rechenzentrum.

Sie kennen die Schwachstellen vieler Konzerne. Geheimdienste aller Länder würden vor Neid erblassen, wenn sie in der Allianz-Datenbank erspähen könnten, was nicht nur Cleemann und Konsorten über Firmen in aller Welt wissen. Die Ergebnisse ihrer Analysen werden daher als geheime Verschlusssachen gehandelt. Immerhin lagerten sie für Brasilien Komponenten für ein Atomkraftwerk ein, überprüften per Fernwartung die Schwingungen eines Kraftwerks in Vietnam, untersuchten die Sicherheit von Nahrungsmitteln und Medikamenten und erstellen Rückrufpläne für den Fall, dass etwas schief gegangen sein sollte.

Da die Fachleute des AZT wissen, was bei Atomkraftwerken so alles ausfallen kann, waren sie es auch, die den Fehler bei der Ariane fanden: Haarrisse machten dem Shuttle den Garaus. Manchmal ist es simpler gesunder Menschenverstand, praktische Hausfrauenlogik, die eine Katastrophe erklärt. So zeigte Physik-Nobelpreisträger Richard Feynman, wie das Challenger-Unglück passieren konnte: Er tauchte Gummiringe in Eiswasser.

Manchmal aber ist wirkliches Insiderwissen gefragt: Blackouts oder brown outs, wie Stromausfälle auch genannt werden, gehören ebenso zum AZT-Repertoire wie die Verletzbarkeit durch Terroristen. „Bei Themen, die nicht zu unserer Kernkompetenz gehören, holen wir uns Unterstützung“, erläuterte Lieske. „Zum Beispiel durch den Nachbarn unserer Berliner Filiale die britischen Sicherheitsspezialisten Control Risks. Wenn uns ein Unternehmen beauftragen würde, einen Angriff durch Terroristen auf ihre Anlagen unter realen Bedingungen durchzuspielen, könnten wir auch das.“

Heute, nach der Telekom-Abhöraffäre, mag man daran nur ungern erinnert werden. Überhaupt will man sich auf gar keinen Fall in der Nähe von James Bond oder anderen, real existierenden Nachrichtendiensten sehen. Das war nicht immer so.

Am 18.11.1985 schrieb der Spiegel, Wolfgang Schieren, Vorstandsvorsitzender der Allianz-Versicherung, ließ Geld sammeln, damit der Bundesnachrichtendienst (BND) mit dem Privatdetektiv Werner Mauss einen Vertrag schließen und ihn auf Terroristenjagd schicken konnte. Ansonsten hätten die Versicherer hohe Summen zahlen müssen.

Mit Werner Mauss verband die Allianz viel, wenn man Stefan Aust Glauben schenken darf. In seinem Buch „Mauss – ein deutscher Agent“ heißt es auf Seite 54: „Seit 1965 hatte er vor allem für die Allianz-Versicherung gearbeitet, vorwiegend im Bereich des organisierten Kraftfahrzeugdiebstahls mit Schadenssummen über 100 000 Mark.“

Eine frühe Form der Public Private Partnership gewissermaßen. Eine Zusammenarbeit zwischen der Versicherungswirtschaft und dem Bundeskriminalamt (BKA) gibt es heute, wie BKA-Pressesprecherin Sandra Clemens auf Anfrage mitteilt: „Das Bundeskriminalamt arbeitet im Rahmen seiner Zuständigkeiten – zum Beispiel im Phänomenbereich Eigentumskriminalität (Rückführung von im Ausland sichergestellten Fahrzeugen) – auch mit privaten Institutionen (zum Beispiel Versicherungsgesellschaften oder deren nationalem Dachverband) zusammen. Seitens des BKA wird dabei der Kontakt zu der Institution aufgebaut.“

Um Ermittlungen ganz anderer Art ging es im Rahmen des Visa-Skandals. Der Untersuchungsausschuss wollte herausfinden, wie es sein konnte, dass die sogenannten Reiseschutzpässe die höchsten ministeriellen Weihen sowohl des Bundesinnenministeriums unter Otto Schily als auch des Bundesaußenministeriums unter Joschka Fischer erhalten konnten. Mit Hilfe der umstrittenen Papiere konnten tausende Ukrainer legal nach Europa einreisen, und dann illegal abtauchen. Derjenige, der die Reiseschutzpässe kreierte, hatte für die Allianz gearbeitet. Gedruckt wurden sie von der Bundesdruckerei, an der die Allianz beteiligt war.

2005 berichteten Focus und Die Zeit, die Union wollte die Verbindung des Außenministers zum Finanzvorstand der Allianz, Paul Achleitner, problematisieren. Nach Angaben dieser Printmedien sei Achleitner befreundet mit dem damaligen Außenminister und habe ihn auf seiner Finca in Mallorca wohnen lassen.

Doch die Welt ist nicht genug. Die Zukunft steht auf dem Spiel. Deshalb brachte Lutz Cleemann eine Studie über die Risiken der Nanotechnik heraus. Nanopartikel überwinden die Blut-Hirn-Schranke im menschlichen Körper. Doch wer sagt den Teilchen, ob sie als Medizin im menschlichen Körper oder als Gift wirken? Wir führen heute eine Debatte über die Gefahr durch Feinstäube, doch Nanoteilchen sind um ein Vielfaches kleiner und dringen deshalb durch die Haut und in die Lungen.

Für Nano-Produkte gibt es keine Normen; und das, obwohl sie bereits in der industriellen Fertigung sind. Für die neuen Stoffe gelten weder TÜV-, noch DIN- oder ISO-Normen. Ohne verbindliche Standards keine einheitlichen Messverfahren, und ohne die gibt’s keine Arbeitsschutzbestimmungen, keine Grenzwerte für die Bevölkerung, keinen Umweltschutz, keine Richtlinien zur Müllbeseitigung und das bei Materialien, die teilweise als unzerstörbar gelten. Damit aber kann auf die Menschheit und die Allianz Versicherung ein so gewaltiges Problem zukommen, wie es zuvor Asbest verursachte. Deshalb forderte Cleemann endlich die Sicherheitsforschung und –standards und war damit Greenpeace um Längen voraus.

Mit der Umweltschutzorganisation hatten sie gemeinsam, bei Firmen weltweit gefürchtet und unbeliebt zu sein. Denn niemand lässt sich gerne unter’s Sofa schauen oder bei allerlei Schweinereien ertappen. Der Leidensdruck ist hoch, selbst wenn die Investitionen, die er forderte, letztendlich zu Einsparungen führen, wusste Cleemann.

Elektromagnetische Unverträglichkeiten

Wohl auch deshalb gibt es mit der Sparte Automobil den zweiten Bereich des AZT. Der Lieblingsfeind des dortigen Geschäftsführers Dieter Anselm ist die „elektromagnetische Unverträglichkeit“ (EMV). Auch wenn der Fachbegriff hier gar nicht gerne gehört wird. Von EMV spricht man immer dann, wenn Elektronik sich gegenseitig stört. Sie ist so gefürchtet, dass Autohersteller Millionen teure Absorberhallen für Tests bauen und dennoch dem Problem nicht Herr werden.

Je mehr Elektrik und Elektronik im Fahrzeug verbaut wird, desto störanfälliger wird es. Ein Problem, das also eher noch zunehmen wird. Enorme Reparaturkosten und Schadensersatzprozesse drohen. Daher wird es von der Industrie gerne totgeschwiegen. Anselms Bereich übt sanften Druck aus, etwa über die Versicherungsprämien. Ist die hoch, ist so manches an dem Fahrzeugtyp geschludert, auch wenn das AZT dies nie so öffentlich sagen würde. „Je mehr aufwändige Steuerungssysteme verbaut werden, desto mehr Probleme kommen zurück, die wir gelöst glaubten“, klagte der Q des Unternehmens, Techniktüftler Carsten Reinkemeyer. „Je mehr teure Geräte wie GPS und Telematik verbaut werden, desto mehr werden auch die Reparaturkosten steigen, die wir mühsam gedrückt haben.“

Dabei galt die Technik als ausgereizt. Einer der größten Coups des AZT war die Erfindung der Wegfahrsperre. Hartmuth Wolff, der Leiter der Sicherheitsforschung des AZT, erinnerte sich: „Mit der Wende und der Öffnung nach Osten wurden die Autos schneller geklaut, als sie versichert wurden.“ Damals holte der spätere Pressesprecher Christian Weishuber die gestohlenen Fahrzeuge aus Osteuropa zurück.

Doch die Autos sollten gar nicht erst entwendet werden. Also ersann Wolff ein Schutzsystem, das sich selbst einschaltete. Denn auf den Menschen verlässt man sich nicht, den würde man bei der Allianz liebsten ganz abschaffen. Denn kaum haben die Experten das Auto sicherer gemacht, wird der Mensch wieder zum Risikofaktor. Wer sich nämlich am PC an Autocrashs vergnügt, wird oft auch im richtigen Leben zum Rowdy, fand der hauseigene Psychologe Jörg Kubitzki heraus. Fazit: „In dem Maß wie wir die Technik in den Griff bekommen, so denkt sich der Mensch Wege aus, wie er neue Katastrophen produzieren kann.“

Links

(1) http://www.allianz.com/de/allianz_gruppe/investor_relations/investor_news/investor_relations_mitteilungen/vorstandswechsel_baete.html
(2) http://azt.allianz.de/

Telepolis Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28722/1.html


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Idealtypisch wissen Schadensermittler dies. Und fahnden nach der Kaskade.

Nach der Verkettung von Ereignissen. Nach den Folgen, die ineinander greifen. Und eskalieren. Und zur Katastrophe führen. Am Anfang einer solcher Kette steht oft etwas vermeintlich Harmloses, etwas scheinbar Banales. Das kann die Maus sein, die an einem Kabel knabbert, das einen Kurzschluß auslöst, der sich durch eine marode Leitung frisst, die ….

Wer ist schuld? Ehrlicherweise jeder in der Kette. Vor allem, weil im Grunde auch die Maus nicht der Anfang der Dinge ist. Denn: warum ist die Maus da? Wer hat nicht aufgepasst? Oder: worauf will sie aufmerksam machen? Was gibt es dort, wo sie sich aufhält? Und warum knabbert sie das Kabel an? Haben die Kabel in der Erde eine schädliche Wirkung, die sich jedoch erst dann zeigen, wenn auch der Mensch merkt, das er betroffen ist? Verändern sie die Bodenstruktur? Leiten sie Ströme in der Erde, die in Zusammenwirkung mit Chemikalien und Blitzen dazu führen, daß völlig neue Mikro-Organismen entstehen. Mikro-Organismen gegen die Menschen noch keine Abwehr besitzen. Baut die Kabel zurück, sonst geschieht eine Katastrophe. Die Elektrizität im Boden, verbunden mit Abfällen und Chemikalien, reagieren. Wenn dann noch das Magnetfeld, wie geschehen, sich verschiebt, ist die Erde in Gefahr. Paßt auf, Menschen. Denn sonst wird die ganze Welt so aussehen, wie das Hochhaus, das in Flammen aufgegangen ist. Bislang wird nur wieder der Überbringer der schlechten Nachricht geköpft. Mausefallen aufgestellt. Nicht zugehört. Nicht mit den Möglichkeiten, die Menschen doch eigentlich haben, genauer hingeguckt, zugehört, nachgedacht und der Spur gefolgt, die Maus gelegt hat. Statt dessen wird ausgerechnet das Frühwarnsystem bekämpft. Zeit  dies zu ändern. Zeit den Ursachen weiter auf den Grund zu gehen – an den Ursprung der Quelle Die Folgen zu beschreiben. Vor ihnen zu warnen. Und so zu verändern. D a s ist eigentlich gemeint mit der Möglichkeit in die Zukunft zu schauen. Nachdenken, Lesen, Logisch und kritisch denken.

Und vor allem: Nicht den Technik-Verkäufern und Pr-Strategen auf den Leim gehen!

Best of Susanne Haerpfer

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Susanne

Ingeborg

Härpfer

= Si [e] h !

Wenn Ihnen mein Buch gefallen hat

Ermöglichen Sie mir die Recherche folgender Themen

 

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SCHREIB- UND RECHERCHEPROJEKTE FÜR DIE ZUKUNFT

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Das Italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie forscht an folgenden Themen

 

– interplanetary magnetic field (IMF)

– solar physics, magnetospheric physics, ionospheric physics and geomagnetism.
– tropospheric weather

– Tectomagnetic field

–          magnetic induction

–          seismomagneticnetwork

–          ionospheric plasma behavior

 

Phoenix berichtete “In den USA glaubt man, Meerwasser mit Radiowellen brennbar machen zu können.“

Anlaß, ausführlich dem Thema nach zu gehen

 

Das Institut für Strukturmechanik in Braunschweig arbeitet an Adaptronik, Aktuatoren und Oberflächenverformung

 

Das Institut für Mikrotechnik in Braunschweig entwickelt Technik für die Wandlung akustischer Signale in Licht.

 

Über Lichttechnik und Heligraphen berichtete 3sat im Juli dieses Jahres.

 

Brandeins schrieb über Biophotonenforschung in Japan und Deutschland, und wie Ernährung, Informationsübermittlung, Verwandlung von Licht und Selbstreparatur von Zellen zusammenhängen.

 

Manche Pflanzen kommunizieren mit Tieren per Ultraschall. Dies zeigte der Sender 3sat.

 

Gestreßte Pflanzen vererben die Erinnerungen an die negativen Einflüsse über mehrere Generationen weiter, meldeten Journalisten von Wissenschaftszeitungen. Sie berufen sich auf Forscher der Universitäten Basel und Minnesota.

 

Algen als direkte Elektrizitätslieferanten werden von amerikanischen Materialforschern untersucht.

 

Regenwälder als natürliche Blitzableiter ergeben sich aus der internationalen Blitz und Wetterforschung.

 

Der Deutsche Wetterdienst bietet einen thermischen Gefahrenindex.

 

Neue Formen von Neutronenwaffen entstehen durch sogenannte Sport- und Ernährungsforschung. Sie fanden heraus: Infrarotstrahlung kann Zellen vernichten.

Also das, was immer dann bestritten wird, wenn es um die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf Menschen geht.

 

Neodym-Eisen-Bor- und Samarium-Kobalt-Dauer-Magnete für Festplatten.

 

Elektromagnete als Projektile soll die Us Navy entwickeln.

 

Gauss-gun nennt die Zeitschrift Wired das.

 

Mi der Magnetosphäre beschäftigt sich das Goddard Forschungszentrum der US-Weltraumbehörde Nasa.

 

ARTE erwähnte in einem Beitrag die Arbeit der Universität  von Californien der NASA und des US-Energieministeriums. Demnach lösen sich Magnetfelder auf. Die Anomalien nähmen zu Ein magnetischer Wechsel stehe bevor

 

– Welche Folgen haben Klimaerwärmung, Erdbeben, Verschiebung der Plattentektonik auf das gps, auf Waffensysteme, auf Elektronik auf Zeitmessung? Welche Wechselwirkungen bestehen? Welcher Mechanismus wurde angestoßen? Welche Effekte sind nicht mehr rückholbar?

 

ZDfinfo berichtete Töne erzeugen Elektrizität.

 

Zeit ist nötig, um filmisch der Frage nachzugehen was dies für unsere Welt bedeutet in der es immer lauter wird.

Kombiniert mit der Tatsache daß elektrisch aufgeladene Luft brennt

Folgerichtig müßte dies – rein physikalisch gesehen – bedeuten zu viel Krach müßte buchstäblich einen Weltenbrand entfachen.

 

Ölfirmen ermessen mit Schallkannen tiefe Bodenschichten.

 

Welche Auswirkungen haben Technologien auf die Mantelkonvektion der Erde?

 

Der Chemie-Nobelpreis ging 2000 an Wissenschaftler die elektrisch leitende Kunststoffe entwickeln.

 

The National Institute of Standards and Technology (NIST) gehört zu U.S. Department of Commerce Gemeinsam mit Forschern aus Karlsruhe untersuchen sie Metalle Kristalle und Materialien ob, wie und welche Informationen sich in ihnen speichern lassen

NEUGIERIG GEWORDEN?

Einige der Kapitelthemen verdienen es, differenziert dargestellt zu werden. Extra-Bücher widmen sich außerdem

Wetter-Krieg – Wetter-Machen Wetter-Beeinflussen

AUSBLICK – Die Zukunft des Global positioning system GPS UND GALILEO

LUFTFAHRT SECURITY

Security-Technik/security Themen & Überwachung

Sicherheit zur See – Piraterie und mehr

TECHNIK UND DER MORD AN UWE BARSCHEL Technik die zum Tod führte und  Technik, die helfen kann, ihn auf zu klären

NEUE PROJEKTE

 

–          Ultraton

–          Kavernen durch Ultraschall

–     Rekombinanz Oder weshalb „ohne Gentechnik“ nicht gleichbedeutend ist mit risikofrei

–          Directed energy

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Dieses [Fernseh]  Konzept  würde ich gern filmisch umsetzen. Investoren und Auftraggeber sind also willkommen..

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Susanne.Haerpfer@bits.de

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