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symbolic photo for electromagnetic incompatibility and absorber testing chamber by: Susanne Haerpfer

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Gas inside German wings´ passenger cabin

has been the current news. Detectors shall be developed, Spiegel magazine reported. Well, such detectors already exist. Time to remember… once upon a time… me together with colleagues reported about gas inside passenger cabins, as our press release with SAT.1 shows.

Time for assign us, time to assign me for an update:

contact: free lance journalist

Susanne.Haerpfer@bits.de

Vom Flugzeug in’s Krankenhaus – wenn die Luft über den Wolken schlecht wird. Dr. Peter Szelagowski aus Geesthacht bei Hamburg hat’s erlebt. Bei seinem Flug von Frankfurt am Main nach Chikago wurde ihm schwindlig, Herzrasen, Schweißausbruch. Verdacht auf Herzinfarkt und Lungenembolie. Peter Szelagowski wird in’s nächste Krankenhaus eingeliefert. AKTE ’99 spricht mit dem behandelnden Arzt in Chikago. Dr. Marc L. Tenzer hat im Blut seines deutschen Patienten einen extrem niedrigen Sauerstoffgehalt festgestellt. Eine Spur – kann es sein, daß die Luft im Flieger krank macht?  Zuviel Kohlenstoffdioxid in der Luft der Kabine als Krankmacher? Bereits in den 80 er Jahren wurde dem US Kongreß in Washington eine Studie vorgelegt. Fazit damals: Piloten erhalten rund zehnmal mehr Frischluft als Passagiere in der Economy Klasse. Wie kann das sein? Der deutsche Luftfahrtexperte und Pilot Tim van Beveren erklärt gegenüber AKTE ’99: „Vorne sitzen relativ wenig Passagiere, sie atmen also auch weniger Kohlenstoffdioxid aus, hinten sitzen all die, die weniger bezahlen, zusammengepfercht. Sie atmen auch mehr CO2 aus, die Luft ist also schlechter.“

Hat sich nichts geändert? AKTE ’99 macht den Test. Stichprobenartig messen wir, sammeln Hinweise.  Wir fliegen mit All Italia von Berlin nach Mailand und messen einen Wert von Kohlenstoffdioxid in der Kabinenluft von 1700 ppm. Als Richtwert für die Luft in Innenräumen gelten 800 bis 1000 ppm. Ppm gibt die Anzahl Teilchen auf eine Million Teilchen an (parts per million). Auf unserem Flug von Miami nach Chikago mit American Airlines zeigt das Gerät der Meßtechnikerin Daniela Worm gar einen Wert von 3300 ppm. Bei einem solchen Wert würde die Schweizer Fluggesellschaft Swiss Air sofort Maßnahmen ergreifen, sagt Fritz Wittwer, Technik-Manager gegenüber AKTE ’99. „Der Richtwert bei uns befindet sich bei 1000 ppm. Wir haben Messungen gemacht mit dem Flugzeughersteller. Wir haben erkannt, daß dieser Grenzwert die obere Grenze ist, damit sich der Passagier auf unseren Flügen wohlfühlt.“ Mehr Frischluft für alle Passagiere – das kostet. Der Treibstoffverbrauch ist höher, der Flug ist teurer. Die Swiss Air nimmt’s in Kauf. Und die anderen Fluggesellschaften? Die Messungen von AKTE ’99 auf dem Lufthansa-Flug von Chikago nach Frankfurt am Main beispielsweise ergaben einen Wert von 1380 ppm. Doch die Lufthansa wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Die anderen Gesellschaften müssen sich erst schlau machen.

Und die Ärzte? Für sie ist das Touristenklasse-Phänomen bekannt: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl bis zur Bewußtlosigkeit. Der Vertrauensarzt der Deutschen Botschaft in Miami, Bernd Wollschläger gegenüber AKTE ’99: „Das alles trat ein nach einem Langstreckenflug. Man muß davon ausgehen, daß das durch die zehn Stunden in der Luft ausgelöst wurde.“

Kann nichts geändert werden? Doch, meint der Luftfahrtexperte  Tim van Beveren. Allerdings müßten die Flugzeuge dann umgerüstet werden. Und das kostet.

Bis dahin müßte seiner Meinung auf jedem Flugticket der Aufdruck stehen: „Fliegen gefährdet Ihre Gesundheit.“

Fazit der Meßtechnikerin Daniela Worm gegenüber AKTE ’99: “Wer mehr bezahlt, bekommt bessere Luft.“