Diese homepage ist ein Beispiel.

Sie zeigt meine journalistische Arbeit.

In Wort und Bild.

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photo susanne haerpfer at nobel prize winner aung san suu kyi´s home in burma

Also das, was mich ausmacht. Ein Beleg meiner journalistischen Arbeit. Ich arbeite als Freiberufliche Journalistin. Ich würde auch als Festangestellte Journalistin arbeiten. So wie ich bereits als investigative Journalistin in London, Moskau, Chicago, München und anderen Städten unterwegs gewesen bin. Für metaproductions/SAT.1. Meine Themen: Atommord. Piraterie. Manipulation von gps (gps spoof und jam). Barschel.

Freiberufliche Journalisten verdienen manchmal zu wenig Geld. Das Arbeitsamt weiß das. Theoretisch. Vor einigen Tagen hat das Institut der Bundesagentur für Arbeit eine Studie veröffentlicht. Diese bestätigt, wie hoch motiviert und selbstausbeuterisch Freiberufler schuften.

Schreibt das Arbeitsamt. Aber es handelt nicht danach. Es verweigert Geld. Und dies seit 2007. Es hat mir auch einen Drucker verweigert. Und die Reparatur meines Arbeitswerkzeugs: Notebook.

D.h. das Arbeitsamt tut alles, um meine Existenz als Journalistin zu vernichten, statt mir den Rücken freizuhalten und mir meine Berufsausübung zu ermöglichen.

Der Beweis, daß es mich noch gibt und zwar auf diesem level, habe ich GEGEN das Arbeitsamt durchfechten müssen, Statt gemeinsam mit, finanziert durch.

Diese homepage mit dem Beweis, daß ich als Journalistin arbeite und existiere, und mehr denn je als Journalistin arbeiten will,

habe ich gegen massivsten Druck in´s Leben gerufen.

Denn: das Arbeitsamt hat nicht gezahlt. Ich soll um mein Recht kämpfen.

Doch mir wurde über 3 1/2 Jahre (m) ein Anwalt verweigert!

Obwohl ich nicht Juristin bin, sollte ich ohne Anwalt um das kämpfen, was eigentlich garantiert wird, und durch die neue Studie nochmals bekräftigt worden ist.

Eine Farce.

Auch deshalb habe ich diese homepage in´s Leben gerufen. Denn: die vergangenen 3 1/2 Jahre haben mir gezeigt: das Recht, das gibt es in Deutschland nur noch auf dem Papier. Hätte ich die Schlammlawine, die die Behörden loslassen, gewissenhaft beantwortet, hätte ich noch immer kein Geld.

Aber ich wäre als Journalistin nicht sichtbar. Denn beides gleichzeitig geht nicht: den Beruf ausüben und gleichzeitig um das kämpfen, was es auf dem Papier zwar gibt, aber durch die Behörden vorenthalten wird.

Wer aber als Journalist nicht mehr sichtbar ist, dem wird das Existenzrecht abgesprochen. Nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“, werden alle zur Vernichtung preisgegeben, die unsichtbar gemacht worden sind. Die Maxime wird exekutiert, wer nach unten getreten wurde durch Behörden, dem gibt man kein Geld. Der Teufel scheißt nur auf den größten Haufen. Vernichtung statt Aufbau. Arbeitsverhinderung statt Unterstützung.

Bereits vor der Ernennung der Nobelpreisträger wollte ich recherchieren, was deren Arbeiten im Kern ausmacht – und darüber schreiben. Dazu ist es leider noch immer nicht gekommen: andere Themen, aber vor allem Behördenschreiben setzen Termine. Die eigentlich ein Anwalt beantworten sollte. Denn: die Begrifflichkeiten und Usancen von Juristen kennen nur Juristen.

Die Hamburger Bucerius law school brachte es auf den Punkt: wer den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz nicht kenne, sollte sich nicht zu Juristischem äußern.

Nun denn: vielleicht muß ich nicht wieder 3 1/2 Jahre warten, bis es mir erlaubt wird, meinen Anwalt zu sprechen. Vielleicht muß ich nicht wieder wie Asterix und Obelix bei den Römern von Verbraucherzentrale bis Öffentliche Rechtsauskunft alle abpesen, nur um doch immer nur wieder zu hören, man dürfe leider keine Rechtsvertretung machen, da müsse ich mir schon einen Anwalt nehmen.

Formalia, klick in the box, statt wirksame Unterstützung, in Absprache und nach Vorgabe von mir. Statt Strategiebesprechung und Schlachtplan.

Erin Brockovich gibt´s nur im Kino.

Diese homepage wollte ich bereits vor langer Zeit online stellen. Ein grafisches Konzept habe ich mir überlegt. Foto. Optik. Übersichtlich. Geordnet nach Rubriken. Statt wie jetzt alles hintereinander weg. Doch derjenige, der zuerst angeboten hatte, mitzuwirken, zog zurück. Und dann schlug das Finanzamt zu. Also detaillierte Auflistung all der Gelder, die ich über die vergangenen Jahre vom Finanzamt zurückfordere. Das Geld vom Finanzamt habe ich noch immer nicht. Aber: ich war über Monate lahmgelegt. Zahlenhuberei.

Statt journalistisch sichtbar zu sein.

Und mit dem Argument treten dann in einer unheilvollen Allianz Künstlersozialkasse, Gewerkschaften, Amtsgericht und andere Behörden auf, und nutzen diese Situation, die diese erst herbeigeführt haben, als Vorwand, um behaupten zu können, wer nicht journalistisch veröffentlicht werde, wer journalistisch nicht mehr sichtbar sei, der würde den Beruf ja wohl nicht mehr ausüben, und den dürfe man dann völlig in den Dreck treten und zu dem machen, was man von Anfang vorgehabt hat: zum Hilfsarbeiter degradiert.

Deutschland 2012 ist so, wie man es Saudi Arabien und anderen Taliban-Staaten stets vorwirft. Recht und Gleichheit vor dem Gesetz stehen nur noch auf dem Papier.

Dieses Land hat sich selbst abgeschafft, und es fällt immer mehr Menschen auf.

von Susanne.Haerpfer@bits.de