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Jodie Foster´s speech for the Golden Globe inspired

and looks into the future – Jodie Foster could be the bright and versatile and therefor real Lis[a]beth Salander of the yet to be written Stieg Larsson book IV

text & foto Susanne.Haerpfer@bits.de

Bei der Rede von Jodie Foster bei der Verleihung der Golden Globes haben die Menschen geweint und staunend und ergriffen zugehört.

Das will etwas heißen. Denn die Berühmtesten der Filmbranche waren da. Viel muß geschehen, bevor sie tatsächlich betroffen sind. Doch genau das ist geschehen. Hollywood weinte. Da sprach eine von ihnen. Und sie sprach ihnen aus dem Herzen. Eine hat überlebt. Und das über Jahre und Jahrzehnte. Als Frau. Als Darstellerin. Und Geschäftsführerin. In einem Geschäft, das von Männern gemacht wird. Von oberflächlicher Schönheit leben soll. Ohne das so zu sagen. Kämpferisch. Aber ja nicht zu verbissen. Hartnäckig und energisch und doch anrührend. Kompromissbereit aber nicht einen Millimeter Grundüberzeugung aufgeben. Authentisch. Bevor dies zum Modebegriff abgewertet wird. All dies haben die Boulevardreporter nicht gehört, nicht hören wollen oder nicht begriffen. Gleichberechtigung scheint es in unserer Gesellschaft nicht geben zu dürfen. Saudi-Arabien in Deutschland, Taliban in den Köpfen. Getarnt als angebliche Freizügigkeit.

Wer sich auf das beruft, was angeblich unsere westliche Demokratie Frauen gewährt, müsse nach der Erwartungshaltung des mainstream-Boulevard wohl irgendwie anders sein. Dies aber ist dann nichts anderes, als genau den Vorgaben, den Klischees der jeweiligen Mehrheit zu entsprechen. Wir leben noch immer im Mittelalter und verschleiern es als modern.

von: Susanne.Haerpfer@bits.de