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SYMBOLIC PHOTO by Susanne.Haerpfer@bits.de

„Mali darf keine Heimstatt des Weltterrorismus werden.“ 

Dies sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle am 21. Januar dieses Jahres:

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Namensbeitrag/2013/01/2013-01-20-westerwelle-bams.html

Was er damit meinte, sagte er nicht; bislang auch nicht auf Nachfrage. Der Außenminister hatte Afrika bereist, über „die innenpolitische Lage in Nigeria und die Entwicklungen in Mali“ gesprochen

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Meldungen/2012/11/2012-11-03-westerwelle-nigeria.html

Für die ARD habe ich 2008 einen Fernsehmagazinbeitrag produziert, der zeigte, welche Gefahren von radioaktiv verstrahlten Alltagsgegenständen ausgehen. In diesem Zusammenhang ich auf meine Anfrage hin vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) folgende Information: Für die Jahre 2002/2003 „wurde dem BMU aber ein Vorkommnis im Zusammenhang mit Nigeria und der Firma Halliburton 

gemeldet, bei dem zwei

Am-241/Be-Neutronen-Quellen gefunden wurden (vgl. Parlamentsbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2003″). Hinsichtlich dieses Vorkommnisses kann ich Ihnen

auf Ihre Fragen, wie das Material nach Deutschland kam

und wer es wie und wo fand, folgendes mitteilen:

Am 26. Mai 2003 fiel bei der Eingangskontrolle einer Metallrecycling-Firma in Aschaffenburg, Bayern, ein Container mit Metallschrott aufgrund einer erhöhten

Ortsdosisleistung an dessen Außenfläche auf. Bei der anschließenden Untersuchung durch einen Sachverständigen wurden zwei Am-241/Be-Neutronen-Quellen, mit Aktivitäten von 18,5 und 703 Gigabecquerel, als Ursache der erhöhten Strahlungswerte

im Schrott identifiziert. Die Herkunft des in Aschaffenburg per LKW angelieferten Containers mit Metallschrott konnte über Antwerpen nach Lagos, Nigeria, zurückverfolgt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Hagbeck Pressesprecher“

Gibt es eine nukleare Bedrohung Deutschlands durch kriminelle Nigerianer, wollte ich aus diesem Grund von der Bundesregierung wissen.

Bislang erhielt ich auf meine Frage noch keine Antwort. Gleiches gilt für meine Fragen: ob es Drohungen gegen Deutsche im Ausland gibt, durch Kriminelle aus Nigeria bzw. Mali. Und haben solche Drohungen mit verstrahltem Material dazu geführt, daß für einen Einsatz deutscher militaerischer Kontingente in Mali entschieden wurde?

Inwieweit kann ausgeschlossen werden, daß ehemalige Kindersoldaten jetzt von deutschen Bundeswehrangehörigen weiter militaerisch geschult und ausgerüstet werden?

Vielleicht gibt es ja eine Antwort, die Möglichkeit, einen Hintergrundbeitrag zum Thema zu produzieren; bevor die nächste Staffel über die GSG-9 sich des Themas im halb-fiktionalen Rahmen annimmt….

von: SUSANNE.Haerpfer @bits.de