Manchmal sind Spielfilme der Wirklichkeit voraus. Am 10. Oktober vergangenen Jahres strahlte Kabel eins den Film „Supervolcano“ aus. 2005 hatte die altehrwürdige BBC unter demselben Namen eine  Dokumentation gezeigt, die Spiel-Sequenzen enthielt:

http://www.bbc.co.uk/sn/tvradio/programmes/supervolcano/

http://www.presseportal.de/pm/7841/391037/der-supervulkan-alexander-mazza-in-abenteuer-natur-am-samstag-26-oktober-2002-um-18-50-uhr-bei

Zur Zeit brechen weltweit Vulkane gleichzeitig aus:

vulcano at Martinique by susanne.haerpferlbits.de

vulcano at Martinique by susanne.haerpferlbits.de

SPIEGEL online meldet vorgestern „Vierfach-Inferno“ in Kamschatka:

<img src="http://spiegel.ivwbox.de/cgi-bin/ivw/CP/1169;/wissenschaft/natur/c-24/r-1305/p-druckversion/a-878860/be-PB64-d2lzc2Vuc2NoYWZ0L25hdHVyL2FydGlrZWw_3/szwprofil-1169?d=91162026" width="1" height="1" border="0" align="right" id="spIvwPixel" alt="" />
<img src="https://count.spiegel.de/nm_trck.gif?sp.site=9999" width="1" height="1" border="0" align="right" alt="" />

„Wie kam es zu der sonderbaren Gruppeneruption?“, fragt SPIEGEL online und zitiert die Antwort: „Mir ist kein starkes Beben bekannt, das die Ausbrüche ausgelöst haben könnte“, sagt Birger Lühr, Vulkanexperte am Helmholtz-Zentrum Potsdam GFZ. Dass sich die Vulkane aus einer gemeinsamen Magmaquelle speisen würden, gilt als unwahrscheinlich.

Ein geologischer Zufall also? Kamtschatka ist selbst Wissenschaftlern ein Rätsel, es gilt als eine der geheimnisvollsten Landschaften der Erde. Im Kalten Krieg war die Region militärisches Sperrgebiet der Sowjetunion; noch heute ist die Gegend nur wenigen Menschen bekannt.“

Dies entspricht eins zu eins dem Spielfilm. Im Spielfilm „Supervulcano“ fragt eine pfiffige japanische Journalistin im Yellowstone Nationalpark, ob die Wissenschaftler ausschließen können, daß alle Vulkane gleichzeitig ausbrechen können. Auch ihr wird gesagt, ein gleichzeitiger Ausbruch sei unwahrscheinlich Für ihre hartnäckigen Fragen wird sie anfangs verlacht, dann bekommt sie Recht. Von den Frühwarnsensoren werden im Film wie von der Helmholtz-Expertin keine Beben gemeldet. Und dennoch reißt die Erde auf, Autos stürzen in Erdspalten, Platten verschieben sich.

Im Film kommt raus: Zwei Sensoren waren defekt. Die anderen waren einfach abgeschaltet. Denn: man brauchte das Geld für ein Experiment. Und: diejenigen, die das Experiment durchführten, wollten keine „schlafenden Hunde wecken“.

Im Film ist ein 3-D-Modell zu sehen. Es zeigt den Ring der Vulkane. Man kann Faktoren simulieren, die in der Natur vorkommen: wie Plattenverschiebung, Erdstöße, Beben, etc. Diese lassen sich künstlich erzeugen. Das, was vorhandene Beben mißt, kann diese auch auslösen. Elektronische Wellen werden in´s Erdreich geschickt. Ursprünglich wollte man so die Bodenbeschaffenheit erkunden. Ölvorkommen lassen sich so finden. Andere Rohstoffe ebenso. Denn jedes Gestein reflektiert elektronische Wellen, Ultraschall, Vibrationen, künstliche Erschütterungen, etc. auf charakteristische Weise. Doch: die Messinstrumente lassen sich auch verstärken, und dann messen sie nicht, sondern verändern die Bodenbeschaffenheit. Im Film wird dies anhand eines maßstabsgetreuen Modells gezeigt. Immer stärker fahren die Wissenschaftler die Anlage hoch, bis ein Vulkan ausbricht. Die Forscher im Film steigern die Stärke weiter, so lange bis bei Stärke acht der Magmafluß unterirdisch zusammenfließt und gegenseitig befeuert. Es kommt zur super-Eruption. Dann wird alles schwarz.

Ähnlich wie Kamtschatka ist auch der Yellowstone Nationalpark ein „National-Park“ im militärischen Sinn: Es ist ein Atomtestgelände, und das Material dafür wird vor Ort abgebaut. Yellow stone ist eine Uran-Mine. Dort gibt es yellow Cake.

Nobelpreisträger Robert Jungk beschreibt in seinem Buch „Die Zukunft hat schon begonnen“ das militärische Sperrgebiet des Yellowstone Parks und für welche Atom-Versuche es genutzt wird. Im selben Buch beschreibt Jungk ebenfalls (militärisch relevante) Technik zur Wetter-Beeinflussung. 

Zeit online schreibt am 11. Januar: „Der Klimawandel heizt explosiven Vulkanen ein (…)

die Belege mehren sich, dass umgekehrt auch die Erderwärmung die tektonische Aktivität ankurbeln kann.“

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-01/geotektonik-vulkane-klima-erderwaermung/komplettansicht

Eingriffe in´s Wetter, beschönigend „weather enhancement“ genannt, können also zu Vulkanausbrüchen führen.

Dasselbe gilt für andere Formen von Umweltverschmutzung.

Spiegel online hatte 2012 ein Video gezeigt, auf dem zu sehen ist, wie Dumping von Müll einen Vulkan in Italien angefacht haben soll:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/video-vom-vulkan-erta-ale-muellbeutel-laesst-lavasee-brodeln-a-840978.html

Aus Italien wird jetzt gemeldet: „Wissenschaftler wurde auf ungewöhnliche Vorgänge unter „brennenden Feldern“ bei Neapel aufmerksam: Dort rückt der Ausbruch einer Magmakammer näher. Italiens Zivilschutz hat die Warnstufe erhöht.“

http://diepresse.com/home/panorama/welt/1336678/Supervulkan-unter-Neapel_Italien-erhoeht-Warnstufe

Angesichts der aktuellen Katastrophenmeldungen über Vulkane, die zugleich ausbrechen bzw. kurz vor dem Ausbruch stehen, scheint es mir angebracht zu sein, hartnäckig nachzufragen, ob wirklich ausgeschlossen werden kann, daß Erdgasförderung durch sogenanntes phracking, also das Pressen von Chemikalien in´s Erdinnere, nicht dazu führt, daß unsere Erde wie ein Chemiebaukasten einfach auseinander fliegt. 

by me, freelance television and foto-journalist Susanne.haerpfer@bits.de

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