Istanbul icon photographed by susanne.haerpfer@bits.de

Istanbul icon photographed by susanne.haerpfer@bits.de

Kaum ist die Crew von James Bond weg, explodieren in der Türkei Bomben. So ließe sich die Recherche-These zusammenfassen.

von: Susanne.Haerpfer@bits.de (free lance television journalist)

In Ankara wurde ein Attentat auf die Amerikanische Botschaft verübt.

Hat die Filmcrew Schlimmeres verhindert?

Zur Zeit ist der Film „Argo“ für die Oscar´s nominiert. Darin geht es um ein Filmteam, das zur Tarnung eingesetzt wird, um amerikanische Geiseln aus dem Iran zu befreien.

http://de.wikipedia.org/wiki/Argo_(Film)

http://www.wired.com/magazine/2007/04/feat_cia/

Wurde dieser Kunstgriff wiederholt? Unter den Augen der Weltöffentlichkeit? Teile des aktuellen James Bond-Films „Skyfalls“ wurden in der Türkei gedreht. Zum Zeitpunkt, als die Auseinandersetzungen um Syrien eskalierten.

Syrische Kampfflieger legten einen Bond-reifen Einsatz hin. Sie landeten in Adens – einem Drehort des aktuellen Bonds. Der Pilot sei so aus Syrien getürmt, wertete n-tv die Aktion:

http://www.n-tv.de/politik/Assad-kuendigt-Rede-an-article9895206.html

So verwundbar ist die türkische Luftabwehr, wäre eine andere Lesart. Kriegerischer Akt, eine andere Interpretation. Provokation des NATO-Bündnisfalls die Warnung. Mit oder ohne Wissen – eine Hintergrund-Recherche für die nächsten Pentagon-Papers.

Immerhin hat die NATO die Patriot-Flugabwehrraketen geliefert, die von Türkischen Kräften gefordert worden waren, schreibt der Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/politik/syrien-politische-haeftlinge-aus-gefaengnis-befreit-patriot-system-einsatzbereit/7693430.html

Eine Flucht (aus Syrien) dürfte jetzt schwerer werden. Cui bono? Wem nützt es?

Die „Wiener Zeitung“ begleitet syrischen Deserteur auf seiner Flucht in die Türkei“:

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/519629_Gefaehrlicher-Sprint-in-die-Freiheit.html

In Deutschland werden (geschleuste) Syrer festgenommen, heißt es in Lokalzeitungen. Ob es sich dabei um Opfer von Verfolgung handelt, oder um potentielle Terroristen, geht aus dem Artikel nicht hervor:

http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/regionales/Schleuserbande-Festnahme-in-Ahlen-d4ced80b-3dbb-4926-afd3-8b099743c0d5-ds

Schleuser, Militärs und die Bevölkerung sollen mit besonderen Witterungsverhältnissen zu kämpfen haben, heißt es bei

http://www.wetter.net/wetternews/wetter-wetterkapriolen-im-osten-und-suedosten-6527.html:

„Weitaus aufsehenerregender präsentierte sich das Wetter in der ersten Wochenhälfte über der Türkei. So gab es am vergangenen Wochenende und zu Beginn dieser Woche nicht nur in den türkischen Bergen reichlich Schnee. Bis an die Küste herab schneite es teils kräftig. So meldete Istanbul bis zu 10 Zentimeter Schnee und sogar örtliche Schneeverwehungen. Ursache war sehr kalte Luft, die über Osteuropa zum Wochenanfang weit nach Süden vordringen konnte. Sie verursachte von der syrischen bis zur israelischen Mittelmeerküste und an den daran landeinwärts anschließenden Bergen teils heftige Regenfälle mit Überschwemmungen, auf den Höhen sogar starken Schneefall mit unpassierbaren Straßen.“

Dies klingt bemerkenswert. Eine Recherche-Option wären Anfragen, ob Wetter-Veränderungstechnik eingesetzt wurde; sogenanntes „weather enhancement“ oder auch „geo-engineering“ genannt, wie es zur Zeit auf Klimakonferenzen debattiert wird, und falls ja mit welcher Technik, durch wen befohlen, wie durchgeführt und mit welchen Konsequenzen in anderen Regionen der Erde und welchen Langzeitkonsequenzen für alle.

120 Kilometer von der syrischen Grenze, auf der türkischen Seite in Kahramanmaras sind deutsche Soldaten stationiert. Sie hätten Patriot-Raketen geliefert, lautet die offizielle Begründung. Laut Badischer Zeitung werde dies von der türkischen Bevölkerung bezweifelt:

http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/unerwuenschter-schutz-die-bundeswehr-in-der-tuerkei–68731745.html

Vielleicht dienen sie „nur“ dem Schutz von Deutschen? Die sowohl aus Syrien, der Türkei oder Russland fliehen – vor lokalem Terror, oder weil sie heikle Einsätze durchführen? Ein Fellow up – nicht nur für die Badische Zeitung.

An ihren Einsatzort seien Patriot-Raketen und Soldaten mit einer Fähre aus Travemünde gelangt. Dies schreibt die Märkische Zeitung:

ww.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12450948/492531/Travemuende-Mit-Patriot-Systemen-der-Bundeswehr-an-Bord.html

Dort, wo sonst Butterfahrer auf Schnäppchenjagd nach Schwedischer Schokolade gehen, seien Raketen aus Mecklenburg Vorpommern an den Ort gebracht worden, an dem James Bond gedreht wurde.

                        An dieser Stelle sollte eigentlich eine Aufnahme zu sehen sein, die Marianne Härpfer photografiert hat. Die Ereignisse des 10. Februar haben dies leider hinausgezögert.  

Was Patriot-Raketen in Meck-pomm machen, teilt die Märkische Zeitung nicht mit. Weiteres Potential für Anfragen, Recherche und Fellow ups. Sind Flugabwehrraketen in Mecklenburg stationiert, weil es Terrorwarnungen gegen die dortige Küste gibt? Und steigt die Terror-Gefahr? Durch die Verschiffung der Raketen ausgerechnet auf einer Fähre, mit der sonst Urlauber fahren. Militärische Güter verschifft, wie einst die Fähre Estonia, die so spektakulär sank und viele Passagiere in den Tod riß. Waffen und militärisches Gerät seien an Bord gewesen, hieß es nach dem Fährunglück. Auf der Konferenz der International Maritime Organization (IMO) 2001/2002 gaben Deutsche Sicherheitsexperten zu, Fähren seien besonders gefährdet:

http://www.bits.de/public/researchnote/rn03-1.htm

(„BITS Research Note 03.1 – IMO ILO ILO – Die

http://www.bits.de/public/researchnote/rn03-1.htm

Susanne Haerpfer, BITS Research Note 03.1 – IMO ILO ILO – Die Weltschiffahrtsorganisation sucht Antworten auf den Terrorismus auf See.“)

Bosporus photographed by susanne.haerpfer@bits.de

Bosporus photographed by susanne.haerpfer@bits.de

Zumindest schippert die Ostseefähre nicht allein durch internationale Gewässer in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen.

„Schiffe der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation mit dem Kreuzer „Moskwa“ an der Spitze sind In den östlichen Mittelmeerraum beordert worden. In den gleichen Teil des Weltmeeres rücken Gruppierungen der Nördlichen und der Baltischen Flotte vor.

Zuvor hat ein großes Landungsschiff der Schwarzmeerflotte Russlands, die „Saratow“, die Meerengen passiert. Eine Abteilung von Schiffen der Pazifikflotte, zu der das große U-Boot-Abwehrschiff „Marschall Schaposchnikow“ gehört, hält sich unweit des Persischen Golfes auf. Erforderlichenfalls kann auch dieses Geschwader den Suezkanal zügig passieren und ebenfalls den östlichen Mittelmeerraum erreichen. Womit hängt eine solche Aktivität der russischen Kriegsmarine zusammen?

Natürlich fahren russische Kriegsschiffe nicht zu Kreuzfahrtzwecken in das Mittelmeer. Es handelt sich darum, an den Küsten des durch einen Bürgerkrieg erschütteten Syriens die Flagge zu zeigen. Doch keineswegs ist davon die Rede, was jetzt in den westlichen und den türkischen Massenmedien behauptet wird, nämlich dass Moskau die Absicht habe, den Plan für die Evakuierung von Russlands Bürgern umzusetzen und sogar den Präsidenten, Bashar al-Assad aus Syrien auszuführen. (…)

Der offizielle Sprecher des Außenministeriums Russlands hat diese Gerüchte sowie das Vorhandensein eines „russisch-amerikanischen Geheimszenariums“ entschieden dementiert. Gleichzeitig wurden viele darauf aufmerksam, dass die USA am Vorabend des Erscheinens russischer Kriegschiffe im Mittelmeer, den Flugzeugträger „USS Dwight D. Eisenhower“ und den Landungs-Hubschrauberträger „USS Iwo Jima“ sowie zwei Zerstörer aus diesem Raum abgezogen haben“, verlautbart:

http://german.ruvr.ru/_print/101626383.html