Jerry Bruckheimer´s „G-Force“ wird am Wochenende erneut zu sehen sein. Niedliche Hamster und Meerschweinchen sind die Stars. Sie haben besondere Fähigkeiten. Das soll geheim bleiben, ihr Labor geschlossen werden. Deshalb büxen sie aus, damit sie nicht klammheimlich ermordet und ihre Existenz geleugnet werden kann. Im Film hamstern die knuddeligen Nager unsere Sympathie. Im wirklichen Leben werden die enormen Gedächtnisleistungen von Mäusen, Ratten und anderen Nagern selten gewürdigt. Seltsam. Wie bei Jerry Bruckheimer haben die possierlichen Fellträger die Fähigkeit, uns und die Welt zu retten. Und was machen viele Menschen? Sie töten sie mit Gift, das auch uns ausrottet. Und quälen sie mit Versuchen, verändern die Gene. Dabei ist die naturbelassene Maus bereits genügend Super-Maus, um Überschwemmungen und andere Katastrophen früh zu bemerken und zu versuchen, die Zweibeiner zu warnen. Wie im Zeichentrickfilm reden sie mit anderen Tieren, erzählen, was die Menschen wieder alles angerichtet haben und überlegen sich gemeinsam, wie das Schlimmste zu verhindern ist. Im Film vergöttern wir Bruckheimers Super-Hamster und Bernard&Bianca. Im wirklichen Leben haben wir noch einiges nachzuholen. 

text & photo: susanne.haerpfer@bits.de

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