Glutrot leuchten die Stahlteile, blau schimmert der Boden, Kabelschächte und Metallverstrebungen sind in fahles grün getaucht. Wir befinden uns in der Troposhärenfunkstation Eichenthal. Was klingt wie eine Szenerie aus einem Hollywood-Film, ist es auch. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben „NORAD“ in den Cheyenne Mountains, die DDR hatte den Bunker Eichenthal.

„NORAD“ wird in den Filmen „Wargames“ und „Wargames II“ gezeigt als der Ort, an dem der computer steht, der das auslöst, wovor er eigentlich schützen soll. „NORAD“ ist jedem geläufig, der sich mit Militär im Allgemeinen und mit Atom-Fragen im Besonderen beschäftigt. Auch Laien kennen „NORAD“: immer zu Weihnachten werfen einige der verspielten Jungs den Rechner an, um kleinen und großen Kindern zu zeigen, wo sich der Weihnachtsmann mit Rentieren und Geschenken gerade befindet. Landung erlaubt. Mission erfüllt. Frieden gesichert.

Aber: Bunker Eichenthal? Noch nie gehört. Noch immer zählt die Anlage zu den Orten, die nicht zu existieren scheinen. „No such agency“ ist ein gängiger Spruch, wann immer Geheimdienste leugnen, daß sie existieren. Die „Troposhären-Funkstation 302“ war solch ein geheimer Ort. Und scheint es noch immer zu sein.

book cover, quoted by: Susanne.Haerpfer@bits.de

book cover, quoted by: Susanne.Haerpfer@bits.de

Dabei kann man den Bunker besuchen:

Von April bis Oktober täglich von 10.30 Uhr bis 18 Uhr. Während der anderen Monate und zu früheren Uhrzeiten ist es auch möglich, den Bunker zu sehen; dann allerdings nach Vereinbarung. Ab zehn Personen, seien Sonderführungen möglich, heißt es auf der homepage:

http://www.bunker-302.de/inhalt/fuehrungen.shtml

Fotos geben einen ersten Eindruck, was den Besucher inzwischen erwartet:

„Aus Westdeutschland wurden Atomraketen mit den Zielen Rostock und Stralsund gestartet.“ Auf den Monitoren tauchen Flugkörper auf.“

So beschreibt der Nordkurier

http://www.nordkurier.de/index.php?obje … &id=583969

was Bunker-Betreiber Götz Thomas Wendel Besuchern bieten.

Was früher NVA-Offiziere und NATO-Angehörige während Übungen wie Wintex-Cimex erlebten und im militärischen Alltag, haben Mitarbeiter wie Manuela Friedrich für jeden erarbeitet.

Kalter Krieg zum Erleben – in Mecklenburg Vorpommern. Zwischen Rostock und Greifswald wurde von 1983 bis 1988 die Anlage errichtet.

1987, im Jahr des Tods von Uwe Barschel, wurden Atombunker und Troposphärenfunkstation in Betrieb genommen.

„Bei 1700 Grad Hitze wäre kilometerweit alles verbrannt. Ein gewaltiger Feuersturm hätte Geschwindigkeiten von mehr als 500 Kilometer pro Stunde erreicht und jeden Widerstand einfach weggefegt.“ So beschreibt das online-Medium den Zweck des „militärischen Sonderobjekts 302“.

Schiffsmotoren sollten den Strom erzeugen. Damit basiert die Geheimanlage auf dem Prinzip, das auch Experten im Westen entwickelten. 1960 begann die Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt mbH GKSS in Geesthacht

den nuklear betriebenen Frachter Otto Hahn zu entwickeln.

nuclear power plant at Geesthacht, next to the second nuclear reactor of Gksss; photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

nuclear power plant at Geesthacht, next to the second nuclear reactor of Gksss; photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

Chefentwickler in Geesthacht war Erich Bagge, der 1938 an der Universität Leipzig Atomphysik studierte. Anschließend arbeitete er daran, für Nazi-Deutschland die Atombombe zu bauen. Dennoch wurde er 1948 Leiter des Physikalischen Staatsinstitus an der Universität Hamburg und Gründer der Gk SS in Geesthacht. Unter seiner Leitung bauten die Kieler Howaldtswerke das Atomschiff „Otto Hahn“. Das Schiff steuerte Häfen in Südafrika und Südamerika an. Kapitän war der frühere U-Boot-Kommandant Lehmann – Willenbrock. Auf diese Weise könnten Atommaterial und  – Wissen nach Südafrika und Südamerika gelangt sein. Eine wichtige Spur im Fall Barschel. Ein Fall für einen journalistischen Auftrag. Ebenso wie die Frage, ob unter Franz Josef Strauß geheime Atom-Militär-Pläne betrieben wurden. Geheime Regierungsakten legten dies nahe, heißt es bei Wikipedia.

http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Hahn_(Schiff)

Bunker Eichenthal

Eichenthaler Weg 7

18334 Langsdorf, Deutschland

Tel: +49038320649866

Fax: +49038320649867

  • sollte vor den Folgen dessen schützen, was der Pionier der Radiochemie und der Uran-Kernspaltung Otto Hahn erdacht hatte.
  • Zugleich basierte es auf den gleichen physikalischen Prinzipien. (Atom-) Physik funktioniert oder funktioniert nicht, im Westen wie im Osten.
  • Bei den NATO-Manövern, an denen Uwe Barschel teilnahm, ging es um die Technik, die seinen Verwandten Bernd Barschel in der DDR betroffen hätte, und zugleich um dieselbe Technik, die selben Abläufe, wie sie Militärs in der DDR probten und betrieben:
  • „ein Grollen unter den Füßen, das mit rasender Geschwindigkeit stärker zu werden scheint. Man fühlt sich in einen Albtraum versetzt. Der ganze Bunker bebt. Plötzlich schießt von hinten kalte Luft ins Genick. Die Überdruckanlage des Bunkers springt an, die todbringende Kampfstoffe vom Objekt fernhalten soll.“

So beschreiben im internet Autoren, die sich Muna Uede und Thomas Volkmann nennen, was Besucher erleben, wenn sie die 17 Hektar zwischen Rostock und Ribnitz-Damgarten besuchen. 30 Kilometer Kabel und 134 Lautsprecher ermöglichen den lebhaften Eindruck, wie es einmal ausgesehen haben muß.

1990 sollen Funkverbindungen in´s Ausland geschaltet worden sein. Wohin? Gibt es diese bis heute? Was wurde aus den Anlagen der DDR in Pakistan, dem Irak, Vietnam und anderen Orten?

symbolic picture, photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

symbolic picture, photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

Eichenthal wurde 1992 „stromlos“ geschaltet, wie es im Jargon von Militärhistorikern heißt. 2005 wurde die Anlage privatisiert. Das Fremdenverkehrsamt Meck Pomm wirbt mit der sperrigen Formulierung „Technisches Museum mit Funktionsinszenierung, politisches Mahnmal“ http://www.auf-nach-mv.de/index.php?

– was aber wurde aus den militärischen counterparts der DDR im Ausland? Wo befinden sich die Anlagen, die den Atomkrieg überdauern sollten und ihn ermöglicht hätten? In wessen Händen befinden sie sich? Wie viele Terroristen haben Anlagen, die einst für Weltkrieg III gebaut wurden?

Fragen, die sich aus dem ableiten lassen, was auf der Homepage beschrieben wird, und aus dem Buch über den Bunker – auf Deutsch und auf Englisch:

Auflage: 3

Seiten: 112

Format: 16,5 x 23,5 cm

Abbildungen: 60

Weitere Informationen: [Ch. Links Verlag]

Preis: 12,50 EUR

Auflage: 2

Format: Multimedia-DVD

Laufzeit ca. 27 Minuten

Dieser Beitrag entstand durch internet-Recherche und Lektüre des Buchs.

Wenn ich die journalistische Gelegenheit erhalte, die Troposphärenfunkstation zu besuchen, die sich „versteckt in einem kleines Waldstück “ von der Autobahnabfahrt Tribsees der A 20 entfernt, befindet, ist es möglich, Antworten zu erhalten auf die Fragen, die sich aus dem Buch schlussfolgern lassen:

motto photo by: SI-e-H (ten minutes till the destruction what have reached Hamburg)

motto photo by: SI-e-H (ten minutes till the destruction what have reached Hamburg)

Im Buch heißt es:

„… the creation of the West German mercenary army represent a constant threat to the German people and all the people in Europe”.

Wer oder was ist mit „West German mercenary army“ gemeint? Welche Informationen haben Sie diesbezüglich?

Der SPIEGEL schreibt, daß Siemens mit Wissen der Bundesrepublik

computer geliefert hat an die DDR.

Da Eichenthal unter anderem als Kommunikationszentrale dienen sollte, hieße das, die Bundesrepublik hat an die DDR Kriegsentscheidendes Material geliefert. Welche Informationen gibt es diesbezüglich?

Inwieweit handelt es sich bei Eichenthal nicht nur um eine

Kommunikationszentrale, sondern auch um einen Ort, von dem aus

elektromagnetische Impulse vergleichbar einem emp gesendet werden sollten? Quasi das Prinzip von SDI auf der Erde und der nahen Erdatmosphaere? Sozusagen „Airland battle“ wortwörtlich genommen?

Schreiben Sie deshalb

“    necessary to know the right frequencies”?

Um genau diesen physikalischen Effekt zu erzielen?

Inwieweit ging es auch darum, künstlich Radioaktivität zu erzeugen oder vorhandene auszuschalten? Über weite Laendergrenzen hinweg? Gab es bereits

damals die Technik, die jetzt auf der Titelseite des „scientist“

beschrieben worden ist? Also das Verändern von Radioaktivität?

quoted by: Susanne.Haerpfer@bits.de

quoted by: Susanne.Haerpfer@bits.de

Sie schreiben:

“USSR Poland Czehoslovakia and GDR with 15 tropospheric radio stations and the southwestern zone encompassing the Ussr, Hungary, Romania and Bulgaria with a total of 11 tropospheric radio stations”

Was wurde denn aus diesen Anlagen? Sind sie noch im Betrieb? Und falls ja, in wessen Haenden befinden sie sich? Was macht die Bundesrepublik, um sich zu schuetzen? Wo sind die Anlagen, die sich in Eichenthal befanden? Sind diese Teil der Akten von Rosenholz? In denen die Frequenzen und die Technik aufgelistet sind?

Welche Bedeutung hat(te) in diesem Kontext

Straussberg?

Inwieweit hat Helmut Szimkus in seiner Zeit in der DDR von dieser Technik erfahren? Was geschah dann?

„In 1987 the bunker entered a further test phase with regularly held tests to make sure the unit could be hermetically sealed  the structure was of course to be secure not only against nuclear attacks but also against biological and chemical weapons”

Auf welche Weise wurde dies getestet?

Auf Seite 101 haben Sie ein irritierendes Foto abgebildet. Zeigt es, daß biologische, gentechnisch veränderte und/oder chemische Kampfstoffe entwickelt und getestet wurden? Am Menschen? Wurden diese Versuche mit Rohstoffen aus der Bundesrepublik gemacht? Stammten die Rohstoffe von der Shampoo-Fabrik Schwarzkopf? Wer wußte davon? Wußte Uwe Barschel davon? Wurden Uwe Barschel Aufnahmen der Versuche gezeigt? Kamen dabei Menschen

um´s Leben? Welche Reaktionen gab es darauf von wem? Wie ist es

dokumentiert?

Wohin gelangten die Stoffe? Befinden diese sich in Syrien? Im Irak? In Pakistan? In Afghanistan? In Usbekistan?

Was heißt „sealed“? Wurden Menschen begraben? Wurden diese getäuscht? Wurde ihnen gesagt, es handle sich um eine Militärische Übung?

Hat Präsident Putin in seiner Zeit in Dresden solche Versuche

semi-öffentlich gemacht? Recherchiert? Dokumentiert? Versucht zu

verhindern?

Gibt es deshalb Unterlagen aus der Zeit, über die sie schreiben; auf Dresden bezogen? Die Tarnnamen, die sie im Buch nennen, deuten darauf hin.

Wurden von Eichenthal aus und/oder anderen technisch vergleichbaren Anlagen Steuerungsanlagen in anderen Ländern beeinflusst? Ferngesteuert?

Falls ja mit welchen Ergebnissen? Versuchten Anlagen in unterschiedlichen Ländern, sich gegenseitig Havarien zuzufügen und andere versuchten, genau dies zu verhindern? Ist dies die frühe Form von „videogames“ und „cyberwar“? Wurden von solchen tropospheric Stadions aus Tschernobyl herbeigeführt? Mit Wissen des Westens? Und ist dieses Wissen und der genaue Hergang von Tschernobyl dokumentiert durch die Abhör-, Mithör- und

Kommunikationsanlagen von Eichenthal? Gibt es die Bänder noch? Gibt es die Leute aus den Einsätzen noch?

Sie schreiben, 2001 habe es für die Anlage „closure“ gegeben. Was heißt das? Geheimhaltung über alle Vorgänge? Durch wen, für wen, gegen wen auf welchem level? Geschlossen für wen durch wen und vor allem, warum?

Sie schreiben, zuerst hätte „organic material“ entfernt werden müssen.

Warum? Was für „organic material“ war das? Wie wurde es beseitigt? Was hätte damit geschehen können? Wo befindet es sich heute?

Sie schreiben:

„after the conclusion of the basic treaty with the federal republic of Germany in 1972 this sounded somewhat more moderate in the revised constitution of the Gdr of 1974“

Welcher Vertrag wurde weshalb 1972 geschlossen? Was geschah wirklich? Verhinderte die DDR einen rechtsextremen Putsch und wenn ja, wie? Verhinderte die DDR einen Atomaren Krieg und wenn ja, wie? Gab es einen DDR-Stanislav Pedrow? Sollte auf Westdeutschem Boden ein Angriffskrieg ausgelöst werden durch Rechner, die sich auf dem Boden Deutschlands befanden? Und/oder auf formal exterritorialem Gelände eines US-Stützpunktes? Inwieweit waren Angriffe gegen solche Rechenanlagen zwar

„von der DDR gesteuert“, aber – vergleichbar der Aktion Stanislaw Pedrovs“ im Sinn der ganzen Menschheit?

Sie schreiben über Stanislaw Pedrow. Er verhinderte Weltkrieg III. Er weigerte sich zu glauben, was die Computer-Bildschirme zeigten: angebliche Raketenangriffe des Westens gegen Russland. Deshalb löste er keinen Vergeltungsschlag aus, der als angeblicher Erstangriff gewertet worden wäre. Wurden die Raketensimulationen, die beinahe den Untergang der Erde verursacht haben, ausgelöst durch Anlagen von Siemens? Falls ja, wie? Wer wußte davon? Durch Anlagen, software und Geräte aus Westdeutschland, den USA, Japan oder anderen Ländern? Falls ja, welche weiteren Informationen haben Sie diesbezüglich? Welche Konsequenzen sind daraus gezogen worden bzw. sollten gezogen werden?

Buchtipp: Götz Thomas Wenzel; Geheimobjekt Atombunker; Die Troposphären-Funkstation Eichenthal