photo, proposal and text: Susanne.Haerpfer@bits.de

Pling! Ming!

Japanisch klingt´s am Bambushain.

Unscheinbare Platten bergen ein Geheimnis. Wer drauf hüpft, bringt sie zum Erklingen. Das ganz besondere – entdeckt nur durch Zufall. Im Botanischen Garten in Klein Flottbek – Hamburg.

Hier lassen sich Filme drehen. Die Optik: Exotisch-elegant. Kyoto meets Dubai auf hundert Quadratmetern.

Alias, Entrapment II oder eine Fortsetzung von „The Last Samurai“.

location proposal by Susanne.Haerpfer@bits.de

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Denn, was so harmlos, schön und anmutig wirkt, hat einen ernsten Hintergrund. In Japan warnte ein sogenannter „Nightingale Floor“ Bewohner von Ryokans, Klöstern und Häusern vor Angreifern. Wer auf eine bestimmte Diele trat, löste ein Knarren aus, ein Geräusch oder gleich einen Fang- bzw. Gegenangriff.

Dieser traditionelle Schutzmechanismus wurde bereits vor 30 Jahren weiterentwickelt. Sensoren im Boden lösten Alarm aus, setzten Gas frei oder riegelten alle Zugänge ab. Security-Technik in Gefängnissen, Labors, die Massenvernichtungswaffen produzierten, oder Gebäude, in denen besonders Wertvolles lagerte, bauten die tückischen Fallen ein.

Das Schöne, und das andere. Plins! Ming! Verspielt hüpft die Kleine auf die Platten. Jeder freut sich. Die Stimmung ist heiter.

Jahre später. Im Film: harter Umschnitt, nur eine Sekunde später. Oder im Lauf der Handlung. Die Protagonistin sieht die Platten. Und weiß: sie bergen eine Falle. Sie erinnert sich an die Melodie, die erklingt. Die sie jetzt aber verraten würde. Nur: welche Platten sind jetzt diejenigen, die sie gefangen nehmen? Nur anders als damals. Die mit der Klangfolge, die nur sie noch kennt, oder gerade die Flächen, die dazwischen liegen?

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SI-e-H

Kalkulation des Drehaufwands:

1 Tag für die Kleine: Schrittfolgen, close ups, Totalen, Zwischenschnitte, Umgebung

1 Tag anderer Ort, Nachbau für erwachsene Heldin

1 Tag Bambushain und Handlung

eingebettet in all die weiteren Szenen und Handlungsstränge, die es zu konzipieren gilt – von: susanne.haerpfer@bits.de