Image

mobility photographed at Hamburg port public transport by Susanne.Haerpfer@bits.de

Festanstellungen, womöglich länger als ein Jahr, werden immer seltener.

Dies entspricht der Regierungspolitik.

Selbständigkeit wurde propagiert.

Beim Arbeitsamt scheint dies allerdings noch nicht angekommen zu sein.

Zwar waren auf dem Papier Existenzgründungszuschüsse vorgesehen.

Doch die Höhe von 300 Euro würde so manchen zwölfjährigen Taschengeldempfänger zum heimischen Aufstand treiben.

Das Bild, das Arbeitsämter von Erwerbslosen vermitteln und festigen, ist das von outlaws der Gesellschaft.

Klischees von ungelernten Hilfsarbeitern und Gestrauchelten werden mit Hartz IV verknüpft und sowohl durch öffentlich-rechtliche, als auch private Sendeanstalten verstärkt, die möglichst solche Bilder suchen, die das Vorurteil von Stammtischparolen verfestigen.

Ein Zerrbild.

Dabei müssten sich die Macher nur in den eigenen Reihen umschauen und fänden genügend Betroffene.

Freiberufler, die Opfer dieser Politik sind: ausgegrenzt und in´s Abseits gedrängt, statt unterstützt. Freiberufler, deren 80 Stunden-Woche nicht genügend abwirft, sind gerade bei Physikern und Informatikern, bei Werbe-Grafikern und Kommunikationsspezialisten häufig.

Image

The empty rice bowl – symbolic picture seen and photographed at weather modification conference at Max Planck institute in Hamburg by Susanne.Haerpfer@bits.de

Wenn Arbeitsämter dennoch Beihilfen und aufstockende Leistungen verweigern mit der Begründung, deren Arbeit habe ja nicht das Ziel einer lebenslangen Festanstellung, führen sie die Regierungspolitik ad absurdum. Handeln an der Wirklichkeit vorbei. Oder setzen sich dem begründeten Verdacht aus, sie suchen nach einem Vorwand, um Erwerbslosen ihr Geld vorzuenthalten. Das ist hart an der Grenze zur Unterschlagung und Betrug.

 copyright:

Susanne.Haerpfer@bits.de

Dazu gehört auch die zusätzliche Übernahme von Fahrtkosten. Immer wieder beantragt, in sieben ½ Jahren nicht erhalten. Mindestens 30 Euro bis zur doppelten Summe für öffentliche Verkehrsmittel im Großbereich einer Großstadt. Jeden Monat. Also zwölfmal. Mehrere Jahre. Fehlen.

Eine erhebliche Summe

Kommt auf diese Weise zusammen. Bei den Arbeitsämtern. Die Gelder von Erwerbslosen an Ministerien leitet.

Geld, das Erwerbslosen vorenthalten wird,

ist für die Erwerbslose nicht vorhanden.

Was fehlt, führt in´s Minus.

_DSC0357

train station photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de in Hamburg

Angeklagt wird der Erwerbslose. Arbeitsämter kommen meist davon. Ausgerechnet Journalisten, die dem Recht zum Sieg verhelfen sollten, schlagen sich auf die Seite der Arbeitsämter, betreiben Propaganda für sogenannte „Sanktionen“ und verschärfen so die Ungleichheit. Statt dafür einzutreten, daß Erwerbslose die Arbeitsämter sanktionieren und zur Zahlung bringen.

Journalisten sitzen oft 14 Stunden und länger im Büro. Und lästern dennoch über Erwerbslose, die in ihren Arbeits- und Wohnräumen bleiben.

Weshalb eigentlich?

Ist doch genau betrachtet unlogisch.

Von welchem Geld sollen Erwerbslose durch die Gegend fahren?

Und wohin?

Museen gewähren Erwerbslosen keinen freien Eintritt; zumindest nicht in Hamburg. Wer dennoch hingeht, ist hoch motiviert.

Bild 017

photo:  copyright:  Susanne.Haerpfer@bits.de in Burma