Image

Book on Burma by Adam & Charles Black 1905 photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

********************************************************************************************************************

Fluthilfe für Deutschland könnte aus Burma kommen. Das Land, den meisten bekannt durch die
Nobelpreisträgerin Aung Saan Suu Khyi, hat im vergangenen Jahr einen Satelliten zur Erdbeobachtung gestartet.

Dies meldet die burmesische Zeitungs-Gruppe 11:

http://www.elevenmyanmar.com/national/science-tech/207-myanmar-due-to-launch-earth-survey-satellite-in-dec

http://www.elevenmyanmar.com/national/science-tech/146-myanmar-to-launch-small-earth-observati
Während in Deutschland Zeitungen dicht gemacht werden, gelten in Burma Zeitungen als Symbol von Freiheit und
Demokratie und werden dementsprechend wertgeschätzt.
In Myanmar lebt der Geist von Watergate. Entsprechend viel könnten Deutsche von den Machern dort lernen.
Ähnlich wie das Philippine Center for Investigative Journalism ist auch Burma ein Hort für investigativen

Image

me, Susanne.Haerpfer@bits.de in Burma when it was possible for me to travel there; originally photographed by my colleague, gemäß Zitatrecht re-photographed by myself

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Journalismus. Die Idee, Journalisten als Garant für die Kontrolle der Mächtigen, dort ist er noch lebendig.
Und: gemäß der Theorie, der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm am anderen Ende des
Globus auslösen, so kann in Südostasien ein Sturm entfacht werden. Im Guten wie im Schlechten. Demokratie verbreitet sich genauso rasch wie Diktatur. Das eine vom anderen zu unterscheiden, erfordert einen genauen Blick. Burmas Journalisten und Satelliten können dabei helfen und uns daran erinnern.
Einen Journalistenpreis erhielt die ehemalige Sportzeitung vorgestern.
Radio Vatikan meldet, buddhistische Mönche geben Verfolgten Zuflucht. Damit treten die Journalisten des Vatikan überkonfessionell aktuellen Meldungen entgegen:

http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/31/burma:_zuflucht_im_kloster/ted-697089

In den vergangenen Wochen wurde immer wieder gemeldet, „Mönche“ seien gegen Muslime vorgegangen. Dabei wurde bislang nicht untersucht, ob es sich tatsächlich um Mönche gehandelt hat, oder um Provokateure, die nur so gekleidet waren wie Mönche.

Waren es tatsächlich Einheimische? Oder waren die Gewalttäter eingereist? Von wo? Mönchsroben sind wie Uniformen – sie vereinheitlichen. Nur Menschen mit Ortskenntnis können unterscheiden, wer bereits seit Jahrzehnten im Land lebt, und wer nicht. Als Zugereiste bezeichneten Afghanen manche Bin Laden-Soldaten. Wer hat sich unter Burmas Mönche gemischt? Zugereiste aus Laos? Aus China? Absolventen von Kampfsportschulen? Bei uns

glorifiziert durch den Shaolin-Mythos. Wer kann Mönche in Not, die jahrhundertealte Bewegungslehre zur Notwehr nutzen, unterscheiden von Auftrags-Schlägern?
Wer gehört zur Staatssicherheit? Wer bezahlt durch Gewalt die „Schulgebühren“ und Auslands-Visa ab? In den vergangenen zehn Jahren wurde Burma von China „still“ übernommen. Zu den traditionellen Konflikten zwischen den Karen und der Zentralregierung, Verteilungskämpfen der Shan, sind Konflikte hinzugekommen, die an Tibet erinnern. Was genau geschah vor den sichtbaren Konflikten?

Susanne.Haerpfer@bits.de