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symbolic photo: susanne.haerpfer@bits.de

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Die online-Plattform Telepolis des Heise-Verlags berichtet:

„Nachts in Frankreich: Licht aus! Seit heute müssen Geschäfte, Büros und Reklame nachts dunkel bleiben.“

Paradox. Als über Jahre exakt dies in der DDR geschah, da wurde sich lustig gemacht über Dunkel-Deutschland. 

Ohne Leuchtreklame, Lack und Farbe, ohne Chemie und immer neuartigere Straßenbeläge  – galt das Land DDR nichts.

Wurde als arm verhöhnt. Geheimdienstaktionen gegen die DDR wurden mit diesem Mangel begründet.

Doch jetzt geschieht – unter anderen Vorzeichen – genau dasselbe, was über Jahrzehnte in der DDR geschah. Der Mangel wird jetzt als „assett“ verkauft.

Das geltende Aktienrecht verlangt – vor allem ein Wachstum der Dividende; unabhängig davon, wie diese erwirtschaftet wird. Regelmäßige Erneuerung geht zu Lasten der kurzfristigen Dividende. Infrastruktur und Investitionen unterbleiben. Denn:

Immer größere Gewinne lassen sich ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch zu Lasten anderer erzielen. Zerstörung als Steigerung des Brutto-Sozial-Produkts. Das bleibt so lange unentdeckt, bis immer mehr Menschen betroffen sind von diesem Denkfehler. Dieser Punkt ist jetzt erreicht. Immer mehr Menschen sind arm, und müßten eigentlich Geld vom Staat erhalten. Doch bereits jetzt bekommen viele noch nicht einmal das

was ihnen zusteht. Geltendes Recht wird ignoriert, Geld einfach nicht gezahlt. Das hat nichts damit zu tun, daß Menschen sich „schämen“ würden, wie falsch und spekulativ ausgerechnet als Nachricht in der Tagesschau verkündet wurde. Sondern: Millionen haben zuvor von denen falsche Informationen erhalten, die ihnen jetzt angebliche „Unwissenheit“ vorwerfen. Oder monieren, zu klagen. Dann sprechen Journalisten von Unverschämten, die „arme“ Gerichte mit Klagen überschütten würden – und dies für vermeintlich niedrige Beträge. Und zeigen doch nur, daß sie entweder nicht rechnen können (hundert Euro von 300 ist ein Drittel eines Monatseinkommens und entspricht 10.000 Euro eines gehobenen Gehalts), oder die Käuflichkeit einer Zunft. Der „Schwarze Kanal“ nennt sich jetzt PR-Agentur, der beschränkten Bundesbürgern die Regierungspolitik „erklärt“.

Als „ökologisch“ gilt es nun, kein Licht anzuschalten.

Dafür schickt der kapitalistische Westen sogar ehemalige Stasi-Spitzel in westdeutsche Haushalte.

Das gehorsame Rapportieren haben diese verinnerlicht; und sorgen für Plan-Erfüllung. Wer nach der Wende arbeitslos geworden ist, findet jetzt ein neues Beschäftigungsfeld. Andere Erwerbslose drangsalieren, und das ganze im (Boulevard-) Fernsehen als vermeintliche „Hilfe“ für angeblich dumme, hilflose, verschämte Erwerbslose verkaufen.

Ausforschen und Drangsalieren – vehement promoted von enthemmten Frauen im Fernsehen, die um ihre Dividende fürchten, oder einfach zu verblendet sind, um zu begreifen, wem sie Vorschub leisten.

Diejenigen, die dagegen wirklich umsichtig wirtschaften, bleiben ein zweites Mal auf der Strecke.

Susanne.Haerpfer@bits.de

„France noir“:

http://www.heise.de/tp/blogs/2/154547