Neuartiger Straßenbelag aus Spezial-Nano-Klebstoff verkleistert die Erde.

Wasser kann nicht in den Boden sickern.

Menschen versinken in der Flut.

Ein hoher Preis.

Milliardenschäden durch Flut,

statt nur zu spät zur Arbeit wegen Stau.

“Der Untergrund ist dann absolut wasserdicht” ,

wirbt der Geschäftsführer einer Nanotechnik-Firma im SPIEGEL.

Eine fatale Wirkung. Denn so kann Regen nicht in´s Erdreich gelangen. Die Trinkwasser-Reservoirs werden nicht aufgefüllt. Dafür bahnen sich die Wassermassen einen neuen Weg. Ganze Ortschaften versanken in der Flut.

Die Schäden wurden ad hoc auf Milliarden geschätzt.

Ein hoher Preis. Für weniger Staus. Und immer mehr versiegelte Landschaften.

Der Behördenspiegel vom April dieses Jahres schreibt auf Seite 40 über ein neues

Kleber-Granulat, das die Erde komplett abdichtet.

Der Behördenspiegel wirbt für die STRABAG AG;

und macht eine Milchmädchenrechnung auf. Der

Klebstoff bewirke, daß Straßen und Autobahnen

weniger häufig erneuert werden müssten. Das

vermeide “kostenintensive, umweltschädliche und

ärgerliche Verzögerungen”, heißt es in dem

Beitrag. Selbst der SPIEGEL verbreitet unkritisch

Chemie-PR. In der Ausgabe 5/2011 wirbt eine

Julia Koch für “Super-Asphalt” via Nanotechnik.

Die Autorin wirbt für ein “Nano-Spezialgemisch

aus Polymeren, Latex und Siliziumdioxid”, “das

in den Zement für den Straßenunterbau gerührt

wird.

Was die Autoren offenbar vergaßen:

Wenn der Untergrund absolut wasserdicht ist,

kommen weder Menschen, noch Tiere, noch

Pflanzen an Wasser.

Alles Leben stirbt.

Die Folge von:

“Mondlandschaft Autobahn” – so die Überschrift, die versucht, die fatale Milchmädchenrechnung auf den Punkt zu bringen.

Milliardenschäden bei Städten, Kommunen und Konzernen.

Hinzu kommen weitere Milliarden-Schäden von Privatleuten, die

gar nicht so rasch beziffern können, was vernichtet wurde, wie teuer die Neubeschaffung wird, und wie viele Arbeitsstunden es allein kostet, den

Aufwand zu berechnen, die Schäden zu beseitigen.

Und das alles

nur deshalb, weil Menschen so ungern im Stau stehen.

Schweres Gerät und Kraftstoff sind nötig, den

Belag wieder aufzustemmen, der zuvor gegossen wurde.

Zaghafter Vorschlag einer Pflanze - photo: susanne.haerpfer@bits.de

Zaghafter Vorschlag einer Pflanze – photo: susanne.haerpfer@bits.de

Bislang können Pflanzen noch den Straßenbelag aufbrechen.

Sie korrigieren Denkfehler und mangelhafte Stadtplanung.

Pflanzen machen oft recht kreative Stadtbegrünungsvorschläge.

Der neue Klebstoff hingegen verkleistert die Erde so, daß sie nicht mehr an´s Grundwasser gelangen. Der Mensch auch nicht.

Trinkwasser wird rar und kostbar, zugleich ertrinken immer mehr Menschen, Tiere und Pflanzen.

Noch schlimmere Katastrophen drohen. 

Bereits jetzt verzeichnen Experten täglich Erdbeben auch in Deutschland. 

2012 stand daher die Militärübung Terrex in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Motto:

Was, wenn die Beben schlimmer werden. 

Bundeswehr, Technisches Hilfswerk und Ortsfeuerwehren probten den Ernstfall, wenn eine deutsche Stadt durch Erdbeben verschüttet würde.

Erdreich, das zugeklebt und zusätzlich durch

Fahrzeuge und Gebäude belastet wird, steht

unter enormer Spannung. Die Folge: an einer

Stelle reißt die verkleisterte Fläche doch auf – ohne Rücksicht darauf, ob sich eine Tankstelle, eine Chemiefabrik oder ein Kindergarten dort befindet, wo sich die Erde türmt oder im Gegenteil als Erdspalte auftut.

Dabei

wären mehr Menschen beschäftigt, wenn die

Straßen regelmäßig einfach – ohne Nano-Kleister – ausgebessert werden – quasi

en passant, wie auch regelmäßiges Geschirr-Waschen den meisten gar nicht als

Arbeitszeit auffällt.

Regelmäßige Erneuerung; photo: susanne.haerpfer@bits.de

Regelmäßige Erneuerung; photo: susanne.haerpfer@bits.de

Die Straßenbau-Arbeiter erhielten Geld und könnten es sparen und

könnten es ausgeben, weder Banken noch Geschäfte müssten gerettet werden.

Straßenbau regelmäßig ohne Chemie bringt mehr Beschäftigung, Geld und verringert die Flutgefahr.

In Thailand warnten Elefanten vor dem drohenden Tsunami. Die Menschen begriffen nicht und ertranken.

Zur Zeit machen

Ameisen vor, was nötig ist:

Zwischen den Gehwegplatten bohren sie Löcher.

So kann mehr Regen abfließen. Zugleich

vergrößert sich das Trinkwasser-Reservoir.

Ameisen & Pflanzen haben "die Nase voll" und nehmen Stadtplanung selbst in die Hand; photo: susanne.haerpfer@bits.de

Ameisen & Pflanzen haben „die Nase voll“ und nehmen Stadtplanung selbst in die Hand; photo: susanne.haerpfer@bits.de

Dafür legen die emsigen Ameisen Nachtschichten ein. Bei Flutlicht lassen sich

Kolonnen kleiner Straßenbau-Arbeiter beobachten, die Löcher bohren, wo sie nur

können und Sandkegel aufschütten, die als Damm dienen. Betrachtet man die Ameisen und das Ergebnis ihrer Arbeit Maßstabsgetreu, vollbringen sie Wunder.

Menschen müssten Schutzkegel von der Größe von Vulkanen auftürmen, um das zu

erreichen, was die Ameisen ihnen gerade vormachen. Die gruppieren, im Einklang mit Regen

und Wind, Blätter, Blüten und Äste um ihre Tiefgarage. Das sieht nicht nur schön aus, dient der Straßenbeschilderung für Ameisen-Bautrupps,

sondern ist auch ein ganz natürlicher Schwamm,

wenn der Regen kommt.

Vielleicht droht wieder eine Flut, wie die, die Hamburg heimsuchte.

Selbst für den Fall, daß eine solche Katastrophe ausbliebe, Ameisen ersparen so manches teure Keller-Auspumpen.

Immerhin haben sie Jahrtausende Erfahrung im

Straßen-Tiefbau.

Das haben sie gemeinsam mit Kollege Maulwurf,

dem buddelnden Kaninchen, Freddy, der Feldmaus,

und tapferen Hamstern, die Hunde zum Mitbuddeln

bringen.

"Throwing up" the mole way; photo: susanne.haerpfer@bits.de

„Throwing up“ the mole way; photo: susanne.haerpfer@bits.de

Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sollten einmal die Arbeitszeit, Leistung und Nutzen durch Schadens-Vermeidung von Ameisen und anderen Tieren und Pflanzen berechnen.

Vielleicht wäre dann so manches ökologische Stadtprojekt viel wirtschaftlicher, als jene, die dazu führen, daß Menschen in Fluten versinken und darum bangen müssen, ob sie den Schaden jemals von Versicherungen ersetzt bekommen.

von Susanne.Haerpfer@bits.de

mehr Fotos:

GULLIS REICHEN NICHT, ES BRAUCHT MEHR PFLANZEN

– befindet der Stadt-Rat der Pflanzen und

startet eine Begrünung

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Diese Pflanzen machen einen Vorschlag

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tapfere kleine Grünpflanze & Grüne Stadt –

Entwurf: Star-Architekt Charly, die Ameise

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Pflanzen korrigieren Fehler der Stadtplanung;

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