photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

„SIE SIND GRÜN“

von Susanne Härpfer

Pflanzen sind lebendige Wesen.
Pflanzen reagieren äußerst empfindsam auf alle sie umgebenden Einflüsse.

Pflanzen
haben Zellen, die mit einander kommunizieren, wie es Zellen in Tieren tun.

“Plants are complex living beings,
extremely sensitive to environmental factors.”

Frantisˇek Balusˇka, Marta Olivetti und Stefano Mancuso haben diese Forschungsergebnisse an der Universität Bonn vorgestellt.

Diese bahnbrechenden Schlussfolgerungen sollten mit
einem Nobelpreis geehrt werden.

Immerhin kommen die Wissenschaftler zu keinem geringerem Ergebnis, als der Erkenntnis:
alles, was man bislang über Pflanzen gewusst zu haben glaubte, müsse revidiert werden.

In Fachzeitschriften wie „Plant Signaling & Behavior“ schreiben sie:

„Pflanzen empfinden, erfassen, erinnern und verarbeiten Erfahrungen und benutzen diese Information, um sich veränderten Umweltbedingungen anzupassen und für Daseinssprünge (Evolution). Dies belegen neueste Forschungsergebnisse.

Pflanzen handeln als System, das Wissen akkumuliert – genauso wie jedes andere lebende und lebendige Wesen auf der Welt.”

Sogar Magnetfelder werden von Pflanzen erfaßt.
Zitiert Baluska die Forscher Galland und Pazur.
„Neueste Studien belegen, daß es „cryptochrome“ sind, die Pflanzen in die Lage versetzen, Magnetfelder zu erfassen und zu verarbeiten; vergleichbar denen bei Vögeln“, fanden Ahmad, Solov’yov, Johnsen und weitere heraus.
Die Autoren erklären nicht, was „cryptochrome“ sind.

Es kann sich um verborgene, bislang nicht entschlüsselte oder für inaktiv oder sogar bedeutungslos gehaltene Gene handeln – Krypto – Chromosome – die wie eine zip-Datei komplexe Sachverhalte komprimiert und auf Chromosomengröße zusammenschnurren läßt.
Es kann sich auch um das Metall Chrom handeln, das im Körper bestimmte Eigenschaften und Aufgaben hat.
Es kann sich um Farbstoff handeln, der Eigenschaften und Fähigkeiten besitzt und diese als Botenstoff sowohl beinhaltet, als auch weitergibt oder Prozesse auslöst.
Dann gäbe es quasi eine Ampel in Lebewesen,
und Farben wären dann physikalisch-chemische Faktoren, die es zu beachten gilt.
Vor dem Hintergrund, das elektromagnetische Wellen auch als Lichtspektrum dargestellt werden, bekommt dieser Sachverhalt eine besondere Bedeutung. Über den bislang bekannten Aspekt der Photosynthese hinaus.
Zellwachstum, Zellzerstörung, Lebenserhaltung, Lebensverlängerung, aber auch Krebs, und radioaktive Strahlung bzw. der Schutz davor – sie alle hängen von elektromagnetischen wellen ab, transformiert in Licht, das wiederum als Farbspektrum darstellbar ist.

Von besonderer Bedeutung ist außerdem die Erkenntnis, daß Lebensvorgänge in Pflanzen elektrisch-elektronisch gesteuert sind.
Werden diese gestört, werden Pflanzen verletzt oder gar gequält, geraten auch die elektrisch-elektronischen Systeme in der Pflanze aus dem Takt; und sie reagieren auf den Angriff.

Die Ergebnisse gehen sogar noch weiter:

„Es gibt Gene, die durch Geräusche beeinflusst werden, durch Geräusche aktiviert und hervorgerufen und in Gang gehalten werden.
Es handelt sich um die Gene rbcS und Ald. Dabei handelt es sich um neueste Eigenschaften, um die Pflanzen ihr Repertoire erweitert haben, Faktoren zu erfassen. Wirksam werden die Gene, sobald die Frequenzen 125 und 250 Hz auftreten; hörbar werden“, zitieren die Autoren die Studien Jeongs und weiterer Wissenschaftler aus dem Jahr 2007.

Diese Ergebnisse sollten den Nobelpreis bringen.

„So wie Pflanzen Magnetfelder wahrnehmen (vgl. Beispiele), sind diese Gene lichtempfindlich, reagieren diese beiden genannten Gene auf elektromagnetische wellen, die sich (auch) als Licht darstellen. Daraus läßt sich schlussfolgern, daß es diese spezifische Kombination von Licht in Verbindung mit jeweils spezifischen weiteren physikalischen Faktoren ist, die für eine ganz besondere Bedeutung hat“, so die Autoren an der Universität Bonn.

„Dem zu Folge sind sogar elektromagnetische Felder im Hochfrequenz Bereich bei niedriger Amplitude (Feldstärke), wie sie von schnurlosen Geräten, nicht verkabelten Apparaten ausgehen, der Auslöser für sofortige Reaktion in Pflanzenzellen, die umgehend Änderungen auslösen“, verweisen die Autoren auf die Forschungsergebnisse ihres Kollegen Vian aus dem Jahr 2007.

Mit einer noch größeren Sensation warten die Forscher Beaubois und Roux auf. 2007 und 2008 fanden sie heraus, daß Pflanzen so gar noch empfindlicher gerade auf die niedrigen Feldstärken, die unteren Amplituden reagieren. Und sie sind noch empfindlicher als es Tiere sind.

Pflanzen als Lebewesen mit Merk- und Lernfähigkeit.

Pflanzen reagierten zudem auf elektromagnetische Wellen,
schreiben die Forscher. Bereits Charles Darwin habe dies gewusst.

Es soll die homepage darwin-online.org.uk geben;

auch zu erreichen über die Startseite der Hamburger Staatsbibliothek. Allerdings ließ sich diese Seite zumindest heute nicht online erreichen.

Dies versuchen die Wissenschaftler, durch ihre Arbeit umzukehren.
Sie machen auf die lange Tradition der Pflanzenforschung aufmerksam und versuchen, daran anzuknüpfen.
Bereits Charles Darwin habe 1875 drei Bücher über das Leben von Pflanzen geschrieben.
Diese seien mindestens ebenso bedeutungsvoll wie die Evolutionstheorie, die ihn berühmt machte. Darwins Erkenntnisse über das Leben von Pflanzen sei zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Zeit, Charles Darwin selbst im Original zu lesen.

Die Autoren erinnern an weitere Meilensteine der Pflanzenforschung: