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photo: Susanne.Haerpfer@bits.de

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Pseudonyme sollten Schutz bieten.
Journalisten nennen Informanten und Interviewpartner anders.
Militärs und Geheimdienste benennen Quellen um.
Aber auch Behörden und mißliebige Nachbarn ändern Namen.
Der Wert von Namen ist damit rapide gefallen.
Es handelt sich nicht mehr um einen verläßlichen Faktor.
Dennoch werben internet-Dienste, compliance-Firmen und Daten-Sammeldienste für die Wirtschaft damit,
Namen und Fakten zu verknüpfen. Auf diese Weise werden Wahrscheinlichkeiten von möglichen Zusammenhängen
geschaffen, die in so manchen Fällen gar nicht existieren.
Journalistische Sorgfaltspflicht gebietet, bei den jeweils Betroffenen direkt und unmittelbar nachzufragen.
Viele „Leserreporter“, besorgte Bürger, Experten, Blogger, etc. wissen dies nicht.
Und unterlassen es, sich direkt an diejenigen zu wenden, von oder über die sie im Internet Informationen gefunden zu haben glauben.
Auf diese Weise können Unschuldige belastet werden, in einen Kontext gestellt werden, in den sie nicht gehören.
Sie müssen von der falschen Berichterstattung noch nicht einmal etwas erfahren, denn es gibt weltweit mehr als
die gängigen Medien. Was einmal für mehr Vielfalt sorgen sollte, ist zu einer Gefahr für alle geworden. Denn in
Veröffentlichungen geistern Falschmeldungen und Rufmorde durch die Welt, deren fatale Auswirkungen die Betroffenen erst
dann erfahren, wenn ihr scoring bei Banken niedrig ist, sie Waren und Dienstleistungen nicht erhalten,
oder weder Aufträge, Ankäufe noch Arbeitsverträge bekommen.
Der Fall des kritischen Atomwissenschaftlers Klaus Traube weltweit.
Wirtschaftlicher Schaden für viele.
Daher muß mindestens ein „Beipackzettel“ deutlich sichtbar auf Seiten von Suchmaschinen erscheinen, die darauf aufmerksam
machen, daß eine direkte Kontaktaufnahme mit Betroffenen unabdingbar ist.
Die Grundregeln des Journalismus – kompimiert als Hinweis auf Webseiten.
Der deutliche Hinweis, daß jedes Zuwiderhandeln anderen Menschen schadet.
So wie nicht nur Kinder unter verpesteter Luft leiden,
so entsteht enormer wirtschaftlicher Schaden dadurch, daß Grundregeln des Journalismus mißachtet werden.
Ein solcher Hinweis auf die strafrechtliche Konsequenz ist weder Abzocke, noch lamoryanz noch reine Rhetorik:
es ist überlebenswichtig.
Viele derjenigen, die sich zu Demos und anderen Protesten zusammen finden in Griechenland, Spanien und Deutschland, wissen vielleicht gar nicht,
daß es ihre achtlosen Mitprotestler sind, die sie überhaupt erst in diese Lage gebracht haben.
Falsche Behauptungen, herabwürdigende Äußerungen, falsche Angaben und Aussagen, und schon sinkt das scoring.
Es sind nicht die Banken allein, es ist jeder einzelne, der sich nicht kundig macht. Der (Des)-Informationen
verbreitet ohne Fakten-check, ohne Rückfrage.
Informationen sind wie Radio-Aktivität – viele sind unsichtbar und dennoch tödlich.
Die Halb-Wert-Zeit
ist mehrdeutig.
von:

Susanne.Haerpfer@bits.de