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  © susanne.haerpfer@bits.de

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Einige Beschäftigte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verdienten doppelt und dreifach, schreiben das Handelsblatt und die online-Plattform Telepolis des Heise-Verlags. Beide berufen sich auf den SPIEGEL: „Ein Großteil [3] dieser Gelder stammt aus

Beaufsichtigungsposten für Produktionsfirmen, Rechtehändlern und Werbevermittlern, die den Sendern häufig als Tochterfirmen gehören oder auf andere Weise eng mit ihnen verbunden sind. Indirekt müssen diese Zusatzvergütungen deshalb auch von den Rundfunkgebührenzahlern aufgebracht werden.“

http://www.heise.de/tp/blogs/6/154750

Das sind diejenigen, die mir als Freiberuflerin für ein Vierteljahr Arbeit zweitausend Euro zahlen wollen; Spesen inklusive – und selbst das Geld ist noch immer nicht gezahlt worden.

Gleichzeitig erklären die Meldungen auch, wieso manche Aufträge erhalten und andere nicht. Ein Geflecht, das man erst einmal kennen muß. Ich habe beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk volontiert, und dennoch ist es mir völlig neu, was die Print-Kollegen ausgegraben haben. Geahnt habe ich allerdings, daß es eine Struktur geben muß, die von den offiziellen Richtlinien abweicht. Kameramänner, die sich bei privaten Produktionsfirmen bewährt haben, waren partout nicht zu buchen – die Arbeitnehmerüberlassungserklärung machte dies scheinbar unmöglich. Die wurde von den teams verlangt, die nicht festangestellt waren. Verbunden war dies mit solchen Auflagen, die keiner erfüllen konnte. Seltsam nur, daß es einem prominenten Redakteur binnen zehn Minuten gelang, den Kameramann für seine Produktion zu bekommen, den ich vergeblich versucht hatte, für Magazinbeiträge im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu beschäftigen. Das mit der Arbeitnehmerüberlassungserklärung schien für Prominente nicht zu gelten.

Aber vielleicht gibt es eine weitere Ebene, über die nicht berichtet wurde. Dann wären einige Nebenverdienste in Wahrheit ein Ausgleich für zu niedrige Honorare. Anderkonten für Erwerbslose. Beihilfen für in Not geratene Kollegen. Entschädigung, die nicht so genannt wird. Schadensausgleich.

Gern erführe ich mehr über die Unterschiede zwischen Lesart-1 und Variante zwo:

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