Image Daten saugen Geld ab – motto photo: ©susanne.haerpfer@bits.de

 „Wir leben von Hartz IV“

                                                heißt für manche, sich an Erwerbslosen zu bereichern.

Mit Erwerbslosen läßt sich für Inkassounternehmen Geld verdienen – staatlich garantierte Einnahmen. Staatlich geförderte Armutsindustrie, privat bezahlt.

„Da werden Sie geholfen“[ © Verona Feldbusch]

first we take Africa

dann sorgen

sie dafür, daß die Sorgen möglichst nie ausgehen und es möglichst lange so bleibt

then we take [down] Berlin.

Wenn ausgerechnet deutsche Amts-Gerichte schreiben:

„Selbst UNBERECHTIGTE Forderungen MÜSSEN bezahlt werden“

und zugleich bekannt ist:

Erwerbslosengeld ist bereits zu knapp bemessen für den ganz normalen Alltag.

Wer dann die gesetzlich verbrieften Leistungen einfach nicht erhält

Und zudem

mit einer Lawine überzogen wird von lauter unberechtigten Forderungen,

ist man gezwungen, sich wehren zu müssen.

_DSC0327  ©susanne.haerpfer@bits.de

Doch das kostet Geld.

Und wenn es scheinbar“belanglose“ Ausgaben sind für

mehr

Fotokopien, Briefmarken, Druckerpatronen, Computer-Abnutzung, Papier, Strom, Speichermedien, Übertragung im internet, Suchen im internet, Fahrtkosten (Bus oder Benzin), Verpflegungsmehraufwand, etc. usw.

_DSC0581  Hamburger Finanzamt im Blick – motto photo: ©susanne.haerpfer@bits.de

Obendrein Suche nach einem Anwalt, und die Fahrten dorthin – denn die Armuts-Anwälte splitten einen Vorgang auf in jeden einzelnen „Atemzug“; quasi jede Zeile wird einzeln abgerechnet – so wie es auch Ärzte machen mit Kennziffern für Händedruck, Begrüßung, etc

(vielleicht versuchen Kanzleien außerdem billige Arbeitskräfte zu bekommen, und machen so wiederum andere gelernte Kräfte ebenfalls erwerbslos)

Diese aufgezwungenen Mehrkosten

sind nicht enthalten im „Regelsatz“,

deshalb heißt er ja auch „Regelsatz“, weil er das arme Alltagsleben, den Basis-Sockel betrifft.

All das, was zum Alltag auch dazu gehört: Reparaturen, Neu-Anschaffung des zerbrochenen Kaffeebechers, der Wasserkocher, der irgendwann seinen Geist aufgibt, der neue Computer – im Deutschland 2013 gibt es kein Geld für ein neues notebook nach zehn Jahren Betrieb. Katastrophen des Alltags sind bei Hartz IV nicht vorgesehen.

Image  ©susanne.haerpfer@bits.de

Als ob dies bereits katastrophal genug wäre, wird obendrein auch noch Abzocke ausgerechnet bei denen betrieben, die es sich nun gar nicht leisten können; die Restlichen werden dorthin getrieben.

Kein Grund also für Neid und Missgunst, das nützt nur den Tätern.

Es betrifft alle – jene, die es bereits getroffen hat, und alle restlichen ebenso.

Täter kalkulieren: die können sich nicht wehren,

und:

es ist garantiert, daß sie sich nie wieder wehren können,

denn:

dafür hat die Schufa schon gesorgt

weltweit

ohne Worte... ©susanne.haerpfer@bits.de

ohne Worte… ©susanne.haerpfer@bits.de

erledigt, vom service-Unternehmen, das sich aufgeschwungen hat zum angeblichen Oberaufseher. Noch zu klären ist, ob es sich nur um einen Vorwand von Banken handelt, oder ob tatsächlich eine (feindliche) Übernahme seitens der Schufa stattgefunden hat.

Inneres Aushöhlen der Bankenhoheit.

Die Täter, die unberechtigte Forderungen erheben,

erhalten entweder direkt Geld

Oder bekommen es via Steuerabschreibung vom Auftraggebenden Konzern,

also letztlich vom Aktionär und damit oft vom Opfer, das doppelt und dreifach bezahlt: für die Ware oder Dienstleistung, über die Steuern und dann nochmals beim angeschlossenen Inkassounternehmen. Das ist der wirkliche Preis der vermeintlichen Schnäppchen.

Auf jeden Fall aber gibt es für die Inkassofirmen Geld vom Gericht, also vom Staat.

Für die angeblichen Gerichtsvorgänge, die es bei Großkanzleien und Inkassokonzernen gar nicht gibt, da nur die computer miteinander die Textbausteine austauschen.

Dennoch wird offiziell abgerechnet, wie es eigentlich dem Opfer zustünde. Die einzelnen Menschen wenden als einzige tatsächlich Zeit und Bordmittel auf. Sie suchen die Belege zusammen, machen sich schlau, lassen sich beraten, setzen Schreiben auf, widersprechen, rufen an, mailen, rennen zum Gericht – und verzweifeln.

symbolic photo out of Chapter on Quedlinburg; Susanne.Haerpfer@bits.de

symbolic photo out of Chapter on Quedlinburg; Susanne.Haerpfer@bits.de

Derweil ergaunern Inkassokonzerne Staats- und Steuergelder für eine Leistung, die sich längst amortisiert hat. Der break even ist erreicht, seitdem werden Gewinne geschrieben. Und manche Opfer jubeln auch noch. Mit steigendem Aktienkurs in den Untergang.

Die updates von Gesetzesänderungen kommen automatisch bzw. man schreibt sich die Gesetze als Lobbyist ohnehin gleich selbst. Das Rad muß nicht neu erfunden werden.

Fragen hingegen Opfer nach einer Sammelklage, so werden sie von Verbraucherzentralen abgewimmelt. Dafür brauche man einen Anwalt, und den gebe es nicht. Datenschutz, das müssen Sie verstehen. Dennoch sind immer wieder Erfolgsmeldungen zu hören von Präzedenzurteilen, die Verbraucherzentralen erstritten hätten. Das muß in einem anderen Bundesland sein. In Hamburg jedenfalls sind es Betroffene, die einen Anwalt mit Verve aufgetrieben und sich gegen Telekom & Co durchgesetzt haben. Den Erfolg bekommt dennoch die Verbraucherzentrale auf ihre Fahnen geschrieben. Weshalb eigentlich?

Die FDP jedenfalls hat Konsequenzen gezogen und eine neue Vereinigung in´s Leben gerufen, die das tun soll, wofür eigentlich die Verbraucherzentrale gedacht war: klagen oder durch Verhandlungen und Appell an Kulanz, Einsicht und menschliche Logik Abzocke jeglicher Art stoppen.

In der Broschüre „Vier gute Jahre“ heißt es auf Seite 63:

„Wir haben die Stiftung Verbraucherschutz gegründet.“

calculator photo:susanne.haerpfer add bits.de

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Ob die Partei der Liberalen sich wohl wendet gegen „info-score Forderungsmanagement GmbH, dem Unternehmen von arvato infoscore“?  Immerhin gräbt das Unternehmen der eigenen Klientel das Wasser ab. Die Firma erhebt regelmäßig unberechtigte Forderungen und drückt diese bei Gericht gegen die Opfer durch. Kein Problem für die fixe Firma, denn sie sitzt längst im Gericht und in den Verwaltungsbehörden.

Der Behördenspiegel schreibt in seiner Ausgabe vom September 2012, „Justizkostenforderungen (Gerichts-, Notar-, Registerkosten) des Landes Baden-Württemberg“ sollten seit März 2009 von der Bertelsmann-Ausgründung „arvato infoscore“ bearbeitet werden. Selbst Forderungen, die vom Gericht niedergeschlagen wurden, sollten von der Firma wieder neu erhoben und eingetrieben werden.

Recht auf den Kopf gestellt.

Opfer hingegen, die ihr Geld zurückverlangen, Opfer, die sich gegen die unberechtigten Forderungen des Unternehmens zur Wehr setzen, wurden im selben Zeitraum in Hamburg abgewimmelt: Urteil einmal ergangen, keine Chance, sich selbst gegen die unberechtigten Forderungen dieser Firma zu wehren.

Staatlich garantierter Sieg, wenn „infoscore“ im Briefkopf steht. Der Computer des Inkassokonzerns steht im Gericht und ersetzt quasi den Richter – Rechtsprechung beseitigt mit der Löschtaste. Die Inkassofirma hat sich die Formulare selbst geschrieben.

Hahnebüchenes Unrecht. Es wird Zeit, die offizielle Begründung wahrzumachen, für die das Unternehmen eingeschaltet wurde: Fehlurteile zu korrigieren, eine Revision zuzulassen und sich stark zu machen für den Einzelnen – für WENIGER Einnahmen durch falsche Forderungen und Geld-Rückgabe an die Opfer der falschen Forderungen.

motto photo ©susanne.haerpfer@bits.de

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Zumal sogar das Behördenblatt „Behördenspiegel“ schreibt:

„langfristige Überwachung und Bewertung“ der Schuldner – „Der private Partner führt hierzu schriftliche und aktive telefonische Mahnaktivitäten durch, welche in Inhalt und Abfolge mit der Landesoberkasse Baden-Württemberg abgestimmt sind.“

Das ist ein Hammer, umgangssprachlich formuliert.

Telefonwerbung ist als Belästigung eingestuft und verboten, Arbeitsämter haben zu Recht die Privatsphäre zu achten und dürfen Erwerbslose nicht einfach heimsuchen, aber ein Inkassokonzern erhält das Plazet, sich über´s vergleichbare Recht hinwegzusetzen.

Um die Vorgabe zu erfüllen, „700.000 Euro pro Jahr einzutreiben“, heißt es im Behördenspiegel.

Das Land hat sich erpreßbar gemacht. Für Einnahmen tut Baden-Württemberg offenbar alles – auch arme Bürger überwachen und finanziell auspressen zu lassen.

Das macht privaten Firmen dann die Übernahmen günstiger. Kalte Enteignung, als Privatisierung deklariert. Umverteilung von oben.

Mit Methoden nach Stasi-Art. Bespitzelung. Überwachung, Denunziation werden gefördert, statt Erwerbslose [Freiberufler] gefördert. Das Negative der DDR erhält westliche Unterstützung und ein privates Tarnkleid.

Die Einnahmen haben offenbar gierig gemacht. Denn der Landtag Baden-Württembergs sollte darüber befinden, ob noch mehr Urteile rückgängig gemacht werden sollten, um weiteres Geld für infoscore zu pressen „erzielen“ würden die Befürworter verharmlosend sagen. Selbst in Hessen soll auf ähnlicheWeise Geld beschafft werden. Der Behördenspiegel schreibt auf Seite 9: „Ein entsprechender Gesetzentwurf befindet sich derzeit in parlamentarischer Behandlung.“

Man merke auf beim medizinischen Vokabular.

Durchgedrückt werden solche Entscheidungen, in dem man Menschen krank macht.

Und sie dann dafür bestraft.

"Blaulicht"-abstrakt: ©susanne.haerpfer@bits.de

„Blaulicht“-abstrakt: ©susanne.haerpfer@bits.de

Thema für einen Fernsehbeitrag –

Die Absurdität des Prinzips verdeutlicht durch neue Grafik-Technik, wie sie bei „Karambolage“ (ARTE) oder „Missing link“ (ZDF) zu sehen ist.

Fakten.

Statt Täter, die den Opfern unterstellen, sie würden sich subjektiv im Unrecht bzw. Recht fühlen. Nein. Es gibt Fakten. Die gilt es, zu recherchieren, zu erzählen, in Bilder umzusetzen. Das Prinzip: Wie Erwerbslose abkassiert werden

Als Struktur aufgezeigt, filmisch erzählt mit Bildern, die man sich gern ansieht. Keine beschönigende PR fürTäter, sondern Intereresse, Unterstützung bzw. Empörung wecken bei jenen, die bei Armut abschalten, weil es bereits zu viel davon im Alltag gibt.

Kritisch auf den Punkt.

Das macht Arbeit. Es bedeutet Aufwand, Sympathie in einen Fernsehbeitrag umzusetzen.

Wer bezahlt? Eigentlich sollten die Redaktionen tun.

Was aber, wenn es dort heißt, dafür sei kein Geld da; ginge es nicht auch billiger?

Nein.

Denn dann kommen Gerichtsshows und Krawall-TV bei raus. Das, was als Unterschichtsfernsehen verschrien ist. Klischées werden verstärkt. Das Bild „so sind sie also, die Hartz IV-Empfänger“ wird verfestigt, statt den Mechanismus aufzuzeigen, der sich erst an den Erwerbslosen schadlos hält, und dann ein ganzes Land in den Abgrund stürzt.

Sind Weihnachtskugeln Luxus? Wenn es heißt: Essen oder internet oder Christbaumkugeln, nur eins läßt sich bezahlen - motto photo: ©susanne.haerpfer@bits.de

Sind Weihnachtskugeln Luxus? Wenn es heißt: Essen oder internet oder Christbaumkugeln, nur eins läßt sich bezahlen – Selbst wenn der Weihnachtsschmuck geschenkt und gefunden wurde: Fotografieren, grafisch aufpeppen und in´s internet stellen, kostet Geld. Ergänzende, aufstockende Beihilfen sind durchaus vorgesehen in den Arbeits- und Sozialgesetzen. Aber interne Anweisungen und Vorgaben privater Lobbyisten höhlen das Recht aus. motto photo: ©susanne.haerpfer@bits.de

Es hat fünf Stunden gedauert, diesen Beitrag heute früh zu schreiben,

die entsprechenden Fotos herauszusuchen, sie optisch aufzupeppen und den Beitrag online zu stellen.

Diese Fotos habe ich zuvor gemacht und sie gespeichert und nach Motti sortiert. Das sind nochmals ca. fünf Stunden.

Das Buch „Einfach abgehängt“ habe ich gelesen und exzerpiert. Nochmals geschätzte fünf Stunden.

Außerdem habe ich den Behördenspiegel gelesen und die wichtigsten Stellen herausgeschrieben: rund drei Stunden.

_DSC0387  motto photo: ©susanne.haerpfer@bits.de

Es hat fünf Stunden gedauert, diesen Beitrag heute früh zu schreiben,  die entsprechenden Fotos herauszusuchen, sie optisch aufzupeppen und den Beitrag online zu stellen.

Diese Fotos habe ich zuvor gemacht und sie gespeichert und nach Motti sortiert.

Das sind nochmals ca. fünf Stunden.  Das Buch „Einfach abgehängt“ habe ich gelesen und exzerpiert. Nochmals geschätzte fünf Stunden.

Außerdem habe ich den Behördenspiegel gelesen und die wichtigsten Stellen herausgeschrieben: rund drei Stunden.

Hinzu kommen Stunden und Tage, die es mich gekostet hat, mich selbst gegen unberechtigte Forderungen u.a. von „arvato invoscore“ zu wehren, Widersprüche an Gericht und Unternehmen zu schreiben, Belege für meine Argumentation zusammenzustellen, zu faxen, zu mailen, zur Post zu bringen, selbst bei der Telekom vorstellig zu werden, zum Gericht zu fahren und an die menschliche Vernunft zu appellieren, zur ÖRA (öffentliche Rechtsauskunft in Hamburg) zu fahren, dort zu sitzen und dennoch nichts erreichen, zur Verbraucherzentrale zu fahren und ebenfalls nichts zu erreichen, die Broschüre der FDP zu lesen und daraus Fragen zu formulieren,  Anwälte zu suchen, sie nicht zu finden, mit Anwälten reden und dennoch nichts erreichen, nach sieben Jahren erstmals meinen Rechtsanwalt wieder treffen, den ich als festangestellte Redakteurin der AKTE/metaproductions/SAT.1 hatte – jetzt müßte ein erneutes Treffen stattfinden zur gemeinsamen Strategiebesprechung; und es müßte einen Ankauf geben dieser von mir bislang geleisteten Arbeit.

Komprimiert stecken in diesem Beitrag vier Monate Arbeit – mindestens.  Für einen Fernsehbeitrag kämen nochmals mehrere Tage und Wochen hinzu – je nachProduktions-Umständen; also ob ich jeden Schritt selbst machen muß (wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk), oder ob wie bei meta beispielsweise Archivmaterial von Praktikanten, Volontären und Archivaren vorgesichtet und auf die zu verwendende Stelle vorgespult, angerollt oder digitalisiert würde.

Und deshalb darf ein solcher Magazinbeitrag mit Feature-Charakter mitnichten nachgesendeter Minute oder pauschal mit 2000 Euro abgegolten werden, sondern die real geleistete Arbeitszeit bezahlt werden. Der MDR hat dies bis zu den Jahren 2004 2005 jedenfalls gemacht und fair honoriert.  Immerhin stecken in einem Zwölf-Minuten-Stück bis zu sechs Monate Arbeit – wie dargelegt.

von: ©susanne.haerpfer@bits.de

Soeben wurde diese Arbeit des gesamtes Vormittags zunichte gemacht.

Von außen hat ein Hacker auf mein System zugegriffen und Fotos und Text-Teile dieses Beitrags gelöscht.

Fünf Stunden Arbeit zerstört.

Ich bin erwerbslos.

Und ausgerechnet mich greifen diese Täter an.

Statt Ehre und Würde und einen journalistischen Auftrag rübergebeamt zu bekommen,

werde ausgerechnet ich: Selbst Betroffene, erwerbslose Journalistin nicht nur von Behörden drangsaliert, sondern obendrein wird das Werk meiner Arbeit durch Hacker zerstört.

Das hat nichts zu tun mit „white hack“ gegen Heimlichtuer und Drangsalierer. Im Gegenteil. Wer so etwas macht, ist ein Täter. Ich muß davon ausgehen, daß es sich um skrupellose Täter handelt, die gezielt mich, die kritische Journalistin mundtot machen wollen.

Wer tut mir dies an? Wie läßt es sich nachvollziehen bis hin zum Täter? Wie lassen die sich von ihren Taten abbringen? Wie läßt es sich ahnden? Ich benötige Unterstützung gegen jene, die mich blockieren und meine Arbeit vernichten! Inkassofritzen und drangsalierende Behörden an der Backe zu haben, ist schlimm genug. Blockierer und „black hacker“ hingegen vergrößern den Schaden, statt ihn zu beseitigen.