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©susanne.haerpfer@bits.de  at nuclear power plant at Geesthacht-Krümmel

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Das Atomkraftwerk Krümmel soll rückgebaut werden.

Dafür mussten Rücklagen gebildet werden.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt am Montag, den 5. August 2013 auf Seite 17:

„Doch die Milliarden existieren nur auf dem Papier. Schlittert ein Konzern in die Pleite, wäre die Milliardenvorsorge wohl futsch“ –

wie kann das sein? Um dies zu verhindern, sollten die Rückstellungen gebildet werden.

Die Süddeutsche spekuliert, die Betreiber könnten eine Insolvenz herbeiführen, um die Gelder verschwinden zu lassen und nicht Zweckgebunden für den Rückbau ausgeben zu müssen.

Unter der Überschrift „Störfall in der Bilanz“ schreiben die Autoren:

„Besorgt registrieren Experten, daß Konzerne gezielt versuchen, die Risiken loszuwerden. Der schwedische Vattenfall-Konzern etwa löste im Herbst 2012 den Beherrschungsvertrag zwischen der Konzernmutter Vattenfall AB und der Deutschland-Tochter „Vattenfall Europe AG“ auf. Seitdem muß der Staatskonzern in Stockholm nicht mehr mit seinem Vermögen für deutsche Atomhinterlassenschaften haften.“ Dem widerspricht Vattenfall im Artikel. Das Unternehmen werde für den Rückbau aufkommen.

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Markus Balser und Michael Bauchmüller kritisieren, niemand wisse, wo genau die Rückstellungsgelder sich befänden. Sie zitieren den Bottroper Energiewissenschaftler Wolfgang Irrek: „Wir wissen nicht, von welchen Kosten für Rückbau und Entsorgung die Konzerne ausgehen, wie viel für einzelne Kernkraftwerke zurückgestellt ist, und wie schnell sich die Beteiligungen versilbern lassen.“ Dies trifft den Kern des Problems. Denn: noch nie ist aufgedröselt worden, wohin die Atomkraftwerke verkrümelt werden.

Welche Teile landen in sogenannten Endlagern wie dem Salzstock Asse, welche Teile werden mit welcher Technik mit welchem Ergebnis behandelt? Welche Fehler wurden beim Rückbau in der Vergangenheit gemacht?

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Und welche Konsequenzen werden daraus gezogen? Beton von Atomkraftwerken soll zerbröselt und für den Straßenbau verwendet worden sein. Und dies, obwohl gerade Niedrigstrahlende Teilchen viel katastrophalere Auswirkungen für die Gesundheit haben können. Dies ergibt sich auch aus Erkenntnissen aus der Nanotechnik. Rückbau von Akw verstreut die problematisch bis gefährliche Technik weitflächig. Die Kosten der Folgen zu berechnen, dürfte selbst die Kernkraftbetreiber überfordert haben.

Es könnte am Kostengünstigsten und ungefährlichsten sein, die Meiler als Mahnmal stehen zu lassen. Dann findet man sie auch noch in dreihundert Jahren.

Es sei denn, ein Erdbeben würde den Standort erschüttern und das Kraftwerk in den Abgrund reißen.

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