fenster tradition 0084-1  Fenster Tradition – photo & text: Susanne Haerpfer

„Liebes Hamburger Amtsgericht“,

fahrt doch einmal nach Uetersen. In der Rathausstraße 11 könnt Ihr die Holzfenster sehen, die ich betragt habe, und die Sie mir verweigert haben. Stattdessen haben Sie mir einen Trupp geschickt, der Plastikfenster eingebaut hat. Ähnliche haben im Düsseldorfer Flughafen eine Katastrophe verursacht. Die Menschen kamen nicht raus, das Glas ließ sich nicht einschlagen, die Plastikrahmen saßen Bombenfest im Mauerwerk, ließen sich mit keiner Notaxt herausschlagen. Plastikfenster werden aus Plastik gemacht, also aus Chemikalien. Sie belasten also die Umwelt bei der Herstellung. Und das soll „umweltverträglich“ sein? Von wegen „positiver Energiebilanz“. Welch Hohn.

Fenster aus heimischen Holz hingegen unterstützen einheimische Förster und Handwerker. Die fertigen die Rahmen von Hand und erhalten auf diese Weise Arbeitsplätze. Ihr Werk, die Fenster lassen Räume natürlich atmen. Und sie sehen obendrein schön aus. Hätte ich eine Kamera dabei gehabt, hätte ich dokumentieren können, wie schön ein Haus aussieht, das auf die Weise renoviert wird, wie ich es beantragt habe. Aber offenbar entschied das Hamburger Amtsgericht nach dem Motto: Plastik für Hamburg, Holz für Uetersen.  Unrecht wird zementiert.