„Stephen Hawking im 3-Minuten-Takt – Sein Leben, sein Werk, sein Einfluß“ von Paul Parsons und Gail Dixon stellt optisch hervorragend von Ivy Press gestaltet (www.ivy-group.co.uk) in Foto, Grafik, Layout, Gesamtkonzept und Wort die Ideen Steven Hawkings vor.

Historische Postkarten, Fotos, Rechenpapier, Motto-Fotos zeigen, was Stephen Hawking meint. Die Bilder sind transparent durchgeblendet, übereinandergelegt, mit Büroklammern und Kreppband aneinandergeklebt und dann abgelichtet. Auf diese Weise veranschaulichen die Lay-outer, was gemeint ist mit dem Satz Robert Jungks: Die Zukunft ist im Vergangenen bereits vorhanden. Zugleich wird veranschaulicht, wie simpler Alltag, Wunsch, Realität, menschliches und maschinelles Sehen, Historie und Menschenlebenszeit zusammenwirken und verarbeitet werden. Verschiedene Wahrnehmung, zeitgleiche Ereignisse und Eingebungen werden in Bilder umgesetzt. Diese sind so formschön, wie die Gedanken Stephen Hawkings es sind. Wort und Bild ergänzen einander und sprechen dieselbe Sprache. Auf Seite 81 ist eine Erklärung zu sehen für die Frage, woher Erkenntnis kommt: Prof. Hawking telefoniert mit dem Ursprung allen Seins; Prof Hawking telefoniert wie ET mit den Verwandten im Weltall. Wem das zu prophan erscheint, dem teilen die Autoren mit, der Professor sei ein solch großer Fan der Simpsons, daß er sich in die Serie hat zeichnen lassen. Auch bei Star Trek spielte Prof. Stephen Hawking mit.

 

Physikalisch ausgedrückt hat es der Physiker Richard Feynman. Demnach erzeugt ein „magnetisches Feld, das wächst, weil plötzlich ein Strom in einem Draht eingeschaltet wird“ denselben Effekt auch an weit entfernten Orten.

Auf diese Weise sind alle Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Menschen, Bakterien und andere Organismen) miteinander verbunden. Der berühmte Spruch des Flügelschlags eines Schmetterlings, der an einem anderen Ort einen Sturm entfacht, geht auf diese physikalische Erkenntnis zurück. Allerdings hat dies weder zu größerer Kenntnis noch zu mehr Achtsamkeit geführt. Darin könnte auch ein Nachteil des kosmologischen Teils Hawkings Forschung sein. Menschen, die bereits die Erde gering schätzen, könnten die Weiten des Weltalls als Vorwand missbrauchen, Raubbau nicht zu stoppen. Dabei beinhaltet Hawkings Werk Erkenntis, die auf der Endlichkeit der Erde beruhen.

„TimeFoam » heißt eines seiner Bücher. Zeitschaum muß es geben, wenn die Physik Recht hat. Wasser verdampft, gefriert oder kocht. Ähnliches gilt für andere Materie. Auf der Erde kommt nichts weg. Es sei denn, Lebewesen hätten vor den Menschen einen Weg gefunden, sich in´s Weltall zu verkrümeln. Sollte dies jedoch nicht geschehen sein, dann knabberten allerlei kleine Würmer den toten Hamster auf, zerfielen selbst zu Erde und Nährstoffen, die von Apfelbäumen, Kartoffeln und anderen Pflanzen aufgenommen wurden, die wiederum im Supermarkt landeten oder vom Kaninchen aufgefuttert wurden, das… etc. usw. Kreislauf. Der zugleich erklärt, wieso Haustiere zu verstehen scheinen. Oder über die Luft in schönen Gärten es sich gut denken und schreiben läßt. So mancher bislang unerklärliches Genstrang könnte die globale Gedächtnis-Datenbank über Jahrtausende sein – zuhörende Pflanzen schlagen nach im 12. Jahrhundert und liefern den passenden Einfall, wie ein besonders akribischer Bibliothekar. Es gibt dann Gedächtnis-Luft, Weisheits-Erde, Klugheits-Geschmack, Ideen-Licht, Gedanken-Klang oder eben „Zeit-Schaum.“ Welche Farbe hat Information? In welchen Formen erscheint Information? Welchen Wandel macht Information durch? Sind physikalische und chemische Gesetze auf Information anzuwenden, und falls ja, was bedeutet es? Kocht Information? Bibbert Information vor Kälte? Kuschelt Information im Fell von Schafen? Ruht Information sich aus, wenn Vögel fliegen? Und was braucht Information, um zu erscheinen?

Das sind auch Fragen, mit denen sich Prof. Hawking beschäftigt: das Informations-Paradoxon.

 Die Autoren schreiben:

« eine berühmte Entdeckung Hawkings ist, daß der leere Raum in der Gegenwart eines starken Gravitationsfeldes Materieteilchen erzeugt : die sogenannte Hawking-Strahlung. »

Dann würde es allerdings eng auf dem Planeten werden, da Gravitation permanent wirkt. Der Schöpfungsprozeß würde dauernd neue Materie erzeugen. Es sei denn, leerer Raum sei anders definiert. Oder sei an weitere Parameter geknüpft. Oder Materie habe von den Menschen die Schnauze voll und düsten davon. Oder das Gravitationsfeld habe zwar die technische Fähigkeit, aber schlichtweg keine Lust. Neue Materie gibt´s nur, wenn sich alle anders benehmen. Basta. Zig Fragen an Prof. Hawking und an Studenten bzw. Menschen generell.

Vielleicht wurde der Professor auch nur falsch zitiert. Es lohnt sich, die Bücher im Original zu lesen. Das Buch macht neugierig auf mehr. Und darin besteht die Hauptaufgabe. Die Scheu zu nehmen. Physik kann spannend sein, lautet die Botschaft.

„Hawking geht von drei grundsätzlich verschiedenen Arten von Zeit aus. Die erste ist die psychische (gefühlte) Zeit. Sie verstreicht schneller, wenn wir Spaß haben, zieht sich aber lange hin, wenn es uns nicht gut geht“, heißt es auf Seite 96.

Wenn es aber Form-Wandlung gibt, dann hieß das, auch die Zeit selbst hat Spaß, oder eben nicht. Demzufolge ist Kern-Kraft das, was selbst Physiker Richard Feynman nicht hat näher definieren können. Teilchen, die Spaß haben, oder eben nicht. Eine Art, Materialermüdung zu beschreiben: wenn die Mehrheit der Teilchen keine Lust mehr hat, unter den Bedingungen (Umweltverschmutzung, Hitze, Lärm, Belastung, zu viele Leute, etc) eine Brücke zu bilden. Teilchen in der Gewerkschaft, die die Arbeit niederlegen und dazu aufrufen, grundlegend etwas zu ändern und achtsam zu sein.

Auf Seite 46 schreiben die Autoren:

„Stephen wuchs in einer politisch aktiven Familie auf. Seine Mutter Isobel war in den 1930 er Jahren Mitglied der Kommunistischen Partei und später dann der Labour Party, der großen linken Arbeiterpartei Englands. Sie ermunterte Stephen, mit auf Demonstrationen zu gehen, auch auf solche für die nukleare Abrüstung.“

Gäbe es die Möglichkeit, mit Prof Hawking zu kommunizieren, wäre dies eine Frage. Stimmt die Darstellung? Welche Folgen hatte es? Andere berühmte Physiker wie Albert Einstein wurden vom FBI observiert. Was erlebte der Professor?

Er beschäftigt sich mit Fragen wie:

„Die thermodynamische Zeit wird vom Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik definiert, der besagt, daß die Entropie (= Grad der Unordnung oder Zufälligkeit in einem physikalischen System) im Verlauf der Zeit immer mehr zunimmt. Wenn man diese Aussage auf den Kopf stellt, heißt das, daß die Zeit in der Richtung zunimmt, in der auch die Entropie der Raumzeit zunimmt. Schließlich gibt es noch die kosmologische Zeit. Sie ist die Raumzeit-Richtung, in der sich das Universum ausdehnt.“

Das aber heißt: der Professor hat wenig Zeit. In der irdischen Zeit muß sich jeder entscheiden, womit er sich hauptsächlich beschäftigt. Es ist leider nicht möglich, alles allein zu machen. Man benötigt Kollegen und Menschen, die mitarbeiten. Die sich um die Fragen kümmern, die das Leben beeinflussen. Im Positiven (wie dieses Buch) und im Negativen. Dies hat in Abstimmung zu erfolgen. Das schluckt wieder Zeit. Dies könnte eine Erklärung sein, weshalb von negativen Einflüssen gegen Prof Hawkings Arbeit bislang nicht zu hören war. Vielleicht war Stephen Hawking auch der Meinung, so wie er selbst zum Verstummen gebracht wurde, so sollten Gegner ebenfalls keinen Raum erhalten.

Eine mögliche Entscheidung. Auf diese Weise bleibt aber deren Wirkmechanismus unbekannt, andere werden nicht gewarnt.

Zeit, dies zu ändern.

Auf Seite 48 heißt es: „In einer Augustnacht fand ihn eine Pflegerin heftig nach Atem ringend vor. Er wurde eilig ins Kantonshospital gebracht und beatmet. Die Ärzte VERMUTETEN eine Blockade in der Luftröhre und eine Lungenentzündung“ (…)

Als Jane die Zustimmung zur Operation gab, sah die Zukunft der Hawkings düster aus.“

Begonnen hatte das Unheil:

„Stephen konsultierte einen Spezialisten und unterzog sich 1963 in einer Klinik einigen Tests. Aus seinem Arm wurden Muskelzellen entnommen, ELEKTRODEN wurden eingepflanzt, ins Rückenmark wurde eine Kontrastlösung gespritzt und seine Bewegungen wurden auf dem Röntgenschirm beobachtet. Die Ärzte ordneten ihn unter „atypisch“ ein.“

 Diese Beschreibung auf Seite 32 gibt einen Hinweis auf die Recherchefrage:

Ist Prof. Stephen Hawking das berühmteste Opfer von Ärztepfusch, Ignoranz und Mediziner-Gewalt?

Ähnlich wie es Journalistin Sonia Mikich schildert: Kleine Unwägbarkeiten (die obendrein künstlich als sogenannte Forschung hervorgerufen, aber verschwiegen worden sein können), sollten ignoriert werden. Wer aber den Fehler macht, einen Arzt, oder noch schlimmer gar ein Krankenhaus aufzusuchen, ist dem Tod geweiht. Eine Diagnose ruft die nächste hervor, gesunde Menschen werden systematisch krank gemacht und in den Tod getrieben. Hawking sollte nur zwei Jahre leben. Immerhin diesen Gefallen hat Stephen Hawking weder seinen Gegnern noch den Ärzten gemacht.

Er beschäftigte sich mehr denn je mit brisanten Fragen.

Die Autoren machen darauf aufmerksam, daß „In den 1970er Jahren gelang (es,) die elektromagnetische und die schwache Kraft zur „elektroschwachen“ Wechselwirkung zu vereinen“.

 Dies Ereignis fällt in die Hauptschaffenszeit Prof. Hawkings.

Abrüstung, Atomkraft ohne Atom, die Wirkung von Atombomben ohne stark strahlendes radioaktives Material, nur durch elektromagnetische Wellen – das sind Anwendungen physikalischer Grundgesetze mit enormer Sprengkraft. Physiker machten Politik. Dies versuchten einige zu verhindern. Wissen sollte unterdrückt, Kenntnis geheim gehalten werden. Auf diese Weise wurde allerdings die Welt nicht friedlicher. Denn denjenigen, die sich für Frieden aussprechen sollten, wurde das Wissen hierfür vorenthalten. Daher empfiehlt es sich, die Originalwerke zu lesen derjenigen, die Wissen über Biologie, Physik und Chemie erarbeitet haben. Was steht wirklich in den Büchern von Charles Darwin? Was hat Newton wirklich geschrieben? Wieso ist Madame Curie wichtig? Und wie lautet die Relativitätstheorie wirklich? Das, was im Schulbuch steht, kann sogar das Gegenteil sein dessen, was ursprünglich gedacht, gesagt und geschrieben wurde. Einen Hinweis, eine Aufforderung, im Original nachzuschlagen, gibt das Buch „Stephen Hawking im 3-Minuten-Takt“ auf Seite 66:

„Genau genommen gibt es zwei Relativitätstheorien: die „Allgemeine“ und die „Spezielle“. Die Spezielle Relativitätstheorie, die Einstein 1905 vorstellte, befasst sich mit der Bewegung von Objekten nahe der Lichtgeschwindigkeit. Sie geht über die klassische Theorie Galileis aus dem 16. Jahrhundert hinaus, die besagt, daß sich die relative Geschwindigkeit zweier bewegter Objekte durch Addition ihrer einzelnen Geschwindigkeiten ergibt. Schon im 19. Jahrhundert war man bei der Erforschung des Elektromagnetismus auf Fälle gestoßen, in denen dies offenbar nicht stimmte.“

Welche Geschwindigkeit? Wohin ist die Gravitation in der Zwischenzeit gedüst? Welche Kräfte wirken da? Und: was entsteht, wenn aus Masse Energie wird? Denn eine hundertprozentige Verwandlung geschieht ja nicht. Jeder Öko-Strom-Generator-Bauer weiß das nur zu genau. Was also entsteht noch? Faktor x fehlt in Einsteins Formel. Das wusste er selbst und suchte sein Leben lang nach der Abstraktion, die dennoch alles zusammenfasste. Vielleicht ist genau dieses das (biblische) Paradoxon. Kein Mensch denkt darüber nach, was im Körper alles vor sich geht, um ein Stück Kreide zu nehmen. Es funktioniert einfach. Vielleicht könnte der Löwenzahn erzählen, wie er es anstellt, all die Faktoren zu berechnen, die selbst cray-computer der Menschen nicht in allen Kombinationen erfassen. Vielleicht würde aber auch die Pflanzen-Lektion heißen: nicht fragen. Sich freuen.

Beides ermöglicht das Buch von, mit, über Stephen Hawking: Mehr wissen und sich einfach freuen. Vielleicht ist das die Weltformel: Erkenntnisblitze tun sich dann auf, wenn gute Absicht, Neugierde und Freude zusammen kommen.