Bild 454 photo: © susanne.haerpfer@bits.de

ELCH-TEST

VON SUSANNE HÄRPFER

 „Der ressourcenreiche Rentierstaat auf Wachstumskurs“

so heißt tatsächlich ein Szenario der Bundeswehr, genauer des Dezernats für Zukunftsforschung der Bundeswehr.

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/!ut/p/c4/NYu7DsIwEAT_yBdXGDoiC4kiDU1IGuQkp3DCj-i44IaPxy7YlaaZXRihNLoPrU4oRefhDsNMpymrKS-o3Et29B7fKiMJMj7kiQEj9PVYBnOKKJWCUahwZSeJ1ZZYfDU7czGKFhgabVt9aP7RXzPaS9cZc7TX9gZbCOcfRzH_Jg!!/

Es klingt wie eine gutmütige Persiflage auf Ökologen mit großzügigem Luxus-Loft, die ein flauschiges Land möchten; was ja eigentlich nicht so verkehrt ist.

Was also sagt die Bundeswehr dazu:

239 Seiten beschäftigen sich mit den Folgen des Klimawandels – aus der Perspektive der Bundeswehr.

Bekommen viele Menschen nasse Füße, bekommen ebenso viele ein Problem, lautet die flapsige Kurzformel der Studie, die im typischen sicherheitspolitischen Studiendeutsch gehalten ist. Die witzigen Überschriften (siehe Rentierstaat) signalisieren, sie könnten auch anders, wenn sie wollen. Abstrakt für all jene, die nur denen glauben, die möglichst unverständlich formulieren. Griffig für jene, die sonst keine Zeile lesen würden. Vokabel-Fünfkampf der intellektuellen Art. Habermas meets BILD-Zeitung.

Es wird zu heiß, was geschieht dann?

Wir frieren uns den A.. ab, bekommen nicht Pinguine Asyl in der Wüste, lautet die andere Version.

Oder das Wetter bleibt, wie es ist.

Flüchtlingsströme kommen nach Europa – dieses Schreckensszenario zeigte ein Spielfilm bereits anschaulich. GSG-9 auf „Urlaub“ in Libyen und Frontex-Abkommen sind die Antwort. Festung Europa und deren erbitterte Gegner sind die Kurzformel des bereits Erdachten.

Inzwischen ist das wahrscheinlichere Modell: Hartz IV-Empfänger auf der Flucht vor deutschen Amtsgerichten stürmen ihre ehemaligen Urlaubsorte und besetzen sie. Gibt es genügend Asyl für arme Deutsche, die weniger ALG II erhalten als der durchschnittliche somalische Pirat, der sie aufnimmt.

Wohin?

Armutsflüchtlinge aus Deutschland, bei wem fänden sie Asyl? Exemplarisch könnte Südafrika sein. Arme Weiße und wie sie den Regierungswechsel meisterten oder scheiterten. Aber das ist ein mögliches Thema für Studie III.

Studie Zwo handelt vom Klima. Das Wetter ändert sich. Wir wissen nur nicht, wie. Das ist der Zwischen-Befund. Und dies, weil Menschen in´s Wetter eingreifen. Wenn jedes Land Wetter-„Enhancement“-Methoden einsetzt, dann gibt es Krieg. Denn der Regen der einen, führt zum Ertrinken der anderen bzw. zur Dürre an anderen Orten. Aber auch dieser Zusammenhang wird zunächst ausgespart, oder ist Teil von Annex 3.5 und nicht online verfügbar.

Wovon also reden wir?

Auf Seite 21 wird sehr diplomatisch formuliert: „Zuerst soll vor Beginn der Analyse geklärt werden, wessen Sicherheit von Interesse ist. Für den Rahmen dieser Teilstudie wird Sicherheit definiert als die nationale Sicherheit Deutschlands und seiner Verbündeten.“

Auf diese Weise wird höflich daran erinnert, daß man nicht wie Biedermann und die Brandstifter vor lauter Nächstenliebe sich selbst und sein Eigentum aufgibt, sondern umsichtiges Handeln bedeutet Eigensicherung. Wer sich selbst helfen kann, kann danach auch anderen beistehen. Aber nicht ohne Schwimmkenntnisse sich in´s whitewater rafting stürzen. Das wäre Unvernunft. Und nicht Fremdenfeindlich.

„Die Idee einer solchen szenariobasierten Länderfrüherkennung entspringt einem Kooperations-Projekt des Dezernates Zukunftsanalyse mit dem Bundeskriminalamt (BKA) zur Region Westafrika“, heißt es auf Seite 25.

Eine Sensation. Versteckt im Kleingedruckten. Eigentlich sind Militär und Polizei getrennt. Internationale Kooperationen weichen dies auf. Im Kosovo und in Kambodscha gab es Kooperationen zwischen Militäreinheiten und Polizei-Analysten bzw. umgekehrt.

Sinn macht es. Kriminalität beginnt in einem Land und erfasst dann den Rest.

Manchmal ist Militärhilfe friedvoller als Exporte von Polizeitechnik, die für Unterdrückung und Folter eingesetzt wird. Bemerkenswert ist der Passus allemal.

Möglicherweise entspringt die Kooperation aus der Erkenntnis:

Terrorgruppen werden finanziert über legale Teile der Wirtschaft. Gas, Öl und Uranvorkommen bilden das Zentrum der Einnahmen des Landes. Zugleich bilden sie einen Machtfaktor. Kriminalität kann sich freikaufen. Betrug im großen Stil (Nigeria-Connection), Zwangsprostituion und Voodoo-Morde werden nicht geahndet, wenn Minister die Drahtzieher sind. Bevor bilaterale Abkommen geschlossen werden, sollten die Beteiligten wissen, mit wem sie sich einlassen.

Dem gegenüber stehen Hartz IV-Deutsche. Wer mit zweihundert Euro pro Monat abgespeist wird, muß schon sehr gefestigt sein, um sich nicht kaufen zu lassen.

Ein Volk steht zum Ausverkauf für die Nigeria-connection

Das steht da zwar nicht so deutlich, ergibt sich aber aus dem Geschilderten.

Deshalb ist die Studie auch geschrieben, wie sie geschrieben ist. Der Schein muß gewahrt werden.

„Dann war hier unter den beschriebenen Bedingungen zumindest gemäß Simulation jedoch auch eine gesamtstaatliche Destabilisierung konsistent abbildbar, wenngleich diese angesichts der positiven Resilienzbewertung und der skizzierten methodischen Besonderheiten in der Simulation als wenig plausibel erscheint.“

So klingt es in Regierungssprech, wenn Menschen nicht genügend zu essen haben, das Wasser vergiftet ist und sie bleiben, wo sie sind, weil das Benzin zu teuer ist, und nicht, weil dies besonders ökologisch wertvoll ist.

Auf Seite 58 sind diese Pole bezeichnet mit erstaunlich deutlichen Worten:

„Defekte Demokratie“ – demokratisches System mit (teils erheblichen) Defiziten D)

und Scheindemokratie“.

Weniger Wasser wird´s geben.

Auf Seite 57

Massenarmut erscheint.

63

ist das deutsche Rentenalter

und zugleich die

Seitenzahl, auf der

„Prekäre Demokratie unter Stress“

beschrieben wird.

72 beschreibt formal die Situation am Mittelmeer, doch zugleich läßt sich das Kapitel lesen wie eine Beschreibung von Rentnerinnen in Deutschland.

Arm, im Recht, aber ohne das Geld, das einmal garantiert wurde, angewiesen auf Schutzgelderpresser, die einen Bruchteil des einmal Garantierten weiterreichen.

Der Bericht beschreibt, was aus „Prekärer Demokratie unter Stress“ wird:

Drittes III Reich;

Für das ein PR-Neusprech-Wort geben wird.

„Neben wenigen Kernen von relativem und abgegrenztem Wohlstand sowie verhaltenem Wachstum entziehen sich viele Viertel der großen Städte der Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols. Wachsende Armut und Kriminalität bestimmen den Alltag.“

So klingt Seite 71,

wenn Verzweiflung und Aussichtlosigkeit angesagt sind.

Deshalb merken weder Abgeordnete noch Journalisten auf.

Sie sind noch zu entfernt von dem, worum sie sich eigentlich kümmern müssten, um es zu verhindern. Und wer nah dran ist, kann´s weder verdeutlichen, noch verhindern. Denn: wer drastische Worte gebraucht, und selbst betroffen ist, wird nicht gehört.

Die Umkehr „braucht viel Zeit und kann nur sehr langfristig wirksam werden“, schreiben die Autoren auf Seite 77.

Murphys law betritt die Bühne, wird aber nicht so genannt.

Höflich formuliert:

eine Katastrophe ist bereits eine Katastrophe.

Man muß nicht noch mehr hinzufügen. Dennoch wird genau das aber meist getan,

und das führt zum Kollaps.

In den Regierungsworten heißt das:

Gesamtstaatliche Destabilisierung: Eine gesamtstaatliche Destabilisierung bedeutet, dass zusätzlich zu einer Destabilisierung innerhalb anderer Subsysteme auch eine Veränderung der bestehenden Form des politischen Systems (Schlüsselfaktor) auftritt.

–            Staatszerfall: Hier handelt es sich um eine Situation, in der in einem Länderszenario zusätzlich zu den Bedingungen der gesamtstaatlichen Destabilisierung auch die staatlichen Kernfunktionen, darunter das Gewaltmonopol, nicht wie gewohnt aufrechterhalten werden können

(…)

Soziale Schere“ auf Projektion B „Armut der Massen“.

Auch nicht-lineare klimatische Entwicklungen (oder klimatische Tipping-Points) könnten schwer zu analysierende Implikationen in den unterschiedlichen Subsystemen haben. Diese Tipping Points sind Gegenstand umfangreicher Forschungsagenden und wurden in der Simulation dieser Teilstudie nicht betrachtet.“

Das ist das, was gemeinhin Alltag und Politik genannt wird.

„Schwer zu analysierende Implikationen“

das heißt „wir wissen nicht, was wir tun, denn uns wird´s lange nicht betreffen, aber ihr seid dem ausgeliefert, was wir anrichten, und das wird dann Recht genannt.

So entstand erst Hartz IV und zur Zeit ein gewaltiges Problem.

Am Ende kann Staatszerfall stehen.

„Aufstand der Ausgehungerten“, klingt auf Seite 104 nach 3. Welt oder Sozialromantik, beschreibt aber eigentlich die „Tafel-Republik“.

„Die Hungermacher“ gehört zu den Quellen der Bundeswehr-Studie.

Was für den Einzelnen bedeutet:

der Kühlschrank ist leer,

während ohnehin kein Strom mehr da ist,

während gleichzeitig das Amtsgericht vor der Tür steht,

der Arbeitgeber nicht zahlt,

und Steuern verlangt werden,

während andererseits der freundliche Herr vom Drittweltforum anbietet, dreitausend Euro zu zahlen, wenn man sein Konto zur Verfügung stellt.

Das

ist Staatsversagen

praktisch.

Dagegen steht das, was als Ideal gilt

Rentierstaatlichkeit“

Das klingt niedlich, und ist es in Teilen auch.

Flauschig, Ko-Existenz von Mensch und Umwelt.

Allerdings bekommen wir es immer weniger hin.

Die Abwärtsspirale läßt sich nicht mit PR-Sprech aufhalten. Beschönigende, verharmlosende Schönschreiber rütteln nicht auf, sie fassen nur Vorgegebenes zusammen. Schönschreiber verstehen entweder nicht, was Vertuscher in Parteien und Regierung und Verharmloser in Betrieben versuchen, unter den Teppich zu kehren. Einige verstehen´s, ziehen aber dennoch nicht die Konsequenz. Verharmloser zahlen oft besser als diejenigen, bei denen man um Veröffentlichung erst kämpfen muß, und dann doch nur auf Hartz IV-level leben muß. Investigativer Journalismus wird nicht mehr geadelt, wie es einmal der Fall war. Investigativem Journalismus wurde der Boden entzogen, und Schönschreiber machen beim Unterminieren mit.

PR zahlt das Loft und den Urlaub bei den flauschigen Rentieren.

Journalismus, der das Überleben von Mensch und Rentier rettet, endet in Armut.

In den Fußnoten wird dafür ein neuer Begriff geprägt:

„Astroturf ist ein Markenname für hellgrünen Kunstrasen. Der Begriff bezeichnet eine künstliche Graswurzelbewegung („grassroot“), also Zivilgesellschaftsorganisationen und –initiativen, die den Anschein einer unabhängigen öffentlichen Meinungsäußerung erwecken sollen, tatsächlich aber von politischen oder wirtschaftlichen Interessengruppen ins Leben gerufen, kontrolliert und instrumentalisiert werden. Im vorliegenden Kontext steht „Astroturf“ stellvertretend für unterschiedliche Aspekte einer kosmetischen, wenig substanziellen Scheindemokratie.“

Präziser, warnender und selbstkritischer kann man´s nicht formulieren.

„Dies geht einher mit dem Phänomen der Rentierstaatlichkeit: Anders als bei der Finanzierung durch Steuern erlauben die Rohstoffrenten den politischen Eliten eine weitgehend unabhängige Regierungsweise.“

Was einmal frühere Generationen geraubt haben, ermöglicht Enkeln ökologisch-korrektes Leben, bis ihre Schön-Schreiber-Kollegen, skrupellose Politiker, Unternehmer und Bürger das Land ruiniert haben. Dann bleibt nur noch Kalashnikov-Ökologe zu werden.

In der realistischen, sympathischen Variante folgt differenzierte Betrachtungsweise.

Wenn Bundeswehr mit Landgang entdeckt, bei so manchem Regionalfürsten in Afghanistan, Azerbaidschan, und anderen stans lebt´s sich besser und sogar ökologischer als im Hartz IV-Gebiet.

Für meine Leut,

Modell sympathischer leader mit Anhang, westlicher Prägung, unabhängig und attraktiver als das Parlament, das Armut bringt –

dann hat das Land Legitimationsprobleme.

Zumal dann, wenn das Land ausverkauft wird

Unter dem Deckmantel von: man müsse ja angeblich Ressourcen sicherstellen,

der aber zum Ausverkauf des eigenen Lands führt und der Umwelt schadet.

Wenn nicht nur in London ein sogenanntes Wärmeenergiehaus die umliegenden Häuser verbrutzelt,

dann

spricht die Wissenschaft von

„Der Wärmeinseleffekt (engl. Urban Heat Island Effect) bezeichnet die erhöhte Temperatur in Städten gegenüber ihrem Umland. Gründe für diese höhere Temperatur können sowohl die Bebauung und die höhere Strahlungsabsorption, Beleuchtung, Verkehr und Energieverbrauch (z.B. durch Klima- und Kühlanlagen) sein. Teils beträgt der Temperaturunterschied mehrere Grad Celsius. Vgl. Globales Klima (Blog), Wärmeinseleffekt – Einführung, Erscheinungsdatum 23.03.2009.“

„Oft herrschen in Städten soziale Ungleichheiten auf engem Raum. Besonders sichtbar werden diese, wenn Unterschiede wie im Falle von Gated Communities oder Slums durch räumliche Segregation manifestiert werden. Häufig fallen soziale Disparitäten auch mit ethnischen Unterschieden zusammen.

Es kommt zur Herausbildung paralleler, fundamental unterschiedlicher Lebenswelten. Insbesondere in stark vernachlässigten Stadtgebieten werden so Kriminalität und Gewalt begünstigt. Wenn städtische und staatliche Autoritäten etwa aufgrund schwacher oder korrupter Sicherheitskräfte den Schutz der Bevölkerung nicht gewährleisten.“

„Insgesamt könnten die Folgen des Klimawandels die in stark wachsenden urbanen

Ballungsräumen ohnehin häufig bestehenden Knappheits- und Verteilungsprobleme

intensivieren. Dies wäre vor allem in Städten mit geringer Resilienz relevant, insbesondere für die bereits benachteiligte Stadtbevölkerung spürbar und könnte bestehende soziale Disparitäten weiter verschärfen.“

200 Euro im Monat

heißt das übersetzt.

Internet oder nix zu essen.

Zehn Jahre ohne neue Kleidung.

Kaputter Fernseher frisst ein Jahresgehalt Hartz IV.

Akademiker, die keine computer bezahlt bekommen.

Nicht in Moskau.

Sondern in Deutschland.

Das heißt es, wenn von „sozialer Disparität“ die Rede ist.

„Knappheits- und Verteilungsprobleme“ – das sind stets die anderen.

Recht, das nur noch auf dem Papier steht,

Erwerbslosengeld, das einfach nicht ausbezahlt wird,

Versicherungen, die ihre Verträge nicht halten,

Rückzahlungen von Beiträgen, die nicht erfolgen,

da werden auch PR-Schreiber wach.

Schutzgeld oder Untergang

„Solche Situationen kollidieren mit den Erwartungen auf bessere Lebenschancen“

heißt es zutreffend bei der Bundeswehr.

Flauschige Rentiere

und Stadt-loft

oder

was, wenn man die Ökologen mit ihren eigenen Mitteln aussperrt:

Wenn das ökologisch korrekte Auto, die fair trade-Klamotten und die Bionahrung nicht bezahlbar sind,

was dann?

Dann dürfen diejenigen, die einmal die rigorosen Bestimmungen eingeführt haben, in ihren eigenen Orten nicht mehr leben.

„Die Kumulation von Versorgungsengpässen, sozialen und wirtschaftlichen Schieflagen, Parallelwelten, Kriminalität und Gewalt wird zunehmend mit Begriffen wie Scheiternde Städte, Failing Cities oder Feral Cities“

nenne das die Autoren.

Missernten vernichteten früher Ortschaften.

Heute bedeuten Honorarausfall

Kein Arbeitslosengeld

Dasselbe.

Viele Seiten lesen sich, als ob die Schreiber den Wettbewerb gewinnen wollten, wer die meisten Fremdworte in einen Satz passen.

Seite 133 gibt Nachhilfeunterricht in Beamtensprech:

„Begriffe wie Umweltmigrant, Umweltflüchtling oder Umweltmigration sind trotz ihrer Prominenz keineswegs klar definiert.“

„Umweltflüchtling“

kann auch jemand sein, der vor Umweltschutz flüchtet, aus unterschiedlichen Motiven.

Lesen lohnt sich. Im Kleingedruckten verbirgt sich auf Seite 146 eine Nachricht:

„Einzelne Initiativen, wie die seltenen Treffen hoher Militärs unter dem Dach der ansonsten inaktiven Arab Maghreb Union oder Kooperationen zwischen Algerien, Mauretanien, Mali und Niger, zeigen geringe Konsequenzen.

So vereinbarten Algerien, Mauetanien, Mali und Niger die Aufstellung einer Joint Force von bis zu 75.000 Soldaten.“

Wie diese solche Studien nutzen, ist ein Extra-Artikel.

Studien zur Umweltverschmutzung können auch verdeckte Kriegführung bedeuten.

„In Kapitel 5 und 6 wurde die bedeutende Rolle von (De-)Stabilisierungshebeln für die Entwicklung des MENA-Raumes herausgearbeitet“, kann eine verkappte Drohung, oder eine Warnung sein.

Wenn „Gefährdung des Bodens durch Degradation“, Landwirtschaft und Pestizide als Kriegführung missbraucht werden, Agrarwissenschaftler

Geheimdienstler sind.

„Zwar ist die Zukunft nicht vorhersehbar,

die bevorstehenden ungewissen und komplexen Wechselwirkungen gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer und ökologischer Prozesse können aber mit den entsprechenden Methoden und Expertisen einer systematischeren Analyse zugänglich gemacht werden.“

Dann hätte die Studie einen Sinn, und „Variable Systemstörung“ wäre ein Prädikat.

„Na du variable Systemstörung“,

wird den Beschönigern klar, was tatsächlich geschieht, und läßt sich das nicht mehr vertuschen.

„So ist der Anteil von in relativer Armut lebender Menschen sehr groß; immer mehr Teile der Bevölkerung fallen auch unter die „offizielle“ Armutsgrenze von weniger als zwei US-Dollar Einkommen pro Tag.

Daran ändern auch die Transfers der „Arbeitsmigranten“ aus dem Ausland wenig. Ein geringer Teil der Bevölkerung kann sich überhaupt nicht mehr selbst versorgen und ist auf Hilfsleistungen Dritter (meist auch aus dem Ausland) angewiesen. Nur wenige einkommensstarke Eliten können ihr Wohlstandsniveau noch steigern. Die allgemeine Verarmung betrifft die übergroße Mehrheit der Bevölkerung, sodass die resultierende soziale Disparität relativ gering ist – auf anhaltend niedrigem Wohlstandsniveau.“

Diese Zeilen könnte ein ausländischer Journalist nach Hause schreiben – über die Situation armer Deutscher.

Die können dann zu

Demo

Kratie auf arabisch greifen.

So heißt ein Szenario bei der Bundeswehr. Im Arabischen ergeben sich die Worte nur aus Vokalisierungszeichen, die Konsonanten werden geschrieben, die Vokale weggelassen. Und man schreibt von rechts nach links. Dann wird aus Demokratie Folter: (Ietar) -ko-med

Do me

Duma

Di Mo

Du me

Es kommt darauf an, wer die Studie liest. Und wer zugleich die richtigen Bilder im Kopf hat.

Denn sonst erweckt die Studie den Eindruck, man habe alles im Griff,

Während

In Wirklichkeit

Menschen verrecken;

schön dargestellt, ordentlich in Tabellen.

Auf Seite 113 schreiben die Autoren den Satz zur Wahl:

 „Vernachlässigte Infrastrukturen

oder fehlende Redundanzen können hingegen die Vulnerabilität erhöhen. Bei einer Überforderung von Infrastrukturen besteht

die Gefahr, dass sie teils komplett versagen (z.B. Dammbrüche oder „Blackouts“ bei Stromnetzen).

Ein Zusammenbruch zentraler

Infrastrukturen kann gerade in schwachen beziehungsweise fragilen Staaten zum weiteren Verlust staatlicher Steuerungsfähigkeit führen.

Kabel entscheiden über das Überleben.

Private Firmen können sie erhalten, oder von enthemmten Aktionären und staatlichen Gesetzen gezwungen werden, dies zu vernachlässigen. „Nicht wirtschaftlich“, wird das dann genannt.

Das ist Dunkeldeutschland und abblätternder Putz auf Aktionärsdeutsch.

Seite 211 bezeichnet es als „Fahren auf Verschleiß.“