blau 0472  susanne.haerpfer@bits.de

Deutschland ist in die Hand der Taliban gefallen und niemandem ist es bislang aufgefallen.

Geworben wird mit klugen, intelligenten, berufstätigen Frauen in Führungspositionen.

Wo sind die?

Diese Spezies scheint rarer zu sein als die oft zitierte achtbeinige Springspinne im fernen Laos.

Mir jedenfalls sind in den vergangenen fünf Jahren ausschließlich Frauen begegnet, die mit der Jogging-Burka sich bestenfalls um die Chinesischkurse ihres drei Monate alten Nachwucheses kümmern.

Keine Spur von Unabhängigkeit, Konto, Kreditkarte und Senator miles&more-Karte.

Nur Intelligenz abholde, Gehirn-verleugnende Wesen, die direkt aus den 50 er Jahren zu kommen scheinen. Kabul ist weiter als Hamburg im Jahre 2013.

Welchen Teil von J o u r n a l i s m u s

Verstehen diese Menschen nicht?

Gibt es einen Menschen, der sich nicht nur die bunten Bilder auf dieser Seite ansieht,

sondern liest

und versteht

Ich

Bin

Journalistin

Und

Benötige

Veröffentlichungen

Und

Geld

Und ganz gewiß keine Hühnerfarm auf zwei Beinen.

Hochbegabte, witzige Kinder mag es durchaus geben.

Aber daß es im Deutschland des Jahres 2013 nicht möglich sein soll, Geschäftsgespräche mit Investoren zu führen und Arbeitsverträge mit Fernsehproduktionsfirmen zu erhalten, ohne die Windeln fremdler Krabbler wechseln zu sollen, muß jeden somalischen Asylbewerber in Heiterkeitsstürme treiben.

Saudi-Arabien hat Al Jazeera.

Deutschland hat die Krabbelgruppe. Das reduziert die Arbeitslosenquote.

Auf dieser homepage sehen Sie, was ich zur Zeit mache, und in den vergangenen Jahren gemacht habe.

Darum geht es.

Um Inhalte.

Um journalistische Inhalte.

Die veröffentlicht werden.

Nicht unterdrückt.

So wie es im Fall von Snowdon idealtypisch gefeiert wird.

Ein weibliches Pendant käme nicht so weit, denn das Arbeitsamt verweigert das notebook. Ohne notebook wird aber jede kritische Äußerung verhindert. Wer sich nicht profilieren kann, ist unsichtbar, wer unsichtbar ist, kann vernichtet werden. Und alle machen mit. Statt internet gibt´s Schiebende mit Reduziert-Deutsch-Sprech statt kluger, intelligenter Unterhaltung.

Seit Jahren versuche ich, zu ergründen, weshalb 2008 die letzten Politikmagazinbeiträge von mir in ARD und ZDF veröffentlicht worden sind. Seitdem keine Ankäufe mehr.

Niemand ist in den vergangenen Jahren zu mir gekommen, um mir zu sagen, was da geschieht.

In derselben Zeit müssen sich aber dieselben Leute zigmal getroffen und abgesprochen haben, denn Tag ein Tag aus sind überall dieselben Sprüche zu hören, bis in die Betonung und Körperhaltung hinein. Die Namen sind austauschbar, Platzhalter. Ich frage nach Menschen, und stets ertönt die Replik: wer ist xy? Bloß nicht den Fehler machen, darauf Wahrheitsgemäß zu antworten. Denn das führt in´s Abseits. Die von insidern abgesprochenen Sätze suggerieren Außenstehenden, es handle sich um eine konsekutive Reihenfolge, doch die führt nicht zu Berufstätigen, intelligenten Menschen. Es wird privatisiert, daß jede soap opera noch wie ein Nobelpreisvortrag klingt.

Diese Absprachen, das Einbimsen, das Auswendiglernen braucht Zeit. Ein Bruchteil davon wäre nötig, um mich zu kontaktieren und mitzuteilen, was das Ganze soll. Ist nicht geschehen. Oberstes journalistisches Gebot lautet: stets persönlich nachfragen, ob denn stimmt, was andere behaupten. Stets nach der Beleglage fragen. Ausnahmen sind rar. Doch in all den Jahren wurde unglaublich viel Geld ausgegeben für Absprachen, 1.45 cent für eine Briefmarke auf einem Umschlag mit einem Zeitschriftenvertrag oder einer Information oder einer Frage, hätte mir mein Leben gerettet. Stattdessen wurde ich allein gelassen. Meine Menschen waren nicht mehr erreichbar, meinen Anwalt habe ich erstmals nach sieben Jahren gesehen. Mein Journalistenleben. Darum geht es. Um das, worum es in diesem Beruf geht. Doch diesen Kampf um´s Überleben, das habe ich allein getan. Gegen eine Flut von Drangsal. Denn meinen Briefkasten mit Behördendrangsal voll stopfen, das konnte man in derselben Zeit sehr wohl. Waren da einige froh, in wirtschaftlich harten Zeiten, lästige Konkurrenz loszuwerden? Nochmals: das, was mich ausmacht, ist auf dieser website zu sehen.

von susanne.haerpfer@bits.de