freundlich0038  motto photo: Grüner Tee – susanne.haerpfer@bits.de

SPIEGEL online schreibt:

„Fünf Monate lang standen die Fabriken still, jetzt ist der Industriekomplex Kaesong in Nordkorea wiedereröffnet worden. Am frühen Montagmorgen überquerten Manager,

Autos und Lastwagen aus Südkorea die Grenze und kehrten an ihre Arbeit in dem Business-Park zurück.

Seoul – Der Industriekomplex Kaesong in Nordkorea ist nach rund fünf Monaten wiedereröffnet worden.

821 Südkoreaner

sollen im Laufe des Montags die Grenze überqueren. Mehr als die Hälfte der in Nordkorea produzierenden südkoreanischen Unternehmen hätten ihre nordkoreanischen

Arbeiter in die Fabriken beordert, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Zunächst ist ein Testbetrieb geplant. Wann der Regelbetrieb wieder beginnt, „hängt von den Unternehmen selbst ab“, erklärte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul.

Die Regierung in Pjöngjang hatte im April angesichts zunehmender Spannungen zwischen beiden Ländern

alle 53.000

Nordkoreaner aus dem Komplex abgezogen, die dort in mehr als 120 südkoreanischen Fabriken gearbeitet hatten.

Vor allem Billigprodukte werden in dem Areal hergestellt, darunter viel Kleidung.“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sonderwirtschaftszone-kaesong-in-nordkorea-wiedereroeffnet-a-922384.html

glüh 0038  symbolic – susanne.haerpfer@bits.de

Noch einmal, weil es so wichtig ist:

53.000 Nordkoreaner

arbeiten für Südkoreanische Konzerne.

120 an der Zahl.

Manager

Aus Südkorea reisen nach Nordkorea.

Und

Beordern die Arbeiter zurück zur Arbeit.

Dann aber zwingen Südkoreanische Konzernmanager Nordkoreaner zur Arbeit.

Und die können sich nicht wehren.

Sie können nicht weglaufen.

Und wenn sie verzweifelt versuchen, auf ihre Lage aufmerksam zu machen,

wird ihnen nicht geglaubt.

Vor allem Billigprodukte würden in Nordkoreanischen Arbeitslagern hergestellt, schreibt SPIEGEL online.

Wie viel Lohn-dumping betrieben Südkoreanische Konzerne? Und schoben es Nordkorea in die Schuhe? Wieviel Hartz IV –Politik-Debakel hat einen Wirtschaftskrieg-Hintergrund? Wer profitiert? Beuten auch Deutsche über den Umweg Südkorea Menschen aus, die das Pech haben, Nordkoreaner zu sein?

Ausverkauf Deutschland.

Das Warenhaus hat geöffnet.

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Beim Ausverkauf der Handy-Sparte von Siemens an BenQ wurde das mühsam, unter größter Geheimhaltung entwickelte Krypto-Handy mit all seinen Patenten gleich mit verkauft.

Warum?

Dummheit auf deutscher Seite?

Erpressung? Pardon, „Wettbewerb“?

Ein Mobilfunktelefon, das extra mit tempest-Verschlüsselung entwickelt wird, also für Gespräche, die als besonders geschützt gelten, wurde einfach nach Südkorea verkauft. Wirtschafts-Partner kann technisch mithören.

Anfragen an die Beteiligten Firmen und Insolvenzverwalter wurden nicht beantwortet bzw. mit einem „man könne sich an nichts erinnern“, man „könne die Unterlagen nicht finden“ bzw. „so genau wisse man das auch nicht“ bedacht.

Und seitdem?

Wie viel Zwangsarbeit aus Nordkoreanischen Gulags, die man nicht so nennen darf, weil es Südkoreanische „Sonderwirtschaftszonen“

sind, steckt in günstiger Elektronik in deutschen Haushalten?

Kameras, Handys, Computer.

Gemacht von ausgebeuteten Nordkoreanern für Geiz ist geil-Deutsche und solche, die durch Hartz IV quasi Nordkoreaner mit deutscher Sprache sind.

Künstliche DNS und RFID werden gern für Überwachungszwecke eingesetzt.

Könnte man mit derselben Technik günstige und besonders hochpreisige Kameras, Handys, Computer auseinander nehmen und identifizieren, wer sie wo hergestellt und wo zusammengebaut hat?

Wie viel Nordkoreanische Zwangsarbeit steckt in Elektronik in deutscher Kinderhand?

Ein Recherche-Angebot.

Kooperation mit denen, die es wissen könnten, und mit deutschen Redaktionen, die einen solchen Themenvorschlag

ankaufen, also finanzieren, in Auftrag geben und veröffentlichen könnten.

DSC_0043  Glücks-Klee; motto photo susanne.haerpfer@bits.de

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Wenn die Ausgebeuteten einmal sich freuen möchten, einmal zeigen möchten, seht her, wir haben Westfernsehen gesehen, von Euch gelernt, wir sind keine Monster, wir mögen das Gleiche wie ihr, wie machen das so, wie Ihr es uns vorgemacht habt, wir nehmen uns die Olympiafeiern von London zum Vorbild, dann wird von voreingenommenen Reportern in Deutschland und der Welt auch das wieder nieder gemacht.

Dann heißt es, die Feier sei bizarr und propagandistisch. Das hat nichts mit Wachsamkeit zu tun, das ist Vorurteilsbeladen und seinerseits Propaganda. Vielleicht sollte man einmal Bilder von westlichen (Olympia) Feiern nehmen, die nicht auf allen Nachrichtenkanälen liefen und daher unbekannt sind, und einen Test machen. Wie lauten die Kommentare, wenn dieselben Bilder per crawl als Nordkoreanisch angeboten werden, und wie, wenn sie aus dem Westen stammen.

Die Menschen, die in Nordkorea für Südkoreanische Konzerne schuften, möchten ihren Lohn und Freizeit und sich auch einmal freuen, und zwar so, wie sie es sich ausgesucht haben.

Text & Fotos von: susanne.haerpfer@bits.de