Ein Lebensmittelgeschäft mit Delikatessen oder einfach nur guter Nahrung müsse schließen, schreibt das Hamburger Wochenblatt, Ausgabe Eppendorf.

Es würden nicht mehr genügend Menschen einkaufen, schreibt die Zeitung.

Ich würde dort gern einkaufen. So wie ich es mein Leben lang getan habe. Als ich unabhängig war. Weil meine Beiträge veröffentlicht wurden. Und ich mein Honorar erhielt.

Das Arbeitsamt enthält Erwerbslosengeld vor.

Nicht nur mir, sondern vielen Menschen.

Das Arbeitsamt, das nicht zahlt, hat u.a. dieses Geschäft auf dem Gewissen.

Denn wer kein Geld erhält,

kann nicht einkaufen.

Wer als Ladeninhaber nichts einnimmt, muß schließen.

Die Folgeschäden sind also immens.

Es wird Zeit für eine Sammelklage!

Wir alle, denen das Arbeitsamt kein oder zu wenig Erwerbslosengeld gezahlt hat, sollten uns zusammenschließen mit denen, die gezwungen werden, Insolvenz anzumelden und diejenigen beim Arbeitsamt, die einfach uns das Geld vorenthalten, in Regress nehmen. Und zwar als Behörde und als Einzelverantwortliche privatrechtlich.

Wenn jemand einzelne vielleicht nicht sympathisch findet,

der mag aber gewiß einen Laden, der gutes zu Essen bietet.

Und solch ein Anbieter geht vor die Hunde, weil noch nicht einmal Hartz IV gezahlt wird.

Weil zu viel entrichtete Steuern vom Finanzamt einfach nicht zurückgezahlt werden.

Frauen wie ich keine Ankäufe von Redaktionen erhalten. Und dies, obwohl zumindest ich ständig als Journalistin arbeite – wie man auf dieser homepage sieht.

In Berlin habe ich stets Geld ausgegeben in guten Käse-Geschäften, für italienische und spanische Salami, für Bio-Lebensmittel. Dies ist nachprüfbar, also nicht bloßes Lippenbekenntnis. Als festangestellte Redakteurin der Fernsehproduktionsfirma metaproductions habe ich in Berlin bei Butter Lindtner und in Flughafen-Geschäften eingekauft. Als Freiberuflerin für Plusminus und andere ARD-Magazine sowie Zeitungen und Zeitschriften, hatte ich mein Einkommen, und das habe ich u.a. für Qualitativ hochwertige Lebensmittel ausgegeben. Veröffentlicht und bezahlt mich, so wie es mein Leben lang gewesen ist, und viele Menschen hätten etwas davon. Und zwar gleich doppelt: durch Einkäufe. Und durch meine Informationen. Denn wie die Leuchtreklame eines Büchergeschäfts im Prenzlauer Berg richtig kündete:

Bücher sind Lebensmittel.

 von: Susanne.Haerpfer@bits.de