Image motto photo: Susanne.Haerpfer@bits.de

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Stefan Austs Sender n 24

Zeigt zur Zeit das Feature „Der Tag danach“

http://www.n24.de

über den EMP, den elektromagnetischen Impuls (nach Zündung einer Atombombe).

Dieser legt sämtliche Computernetze lahm, schaltet die Stromversorgung aus, löscht alle Datenträger von Festplatten, DVD´s, Cdroms, Flashcards und usb-sticks; kurzum zerstört das moderne, industrielle Leben wie wir es kennen.

Doch es braucht keinen Atomkrieg, damit dieser Effekt eintritt.

EMV, also elektromagnetische Unverträglichkeit, gibt es bereits jetzt und führt zu Millionenschäden.

„Bedingt durch die große Anzahl elektronischer Geräte und deren Vernetzung zur „Datenautobahn“ , die heute in jedem Büro und vielen Wohnungen vorhanden sind, multiplizieren sich die vagabundierenden Netzrückwirkungen:

Zittern von empfindlichen Farbbildschirmen“, heißt es im Konferenzband der Fachmesse EMV-Mesago, die im kommenden Jahr 2014 erneut statt findet:

info@mesago.com

http://www.mesago.de

Projekt-Team:

Fon: 0711 61946-63

Fax: 0711 61946-93

emv@mesago.com

Image photo: SI[e]H

Die Deutsche Flugsicherung DFS hat gemeldet: Windenergieräder gefährden die Flugsicherheit. Die elektromagnetischen Felder, die sie erzeugen, führen dazu, daß die Instrumente im Flugzeug falsche Positionsdaten erhalten. Abstürze und Crash-Landungen können die Folge sein von Elektromagnetischer Unverträglichkeit.

AIRBUS-Mann

Robert Knebel schreibt im EMV-Mesago-Kongressband:

„Inzwischen integriert die Industrie in immer schnelleren Zyklen Funkdienste in portable Geräte, denen dies häufig gar nicht anzusehen ist. Die Art der Geräte, die Passagiere in das Flugzeug hineintragen, hat sich seit 1996 also stark gewandelt. Heute liegt laut den europäischen Luftfahrtbehörden das erlauben von Blue tooth Funk zum Beispiel in der Verantwortung des Piloten,

bei strikter Auslegung des advisory circular 91.21 der US amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA wird aber das Abschalten aller Funkdienste generell empfohlen.“

Denn:

Aus der Einhaltung der gewöhnlichen EMV-Anforderungen, wie sie in harmonisierten Normen beschrieben sind, kann

grundsätzlich

nicht

geschlossen werden, dass im Fall der Einwirkung elektromagnetischer Störungen ein Gerät sicher

arbeitet oder in einen sicheren

Zustand fällt. Analog: Der Nachweis der Konformität mittels EMVTests für die CE-Kennzeichnung nach der EMV-Richtlinie ist

nicht ausreichend zum Nachweis der Sicherheit.“

Dies schreiben

Dr. Bernd Jäkel, Anton Kohling, Hartmut von Krosigk von Siemens AG, Automation & Drives!

Die Messe versammelt Experten zum Thema EMV und funktionale Sicherheit

Image Bei EMV-Einkopplung sind sämtliche Daten

futsch. Wohl dem, der dann Ausdrucke hat. EMV-Foto von: Susanne Härpfer

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„Alarmanlagen und neue LAN Netze, die sorgfältig geplant, installiert und auch abgenommen sind, zeigen Leitungs- und Übertragungsfehler.

Schon bei geringsten Unterbrechungen der elektrischen Stromversorgung oder

weit entfernten Blitzeinschlägen kommt es zu Zerstörungen

von Datenübertragungsschnittstellen.  Mancher Betreiber beginnt an Gespenster zu glauben oder hat bestimmte Nutzer in Verdacht, Sabotage zu betreiben, da nur die Komponenten gestört werden, die von bestimmten Personen in bestimmten Räumen genutzt werden. Mitarbeiter werden unzufrieden und weigern sich mit bestimmten Bildschirmarbeitsplätzen zu arbeiten, da das Flimmern der Schirme Kopfschmerzen bereitet“, ist im Konferenzband zu lesen.

Wer Bücher hat und nicht alle gedruckten Werke nach Digitalisierung wegwarf, bleibt arbeitsfähig.

Jeder ist betroffen von EMV.

„Neben elektrifizierten Bahnstrecken und unsymmetrisch betriebenen Gebäudeeinspeisungen können auch Straßenbahnen Magnetfelder großer Amplitude generieren, die beispielsweise Computermonitore oder Elektronenstrahlmikroskope beeinflussen.

Zum überwiegenden Teil werden Straßenbahnen in Deutschland mittels Gleichstrom versorgt. Bei den auftretenden Störphänomen handelt es sich im ersten Ansatz um Gleichfeldbeeinflussungen“, weiß

Karl Heinz Gonschorek, TU Dresden, Prof. Theoretische Elektrotechnik

Image © SI [e] H

Sein Kollege

                        Prof Dr. Ernst Habiger

Fordert

„Globales EMV Management »

vergleichbar weltweiten Atom-Abrüstungsverhandlungen und verbindlichen Klimaschutz-Vereinbarungen.

Er mahnt:

„Dem Elektrofachmann fällt darin die Aufgabe zu, weltweit sicherzustellen, daß die Funktionalität aller elektrischen und elektronischen Betriebsmittel und Systeme störungsfrei gewährleistet ist und in Zusammenarbeit mit den dafür zuständigen Experten dafür zu sorgen, daß auch die

belebte Natur

durch elektromagnetischen Wirkungen keinen Schaden nimmt.“

Immerhin kann bereits eine simple Lampe

Computer und Datenspeicher zerschießen.

 _DSC0388 motto photo: Susanne Härpfer

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Zu Grunde liegt dem Phänomen Grundregeln der Natur und der Physik:

 „James Clerk Maxwell entwickelte ab ca 1856 seine elektromagnetische Feldtheorie und formulierte die wohlbekannten Maxwellschen Gleichungen. 1864 kam er zu der Erkenntnis, daß auch Licht eine elektromagnetische Welle sei“, ist im EMV-Fachkongress-Band nachzulesen.

Was Naturwissenschaftler

1856 herausfanden

beschäftigt uns bis heute, garantiert und gefährdet gleichermaßen unsere Zivilisation:

„In den letzten Jahren lassen sich verstärkt Störungen und Schäden an installierten elektrischen und elektronischen Geräten feststellen, die trotz aller Bemühungen der Qualitätsverbesserung bei der Herstellung der Produkte und der Einführung von ISO 9000 und der normgerechten Prüfung der Geräte nach dem emv Gesetz nicht behoben werden können. Die Anwender oder das Servicepersonal versuchen durch den Austausch /Einsatz neuer Geräte oder von software updates, die nicht zu fassenden Funktionsstörungen in den Griff zu bekommen.

Dabei wird häufig festgestellt, daß die ausgetauschten Geräte in  er Werkstatt oder im Systemraum funktionieren, aber in bestimmten Büros oder Betriebsteilen:

Aussteigen, sich aufhängen

Die Daten langsamer übertragen werden

Festplatten undefinierte Fehler aufweisen

Farbbildschirme flackern“, stellen auf Seite 759 Dipl Ing Kai Zitzmann von der Fachhochschule Nürnberg, Prof Karl Werner Jäger, Dipl Wirtschaftsing und Karl Heinz Otto fest.

_DSC0368 Mechanische Kameras funktionieren, wenn die Elektronik lahm gelegt ist

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“RFID Leseeinheiten,

[wie sie beispielsweise in Reisepässen, Büchern oder als Etiketten in Edeltextilien und high tech als Diebstahlssicherung zu finden sind; Anmerkung von mir, Susanne Härpfer] die das maximal erlaubte Magnetfeld erzeugen, führen bei geringen Abständen von Leitern zu

nicht vernachlässigbaren Störströmen.

In solchen Fällen haben RFID Lesegeräte durchaus das Potential. Geräte oder Systeme zu beeinflussen bzw. zu beschädigen, die nicht explizit für solche Einflüsse entwickelt bzw gegen solche Einflüsse gehärtet sind“, warnen Göran Schubert von conti temic und Dipl ing Matthias Spang sowie Friedrich Alexander vom Lehrstuhl für elektromagnetische Felder an der Universität Erlangen im Kapitel „airbus lightning protection and emc“.

Die Siemens AG, Automation & Drives beschäftigt aus diesem Grund Dr. Bernd Jäkel, Anton Kohling und Hartmut von Krosigk zum Thema

EMV und funktionale Sicherheit.

Bitteres Fazit der Siemens-Männer:

„Aus der Einhaltung der gewöhnlichen EMV-Anforderungen,

wie sie in harmonisierten

Normen beschrieben sind, kann grundsätzlich

nicht

geschlossen werden, dass im Fall der Einwirkung elektromagnetischer Störungen ein Gerät sicher arbeitet oder in einen sicheren Zustand fällt. Analog: Der Nachweis der Konformität mittels EMVTests für die CE-Kennzeichnung nach der EMV-Richtlinie ist nicht ausreichend zum

Nachweis der Sicherheit.“

Deutlicher geht´s nicht.

Selbst wenn ein Gerät formal die Grenzwerte einhält und die Prüfungen besteht, heißt dies noch lange nicht, daß es sicher ist und nicht andere Geräte stört oder Menschen gefährdet.

Militärs betreiben aufwändige Tests. Sie arbeiten beispielsweise mit EMP – Simulatoren für Systemtests an Flugzeugen.

_DSC0360 Motto photo: Susanne.Haerpfer@bits.de

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Während einige Linien Handys an Bord erlauben, sind Mobilfunktelefone in Krankenhäusern strikt verboten. Zu groß ist das Risiko, daß die elektromagnetischen Wellen Geräte stören und Menschen gefährden.

Hersteller von Induktionsherden und das Bundesamt für Strahlenschutz warnen daher Träger von Herzschrittmachern, sie sollen sich nicht über die Induktions-Flächen beugen. Die elektromagnetischen Felder können die Geräte stören – bis zum Tod.

Auch aus diesem Grund sind elektromagnetische Störungen auf Kreuzfahrtschiffen ein extra Programmpunkt gewesen auf der diesjährigen maritimen Messe in Hamburg.

Viele (ältere) Menschen mit Herzschrittmachern, elektrischen Rollstühlen, alle mit Handys, Computern, W-lan und anderen elektronischen Geräten, die alle Gedankenlos funken, können sich gegenseitig stören, beeinträchtigen und interferieren mit dem Radar an Bord und wichtiger Steuerungselektronik.

US-Militärs hatten bereits in den 70 er Jahren festgestellt, daß Radar (eine Form elektromagnetischer Wellen) an Bord die Wirkung von Medikamenten verändern, beeinflussen und verstärken kann – bis hin zu Anfällen und Zusammenbrüchen.

Diese Erkenntnisse aus dem Militärbereich sind entscheidend für den Zivilbereich – wie es Kreuzfahrtschiffe sind. (vgl. diesbezüglich u.a. auch Schiff + Hafen).

_DSC0367 Störeinkopplungen und Wechselwirkungen finden sich oft an unvorhergesehenen Stellen

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Weitere Bereiche, die jeden von uns betreffen sind: Internet per Stromleitung, Blitzschutz und Mobilfunkmasten, Kein Handynetz und Ausfälle der (Deutschen) Bahn.

Fachleute und Mittelständler finden weitergehende Informationen unter den Begriffen:

„Prüftechnik, Systemkomponenten, Consulting, Blitzschutz, Elektromagnetische Komponenten, Elektronik, Filter, Forschung und Entwicklung, Funk-Nachrichtentechnik, Messtechnik für elektromagnetische Störungen, Prüfsysteme, Prüfgeräte.”

von: Susanne Härpfer – susanne.haerpfer@bits.de