Künstlich erzwungene Sprachlosigkeit

wer sind die Täter?

WHISTLE BLOWER ERWÜNSCHT!

Wer packt aus?

Zwei Tage bei der Luftfahrtmesse in Hamburg waren seit 2009 die einzige Zeit, in der ich, Journalistin Susanne Härpfer, habe inhaltlich mich habe auf Expertenebene unterhalten können, wie ich es mein ganzes Leben gewohnt gewesen bin.

ashine 0722  Aviation fair – HH; © Susanne Härpfer

 

Ansonsten begegne ich Stammeldeutsch, Reduziert-Deutsch, Phrasendresch, auswendig gelernten, eingebimsten, vorher eingetrichteterten Belanglos-Sätzen, Frauen, die reden wie tonbänder auf zwei Beinen, manchmal geben sie sämtliche Sätze, die sie je sagen, hintereinander von sich, das klingt dann wie ein Tonband im Schnelldurchlauf. Klingt lustig, ist es aber nicht. Es ist Folter.

Kein inhaltliches Wort. Den ganzen Tag bekomme ich nur Primitiv-Sätze zu hören oder Belanglosigkeiten. Ansonsten: nichts. Nicht ein einziges Wort in fünf Jahren.

D a s ist Folter.

Nur zwei Tage Luftfahrtmesse bot Reden auf hohem Niveau, wie mein Partner Otfried Nassauer und ich uns früher täglich von 1999 bis 2006 zwanzig Mal am Tag intellektuell ausgetauscht haben.

Wer also verhindert dieses intellektuelle Niveau?

Und, noch wichtiger: wer stellt es wieder her? Wer stellt mein Leben wieder her? Wer stellt unsere Erreichbarkeit wieder her?

Ich verliere hier meine Sprache.

Geistiger Austausch

per computer.

von: Susanne Härpfer

susanne.haerpfer@bits.de