motto photo by me Susanne.Haerpfer@bits.de

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„Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) verweigert die Freigabe „streng geheimer“ Dokumente über Zahlungen an Israel aus dem Jahr 1961.

Die Dokumente könnten Aufschluß darüber geben, ob die Kfw den Bau der israelischen Atombombe mitfinanziert hat.

Kanzler Konrad Adenauer (CDU) hatte 1960 Israels Premier David Ben Gurion umfangreiche Finanzhilfen zugesagt.

Die Kfw übernahm die Abwicklung der „Operation Geschäftsfreund“.

Mit dem Geld sollte auch eine atomar betriebene Meerwasserentsalzungsanlage gebaut werden.

Die Anlage wurde zwar geplant, aber nie erstellt; Ben Gurion nutzte das Projekt als Vorwand, um die Entwicklung der Atomwaffe zu verschleiern.

Bislang unbekannte Akten im Bundesarchiv zeigen nun, daß Israel nach eigenen Angaben

jährlich 40 Millionen Mark aus deutschen Zahlungen für das Nuklearprojekt einplante.

Möglicherweise war die Summe noch größer. Ein Beamter des Kanzleramts notierte 1968 handschriftlich, Mittel an Israel würden „unabhängig vom Projektfortschritt ausgezahlt, es gebe „keine Einzelprüfung über (die) Verwendung.“ Demnach wussten die Frankfurter Banker nicht, wozu ihre Kredite verwendet wurden. Heute beruft sich die Kfw auf das Bankgeheimnis“, schreibt

DER SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe.

Eine Sensation.

Die Kfw soll die israelische Atombombe finanziert haben.

„Wiederaufbau“ sehr eigenwillig interpretiert.

Komprimiert enthält jeder Satz der Panorama-Meldung den Stoff für Titel-Geschichten.

Ansätze für Weiterrecherchen sind: gab es das Angebot in Israel, einigen Deutschen (Politikern) den Bau deutscher Atombomben zu ermöglichen?

Wurde die Entwicklung von Atombomben im Apartheidsstaat Südafrika vereinbart und umgesetzt?

Wenn Meerwasserentsalzungsanlagen atomar betrieben werden,

was heißt das für die Förderung sogenannter „regenerativer Energien“?

Wie viele Meerwasserentsalzungsanlagen gibt es seit wann wo mit welchen Folgen für Mensch und Umwelt, die atomar betrieben werden?

Welche weitere Anlagen gibt es in Deutschland und weltweit, die atomar betrieben werden, aber der Bevölkerung, Regierung und (grünen) Politikern als angeblich „Umweltfreundlich“ verkauft werden?

Wie viele verdeckte Finanzierung vom Atomprojekten gibt es?

Kaschiert ausgerechnet als „Umweltschutz“?

All dies bietet Stoff für eine Welle der Berichterstattung – vergleichbar der Empörung über die NSA.

Bislang sind irritierenderweise nur die neue Magazin-Abteilung von `google´ und DIE WELT eingestiegen:

http://www.welt.de/newsticker/news2/article121989038/Magazin-KfW-gibt-Geheimdokumente-zu-Zahlungen-an-Israel-nicht-frei.html

https://plus.google.com/+SPIEGELONLINE/posts/11XXrGCTJ68

Zeit, dies zu ändern, und den Atom-Beitrag journalistisch weiter zu drehen.

Von:

Susanne.Haerpfer@bits.de