motto: photographed susanne haerpfer

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Die „WELT“ schreibt über die tödliche Seite Hollywoods. Tiere stürben bei Dreharbeiten, würden gequält und müßten leiden:

http://www.welt.de/122330008

Der Artikel bezieht sich auf das Original des Hollywood Reporters:

http://www.hollywoodreporter.com/feature/

Ein erster Hinweis findet sich in Volker Arzt Buch „Kluge Pflanzen“ :

„Die Biologen waren von Anfang an skeptisch, was die lebensmüden Lemminge angeht; aber erst nach und nach sickerte durch, daß Disneys wahre Abenteuer so wahr nicht waren. der Massenmarsch in den Tod hat nicht in der Natur stattgefunden, sondern im Studio in Calgary in Kanada. Und dieser Heereszug bestand aus ein paar dutzend Lemmingen, die auf eine Schneebedeckten Drehteller zu laufen hatten und so immer wieder erneut die Kamera passierten. Ebenso war der Todessprung über den Felsen arrangiert, und er war wie man sich denken kann, alles andere als freiwillig.“

Ein follow up wäre eine Titelgeschichte über Unfälle und Todesfälle bei fahrlässigen Dreharbeiten. Wieviele Menschen werden bei Dreharbeiten verletzt oder sterben? In großen Spielfilmen ebenso wie in kleinen Serienproduktionen und solchen Teilen, die low budget gedreht aber für auf Oscar-level gezeigt werden. Was erlebte Arnold Schwarzenegger? Wieviele der Auseinandersetzungen waren in Wahrheit tatsächlich Kämpfe um´s Überleben? Wieviele Mordanschläge, Körperverletzung, Rohheit, Brutalität geschehen unter dem Deckmantel von Spielfilmen? Und werden auch noch verherrlicht durch Boulevard-Prosa. Wieviele Stellvertreterkriege werden mit Statisten geführt? Wie oft geschieht „Argo“ in der Realität – also Einsätze unter Lebensgefahr im feindlichen Terrain für riskante Geheimdiensteinsätze, die dann als Spielfilm getarnt werden.

Nobelpreisträger Robert Jungk deutet in seinem Klassiker „Die Zukunft hat bereits begonnen“ auf den Skandal hin. Er beschreibt die radioaktiv verseuchten Landschaften der USA:

„Gegen Mittag halten wir für eine Stunde in Silverton. Das ist eine alte, hoch in einem Bergsattel der Rockies gelegene Minenstadt. (…[Lassen Sie von] ) dem Besuch einer Filmtruppe reden, die kürzlich einige Tage lang die dünne Höhenluft mit dem Lärm ihrer hektischen Aktivität erfüllt hat. „Der ganze Ort hat mitgemacht“, erzählt die Kellnerin, „wir mussten unsere Kostüme aus der Goldgräberzeit anziehen und bekamen 15 $ Statistengehalt pro Tag. Von mir ist eine Großaufnahme in Technikcolor drin. Mister Dailey, der Star, hat das beim Regisseur durchgesetzt, weil er von mir so gut bedient wurde.“

„Der verstrahlte Westernheld“ ist der Titel eines Buchs von Robert Bischop, der sich allerdings mit allen möglichen Folgen von Verstrahlung beschäftigt von Alaska bis zu den Aboriginees und nicht über die tatsächlich verstrahlten Westernhelden, die mitten im Atomtestgelände der USA Wochenlang gedreht und damit die radioaktive staubige Luft eingeatmet und die verseuchte Erde berührt haben. Dies ist mein pitching-Vorschlag: Recherche der Fälle, Reise zu den Menschen und Orten, Dokumentation per Foto, Fernsehdreh und Beitrag. Aufträge und Finanzierung durch Redaktion, interessierter Seite und crowd financing, auch Misch-Auftrag und Misch-Finanzierung mehr als herzlich willkommen. Entsprechende Erfahrung kann ich nachweisen – vgl. unter anderem die Fotos und Beiträge auf dieser homepage, auf meiner website http://susanneHaerpfer.wordpress.com Frühere Fotos und Artikel aus bisherigen Reisen für journalistische Veröffentlichungen stelle ich bei Interesse und Auftrag gern zur Verfügung:

susanne.haerpfer@bits.de