Taal volcano photographed in the Philippines by susanne.haerpfer add bits.de

Taal volcano photographed in the Philippines by susanne.haerpfer add bits.de

Text and Fotos: Susanne.Haerpfer@bits.de [free lance foto & tv journalist – assignments please!]:

Volcanic eruptions worldwide.

Scientists and journalists wonder why.

Despite the reasons are already known: Harvard University

in cooperation with German GEOMAR Helmholtz-Zentrum for Oceanic Research

found out

that it is vanishing, melting ice on a global scale

that leads to an increase in catastrophic volcanic eruptions.

Thus destroying polar ice for oil drilling and other raw materials, could lead to destructions by magma floods worldwide.

The original press release on the subject can be found at the following link:

http://www.helmholtz.de/aktuelles/presseinformationen/artikel/artikeldetail/schmilzt_das_eis_spuckt_die_erde_feuer/

„12. Dezember 2012 GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Schmilzt das Eis, spuckt die Erde Feuer

Dass Vulkane das Klima zumindest kurzfristig beeinflussen können, ist

mittlerweile bekannt. Jetzt haben Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrum

für Ozeanforschung Kiel zusammen mit Kollegen der Havard University Belege

dafür gefunden, dass umgekehrt auch das Klima die Vulkanaktivität beeinflusst.

Ihre Studie ist jetzt online im internationalen Fachblatt „Geology“ erschienen.

12.12.2012
Schmilzt das Eis, spuckt die Erde Feuer

GEOMAR-Forscher entdecken Zusammenhang zwischen Klima und

Vulkan-Eruptionen
12.12.2012/Kiel. Dass Vulkane das Klima zumindest kurzfristig beeinflussen

können, ist mittlerweile bekannt. Jetzt haben Forscher des GEOMAR

Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zusammen mit Kollegen der

Havard University Belege dafür gefunden, dass umgekehrt auch das Klima die

Vulkanaktivität beeinflusst. Ihre Studie ist jetzt online im internationalen

Fachblatt „Geology“ erschienen.

Bild 1379  Legazpi – Mount Mayon – © Susanne Härpfer

Für die Dörfer der näheren Umgebung war der Ausbruch des philippinischen

Vulkans Pinatubo 1991 eine Katastrophe. Doch sogar im fernen Europa konnte

man die Folgen noch spüren. Denn der Vulkan schleuderte Unmengen an Asche

und anderen Partikel hoch in die Atmosphäre. Das Sonnenlicht wurde dadurch

stärker als üblich reflektiert. Für die ersten Jahre nach der Eruption sanken die

globalen Temperaturen um ein halbes Grad. Immer wieder greifen Vulkane so

zumindest kurzfristig in das Klima ein. Dass umgekehrt das Klima auch

Vulkanausbrüche auf globaler Skala und über größere Zeiträume systematisch

beeinflussen kann, ist jedoch völlig neu. Forscher des Geomar

Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Harvard University im

US-Bundesstaat Massachusetts haben jetzt anhand größerer Vulkanausbrüche

rund um den Pazifik während der vergangenen 1 Million Jahre deutliche

Hinweise für diesen Zusammenhang gefunden. Sie präsentieren Ihre Ergebnisse

in der aktuellen Ausgabe des internationalen Fachmagazins „Geology“.

Grundlage für die Entdeckung waren Arbeiten des Kieler

Sonderforschungsbereichs (SFB) 574. Der hat über zehn Jahre lang die Vulkane

Zentralamerikas intensiv erforscht. „Unter anderem haben wir anhand von

Aschelagen im Meeresboden die Geschichte der Vulkanausbrüche dort für die

vergangenen 460.000 Jahre rekonstruiert“, erklärt der Vulkanologe Dr. Steffen

Kutterolf vom GEOMAR. Er war seit Anfang an an den Arbeiten des SFB

beteiligt. Schon dabei fielen ihm und seinen Kollegen besondere Muster auf: „Es

gab Epochen, in denen wir deutlich mehr große Eruptionen fanden als in

anderen“, sagt Kutterolf, der auch Erstautor der aktuellen Geology-Studie ist.

Bei einem Vergleich mit der Klimageschichte ergab sich eine verblüffende

Übereinstimmung. Die Phasen hoher vulkanischer Aktivität folgten jeweils mit

leichter Verzögerung auf schnelle, globale Temperaturanstiege und damit

verbundenen schnellen Eisschmelzen.

susanne.haerpfer@bits.de

Motto-Foto: susanne.haerpfer@bits.de

© Motto-Foto: susanne.haerpfer@bits.de

Um diese Entdeckung auf eine breitere Basis zu stellen, überprüften Dr. Kutterolf und seine Kollegen noch weitere

Bohrkerne aus dem gesamten Pazifikraum. Sie waren im Rahmen des

internationalen Integrated Ocean Drilling Program (IODP) beziehungsweise

seiner Vorgänger-Programme gewonnen worden und decken rund eine Million

Jahre Erdgeschichte ab. „Tatsächlich fanden wir auch in diesen Kernen das

gleiche Muster“, sagt die Geophysikerin Dr. Marion Jegen vom GEOMAR, die

ebenfalls an der aktuellen Studie mitwirkte.

Zusammen mit Kollegen der Harvard-University machten sich die Kieler

Geologen und Geophysiker anschließend auf die Suche nach einer möglichen

Erklärung. Sie fanden sie mit Hilfe geologischer Computermodelle.

„In Phasen der Klimaerwärmung schmelzen die Gletscher auf den Kontinenten relativ

schnell ab. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel.

Das Gewicht, das auf den

Kontinenten lastet,

wird also in kurzer Zeit kleiner, das auf den ozeanischen Erdplatten größer.

Dadurch steigen die Spannungen im Erdinneren und in der

Erdkruste öffnen sich mehr Wege, an denen Magma aufsteigen kann“, erklärt

Dr. Jegen.

Die Abkühlungen am Ende der Warmphasen liefen dagegen viel langsamer ab,

deshalb bauten sie im Untergrund nicht so große Spannungsänderungen auf.

symbol photographed in Hamburg port city: Susanne.Haerpfer@bits.de

symbol photographed in Hamburg port city: Susanne.Haerpfer@bits.de

„Wenn man den natürlichen Klimazyklen folgt, befinden wir uns aktuell

eigentlich am Ende einer Warmphase. Deshalb ist es vulkanisch ruhiger. Wie

sich die von Menschen verursachte Erwärmung auswirken wird, kann man bei

dem derzeitigen Forschungsstand noch nicht absehen“, sagt Dr. Kutterolf. Jetzt

müsse man die Untersuchungen mit größerer zeitlicher Auflösung präzisieren,

um die Prozesse im Erdinneren noch besser zu verstehen.

Originalarbeit:
Kutterolf, S., M. Jegen, J. X. Mitrovica, T. Kwasnitschka, A. Freundt, P. J. Huybers

(2012): A detection of Milankovitch frequencies in global volcanic activity.

Geology, G33419.1, http://dx.doi.org/10.1130/G33419.1

Bildmaterial in höherer Auflösung:

Der Vulkan Villarica in Chile. Foto: M. Nicolai, GEOMAR
Anhand von Aschelagen in Bohrkernen aus dem Meeresboden lässt sich die

Geschichte des Vulkanismus im Pazifikraum rekonstruieren. Foto: S. Kutterolf,

GEOMAR
Das amerikanische Bohrschiff JOIDES Resolution in Puntarenas, Costa Rica. Mit

ihm wurden viele der in der aktuellen Studie genutzten Bohrkerne gewonnen.

Foto: S. Kutterolf, GEOMAR

Ansprechpartner:
Dr. Steffen Kutterolf (GEOMAR, FB4-Geodynamik), skutterolf@geomar.de
Dr. Marion Jegen (GEOMAR, FB4-Dynamik des Ozeanbodens),

mjegen@geomar.de
Jan Steffen (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel.: 0431 600-2811,

jsteffen@geomar.de

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Dateien:
pm_2012_85_Vulkanismus-Klima.pdf34 K

Links:
http://www.iodp.org Das Intregrated Ocean Drilling Program

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