„Die unkontrollierte Tätigkeit der Wettermacher in den westlichen Staaten wird sicherlich für die Oststaaten noch unabsehbare Folgen haben“, sagte Bernard Vonnegut, einer der ursprünglichen Erfinder des „Wettermachens“ in einem Verhör vor einer Kongresskommission aus. „Denn es handelt sich um ein Spiel mit gewaltigen Kräften, das ohne Beaufsichtigung von kompetenter Seite nicht riskiert werden dürfte.“

Das war vor 50 Jahren.

Nachzulesen im Buch des Nobelpreisträgers Robert Jungk „Die Zukunft hat schon begonnen“.

Geschrieben 1952 als Reportage über eine Reise durch die USA – von militärischer Forschungseinrichtung zu Rüstungs-Firmen.

Die Warnung ist aktueller denn je.

Denn: angesichts immer heftigerer Stürme, häufigen Fluten, immer größeren Schäden, fragen immer mehr Menschen, ob sich das Unwetter nicht stoppen läßt. PR-Firmen und Redaktionen beginnen, das Thema Wetter-Beeinflussung zu entdecken, nachdem sie es zuvor Jahrzehntelang geleugnet haben oder sogar halfen, es zu vertuschen.

Bild 1369  © sh@bits.de at Tagaytay, Philippines in the 90´s

Obwohl die Technik der Wetter-Beeinflussung öffentlich zugänglich war. Keine Spökenkiekerei, sondern so etabliert wie Flugzeuge fliegen und Schiffe versenken. Die World Meteorological Organization WMO mit Sitz in Genf gibt Jahrbücher heraus. In denen ist fein säuberlich aufgelistet, welches Land auf welche Weise am Wetter dreht, oder es zumindest versucht. Ja, die Philippinen sind auch darunter. Die Philippinische Luftwaffe hat Aceton [besser bekannt als Nagellackentferner] in die Wolken gekippt. Zusammen mit Forschern Philippinischer Universitäten schütteten sie NaCl über dem Himmel aus und ließen es über Wäldern und Feldern regnen.

Völlig unschädlich sei das, immerhin stehe die Formel für Salz, und das sei schließlich auch im Meer enthalten. Stimmt schon, aber weshalb baut man für viel Geld Meerwasserentsalzungsanlagen? Richtig, um Trinkwasser zu gewinnen und Salz loszuwerden. Salz hat auf Feldern nichts zu suchen, oder weshalb jammern westliche Städte über die Folgen von Streusalz und suchen nach Alternativen.

Die Soldaten ließen auch c6H4Cl2 versprühen. Und dies, obwohl seit 1972 per internationalem Vertrag Wetter-Krieg verboten ist. Aber Krieg wird ja „nur“ gegen Terroristen geführt, und Wetter-Machen wird deklariert als „ausgleichende Gerechtigkeit an den Weltmärkten“ [kein Scherz, dies ist tatsächlich der Terminus] per Agrar-Unterstützung. Bei dem Wort „Agrarwissenschaftler“ grinsen Experten stets sehr breit. Schließlich stand das Wort in den 70 er und 80 er Jahren und eigentlich auch in den 90 ern für Geheimdienstler. In diesem Umfeld entstanden ursprünglich die Methoden, das Wetter zu beeinflussen. Während des Kriegs der USA in Vietnam und Laos sollte der Ho-chi-Minh-Pfad verschlammt werden. Kein Durchkommen, lautete die Parole. Wälder entlauben, um den Gegner zu sehen und auszuschalten. Dies war die Aufgabe, und dem hatten sich Entwickler unterzuordnen. „Nicht schädlich“ bedeutete in den Tagen: das Mittel dient den mittelfristigen Zielen derjenigen, die sie einsetzen gegen Gegner. Auch wenn von „Agent Orange“ die eigenen Soldaten vergiftet wurden. „Nicht schädlich“ in jenen Tagen ist also ziemlich relativ zu sehen. Dies gilt es zu wissen, wenn man über weather modification redet und schreibt, das heute beschönigend „geo-enhancement“ genannt wird.

LAOS photo: ©susanne.haerpfer@bits.de

LAOS photo: ©susanne.haerpfer@bits.de

Dichlorobenzene gehören zur Familie der psychotropen Substanzen. Und die haben im Wasser wahrlich nichts zu suchen. Auch nicht, wenn man Krieg führt. Besonders nicht im Krieg. Denn sonst ist man am nächsten Tag selbst das Opfer. Dennoch wurde die psychotrop wirksame Chemikalie auf der philippinischen Hauptinsel Luzon versprüht. Warum? Meine offizielle Anfrage blieb bislang unbeantwortet. Angesichts von Katastrophenhilfe ist dies sogar verständlich. Menschenleben retten geht vor. Aber was, wenn die Katastrophe man-made ist? Wenn diejenigen, die jetzt ihre Landsleute aus den Schlammfluten ziehen, zuvor das Unglück verursachten?

Dies ist zur Zeit in Syrien zu beobachten. Wie konnte Syrien nur an all die Giftstoffe gelangen? Ja, wie wohl? Indem kleine und große Firmen sie lieferten. Im Interesse von Bruttosozialprodukt, Aktienkurs und mancher politischer Gruppen.

Auch an Syrien wurden Chemikalien geliefert. Mit denen läßt sich auch das Wetter beeinflussen. Auch, wohlgemerkt.

Diese wirken dann aber nicht nur in Syrien.

Sondern was das Wetter „bei den Kameltreibern“ verändert, es wahlweise in Strömen gießen läßt oder die Wüste vergrößert, das schlägt auf uns zurück.

Dies bestätigten vor kurzem auch Wissenschaftler des Hamburger Max Planck-Instituts. Wetter ist international vernetzt. Was gut ist für das eine Land, kann in einem weit entfernten Gebiet zur Katastrophe führen. Fluten in Dresden können das Ergebnis sein von Äcker-Bewässerungs-Unterstützung in Sahel-Zone oder Mongolei.

Die Welt ist eben eine Welt, und dies ist nicht nur ein Slogan von Weltverbesserern, sondern ein Eckpfeiler der Wissenschaft:

_DSC0171  Hamburger Rechenzentrum Klimaforschung sh@bits.de

http://www.mpimet.mpg.de/fileadmin/grafik/presse/Forschung_aktuell/PDFs/120617_Climate_Engineering_Schmidt_dt.pdf

Die Forscher am Hamburger Max Planck-Institut warnen vor „spezifischen Nebeneffekten“. Dazu gehört

“Klimaeffekte

durch

Treibhausgase

und

Sonnenstrahlung

sind

asymmetrisch“

Das Team weist auch hin auf Maßnahmen der Wetterbeeinflussung gegen radioaktive Strahlung. Wie viel der jetzigen Unwetter, Stürme, Fluten, Regengüsse, bei denen es schwarze ätzende Krümel regnet, sind auf Wettermacher zurück zu führen, die versuchen, die „Pest“ Fukushima mit der „Cholera“ Wetter-Verändern zu kontern?

Bislang keine Antworten auf meine Fragen. Kann aber auch daran liegen, daß die Tagesaktualität die Kapazität erschöpft.

      Wer im Hunderter-Pack Lexikonfragen beantworten soll, was einen Hurricane von einem Taifun unterscheidet und welche Wolken es so gibt, kommt nicht mehr dazu, differenziert über´s Wolken-Schubsen zu reden.

Wäre nicht das erste Mal.

Wer einmal beginnt, das Wetter zu manipulieren, könne nicht mehr aufhören. Die MPG-Forschergruppe schreibt, es gäbe keinen Weg zurück. Wolken reagierten wie Menschen, einmal angefixt, für immer abhängig:

„Bei einem Ausstieg aus dem Strahlungsmanagement würde der vorher unterdrückte Klimawandel sonst im Zeitraffer nachgeholt.“

Dies könnte erklären, weshalb zur Zeit Wetter-Katastrophen passieren.

Wenn seit den 50 er Jahren dem Wetter mit Chemikalien und Elektronik nachgeholfen wird, wie es Robert Jungk eindrucksvoll beschrieb, und dann für einen Zeitraum ein Wetter-Moratorium griff, dann wäre das eingetreten, was die Wissenschaftler um Hauke Schmidt beschreiben:

Das Wetter versucht zur Zeit, im Eiltempo das zu korrigieren, was die Menschen zuvor vermurkst hatten.

Die langfristige Sicht der Natur prallt dann auf die kurzfristigen Interessen der Menschen.

Die rufen nach dem, was das Unglück hervorgerufen hat: Wetter-Machen.

Wenn aus Schön-Wetter-Machen Gift wird - photo susanne.haerpfer add bits.de

Wenn aus Schön-Wetter-Machen Gift wird – photo susanne.haerpfer add bits.de

Bereits 1952 war Wetter-Machen so geläufig wie eine App.

Wer Sonne brauchte für Apfelernte und Urlauber, rief den lokalen Wetter-Fritzen.

Wessen Felder verdörrten und wessen Ski-Ort den Bach runterging, rief den Regenmacher.

Mit fatalen Folgen:

„Von diesen Prämien geht ein beträchtlicher Teil auf Versicherungsprämien zum Schutz gegen eventuelle Schadensersatzansprüche.

Eine Firma, die in den Rocky Mountains Molybdän schürft, hat Krick auf Zahlung der Mehrkosten für Schneeschaufeln verklagt, seit er es im Auftrage der Anrainer des

Arkansas-Flusses

im Quellgebiet

dieses Stroms um 50 % mehr schneien ließ“, schreibt Robert Jungk.

Es gibt also mindestens zwei „Whitewater“-Skandale im Gebiet des früherer Präsidenten und Rechtsanwalts Clinton.

„Regenmacher“ als Synonym für Rechtsanwalt stammt aus diesem Kontext. Wer an der Wetterschraube dreht, kann zugleich großen Schaden verursachen. Nutzen zieht daraus nur eine Berufsgruppe: Anwälte.

Dies gibt den heutigen Stand meines Wissens wieder. Vor 13 Jahren verwüstete ein Hurricane New Orleans. Ein Wissenschaftler und Militär in Florida sagte, er hätte dieses Unglück verhindern können. Die Regierung habe ihn allerdings gehindert, seine Anti-Sturm-Substanz auszuprobieren. Das klang glaubwürdig. Wenn Millionen Menschen gerettet werden könnten durch einen Versuch, dann wäre es wert, dies zu versuchen. Dachte ich. Das war 13 Jahre, bevor ich die jetzige Studie der Max-Planck-Forscher gelesen hatte. Die betont den Schmetterlingseffekt. Demnach kann ein kleiner Eingriff in natürliche (Wetter-) Prozesse katastrophale Auswirkungen am anderen Punkt der Erde haben.

Zeit also, zur Vorsicht zu raten.

Die Zusammenhänge sind komplizierter als gedacht.

Sollten also die jetzigen Wetterkatastrophen zurückzuführen sein auf einen weltweiten Stopp sämtlicher Eingriffe in´s Wetter, dann würden sich die Wolken austoben und versuchen, alles wieder in Ordnung zu bringen.

cumulus cumulus at Geesthacht-Grünhof, photo susanne.haerpfer add bits.de

cumulus cumulus at Geesthacht-Grünhof, photo susanne.haerpfer add bits.de

So wie es erst einmal ziemlich wüst aussieht, wenn wir Menschen Ordnung schaffen. Menschen rupfen dann alles aus den Schränken, verteilen es auf dem Boden, begucken es sich und entscheiden, was weggeworfen werden soll, und was wie neu einsortiert gehört.

Vielleicht machen´s die Wolken genauso.

Geben wir ihnen die Zeit.

Statt vorschnell nach dem zu rufen, was seit Robert Jungk offenbar in Vergessenheit geraten ist.

1952 beschrieb Robert Jungk die gängige Methode:

„Diese Maschinen sah ich in Arizona, Colorado und New Mexico an der Arbeit. Sie sind ganz unscheinbare, ein Meter hohe Öfchen aus gewöhnlichem grauem Metall, die auf den ersten Blick ein wenig an Kaffeemühlen erinnern. Nur dass in den Trichter, wo sonst die Bohnen hineinfallen, runde, mit Silberjodidpartikelchen durchsetzte Holzkohlenkügelchen wandern. Die Kügelchen gelangen langsam in geregelten Zeitabständen in ein mit Petroleum angefachtes Feuer. Ein feiner, mit bloßem Auge kaum sichtbarer Strom von Silberjodidteilchen wird in der Flamme frei durch eine Blasvorrichtung in die Luft hineingeschickt. Man würde kaum glauben, dass dieses armselige Ding wirklich tagelange schwere Schneefälle und Regengüsse verursachen kann. In einigen Fällen sollen die „generators“ sogar Wirbelstürme abgelenkt haben.“

Zu sehen sind diese Geräte unter anderem auch im Spielfilm „Twister“. „Daisy“ wird die Metalltonne im Film genannt. Allerdings vernebelt der Film mehr als er mitteilt. Offiziell geht es nur um „Storm chaser“, um Menschen, die Stürmen hinterher jagen, um sie zu beobachten und dokumentieren. Zu sehen sind allerdings jene, die sie verursachen, oder es zumindest versuchen – die einen mit offiziellem Segen, die anderen, die von den Maßnahmen betroffen sind, und versuchen, sich zu wehren. Allerdings ohne behördliche Genehmigung. In den USA tobte ein Krieg. Um die Felder. Um Einkommen. Und um Gewinne. Mit Chemie. Aber auch um die Sicherheit von Bohrtürmen und Ölförderung.

susanne.haerpfer@bits.de

susanne.haerpfer@bits.de

Robert Jung begab sich auf Reporter-Spurensuche:

„Man hat ihm vorgeworfen, dass durch seine Silberjodiddämpfe das Wachstum von Tannenwäldern ungünstig beeinflusst worden sei, dass er Hagelstürme heraufbeschworen habe und an Verkehrsunglücken schuld sei, die durch nasse Straßen verursacht wurden.“

In den USA ist halt alles etwas größer. Die Gebiete, um die es geht, die Summen auch, die Risiken und Katastrophen. Der nationale Notstand. Dürre, Fluten – ganze Bundesstaaten von der Größe Europas wurden in Schutt und Asche gelegt, während der Vietnam-Krieg tobte.

„Watergate“ hatte auch diese Bedeutung: die Schleusen waren geöffnet, die USA in Regen versinken zu lassen.

Und all dies geschah in aller Öffentlichkeit.

Zur Erinnerung hier nochmals die Anfangspassage:

„Die unkontrollierte Tätigkeit der Wettermacher in den westlichen Staaten wird sicherlich für die Oststaaten noch unabsehbare Folgen haben“, sagte Bernard Vonnegut, einer der ursprünglichen Erfinder des „Wettermachens“

in einem Verhör vor einer Kongresskommission aus.“

National Geographic book on volcano eruptions, flash lightnings, hurricanes and further extremes on earth - photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

National Geographic book on volcano eruptions, flash lightnings, hurricanes and further extremes on earth – photographed by Susanne.Haerpfer@bits.de

Wie all dies in Vergessenheit geraten konnte, wäre eine Aufgabe für Medienwissenschaftler.

Wie kann es sein, daß solches Allgemeinwissen über die Gefahren von Wetter-Beeinflussung komplett aus dem kollektiven Bewusstsein gestrichen wurde?

So sehr wurde offenbar Wissen gelöscht, daß noch im vergangenen Jahr SPIEGEL-Redakteure behaupteten, Wettermachen gäbe es nicht. Nicht nur in der Absage meines Themenvorschlags zu diesem Thema, sondern öffentlich. In der Rubrik „Auslands-Panorama“. Die Chinesischen Forscher werden ziemlich verwundert ihre Übersetzer gefragt haben, ob es an ihren Deutschkenntnissen liegt, oder ob tatsächlich Chinesisches Wetter-Verändern geleugnet wird. Im vergangenen Heft wurde versucht, auf den fahrenden Zug aufzuspringen, und über „geo-engineering“ zu schreiben. Das ist PR-Sprech für´s Wettermachen; nachdem zuvor abgelehnt wurde, über die Wetter-Macher zu schreiben, die sich in Leipzig und Hamburg trafen.

Vermutlich wird jetzt eine Ethik-Debatte losbrechen. Marsch-Richtung à la Jungk:

„Denn es handelt sich um ein Spiel mit gewaltigen Kräften, das ohne Beaufsichtigung von kompetenter Seite nicht riskiert werden dürfte.“

Zu spät.

Die Technik, das Wetter zu ruinieren ist längst da.

Ja, auch in Libyen. (Knurr)

Schlagt nach bei der WMO.

Welche der Scharmützel in Tripolis wurden um das dortige „Met Department – cloud sed admin“ geführt? Selten war ein Postfach so umkämpft? Liebe Kollegen von der kämpfenden Front, schaut doch mal nach, ob die Postbox 5069 in Tripolis noch abgeholt wird.

symbolic photo at Oeking´s by susanne.haerpfer add bits.de

internet & weather connect the world – symbolic photo by susanne.haerpfer add bits.de

Dort müssen aber nicht automatisch Bösewichter sitzen. Versteht man die Max-Plancker richtig. Denn, zur Erinnerung: eine Wetterveränderung in einem Land kann völlig in Ordnung sein, und dennoch andere Nationen verwüsten.

Sind wir also besorgt, weil wieder einmal Technik an jeden verkauft wurde, der danach fragte. Entwicklungshilfe klingt harmlos. Ist es aber nicht.

Erneut: schlage nach bei Max Planck.

Selbst diese Erkenntnisse müssen aber möglicherweise in 13 Jahren revidiert werden.

Die Behauptung, man könne mit „climate management“ nicht mehr aufhören, kann sich auch als Interessens-PR herausstellen. Zurückzuführen auf diejenigen, die wirtschaftliche Nachteile hätten, würde mit dem Wettermachen aufgehört. Wer weniger Chemikalien verkauft, kann die Raten für Villa, Land Rover und Privat-Unis der unehelichen Kinder nicht mehr begleichen. Was ist dagegen schon eine kleine Flut an Oderbruch und Bangladesh.

Wie also finden wir es, daß Deutsche in Russland und Canada mit einer US-Firma in Saudi Arabien untersuchen, welche Folgen es hat(te), über dem Königreich Saudi Silberiodid auszubringen?

Gefährliche Forschung? Vorbereitung eines Angriffskriegs? Terroranschlag à la James Bond? Oder

kritische Untersuchung der Fehler der Vergangenheit ?

Versuch, Verbrechen gegen Saudi aufzudecken?

oil sample © susanne.haerpfer@bits.de

oil sample © susanne.haerpfer@bits.de

Was wurde Saudi Arabien in der Vergangenheit als nützlich verkauft, und war es nicht?

Wird jetzt umweltbewusst versucht, zu korrigieren, was  verdeckte Kriegführung in den 60 er Jahren angerichtet hat?

Im Kalten Krieg war alles erlaubt, Ölfördergebiete im „fernen“ Saudi Arabien zu verseuchen allemal. Immerhin schreckte man in der Zeit nicht davor zurück, mit Atomversuchen die eigenen Soldaten und Familien zu verseuchen. Amerikaner bekamen von amerikanischen Ärzten radioaktive Substanzen zu schlucken – dokumentiert im 800-Seiten Wälzer „Plutonium Files“.

Dies gilt es zu bedenken, recherchiert man zum Thema „weather modification“. Der Begriff „unbedenklich“ ist relativ zu sehen – es kommt auf den Kontext an. Wer selbst Uranverseuchung als „Erkältung“ bezeichnet [vgl. Robert Jungk Seite 102],

Tesa als Datenträger © susanne.haerpfer@bits.de

Tesa als Datenträger © susanne.haerpfer@bits.de

denkt sich nichts dabei, die Felder seiner Konkurrenten unter Wasser zu setzen. Noch dazu, wenn dieser im Verdacht steht, ein „commie“ zu sein.

Die „nationale“ Wetter-Einheit kann sowohl eine altehrwürdige Forschungsinstitution sein als auch eine rechtsextreme Militia-Einheit.

Wetter-Macher und deren Chemikalien in Oklahoma-City

Sind somit eine Recherche

Für die Ressorts Wissenschaft, Politik und Security.

Von: Susanne.Haerpfer@bits.de