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Es wird geklatscht, getratscht, Gerüchte verbreitet, was das Zeug hält. Aber die Betroffenen direkt kontaktieren, das scheint nicht drin zu sein. Ferne Galaxie? Per internet kursieren Halbwahrheiten, insider Kenntnisse, gemixt mit wahren, wirklichen Informationen. Es gibt Gesprächskreise und Runden, in denen diese Halbwahrheiten und wertvolle Informationen gehandelt werden – nur immer dann, wenn man als Betroffener um Stellungnahme bittet, um Information, darum, die Erreichbarkeit zu echten, tatsächlich existierenden Menschen herzustellen – dann heißt es: nein. Gäbe es nicht. Nein. Auch wenn man unmittelbar vor den Betreffenden steht. Keine Antwort. Es wird gelogen, daß sich die Sprichwortbalken biegen. Es wird geleugnet. Und so sind sieben meiner Lebensjahre vergangen. Sieben Jahre. Nicht in einem Arbeitslager in Nordkorea. Sondern mitten in Deutschland. 2013. Als ich fragte, schickten mich Bengel zu einem Beerdigungsinstitut. Es ist kein Spaß. Es ist verdammter Ernst. Und ja, es geht um Leben und Tod. Denn täglich sterben die Menschen, die zum Umfeld m e i n e r Menschen gehören. Nelson Mandela war einer von ihnen. Ebenso wie zig andere vor ihnen. Soll es so weiter gehen? Mit leugnen? Ausflüchten? Eingebimsten Sätzen, von denen einige zu glauben scheinen, es sei Teil einer soap opera, und auf diese Weise ein investigatives Reporterleben zunichte machen. Nein, es ist kein Scherz. Es ist Ernst. Und ich will endlich Antworten.

Freundliche Grüße, Susanne Härpfer – susanne.haerpfer@bits.de –